Waldgarten- und Schlemmer-Blog

Wir haben uns entschlossen ein Stück Land zu kaufen, um dort ein Permakultur-Waldgarten aufzubauen. Durch die Wiedererschaffung eines weitgehend natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere sowie einer selbstverantwortlichen ökologischen Lebensmittelversorgung wollen wir unseren Beitrag für die Nachhaltigkeit leisten.

Nach intensiver Internetsuche haben wir uns recht bald und intuitiv für ein Grundstück in Mittelgründau/Hessen entschieden. Die zuvor als Pferdekoppel genutzte Landwirtschaftsfläche von fast 1,5 Hektar haben wir für rund 60.000 Euro erworben. Schritt für Schritt wollen wir über die Jahre hinweg hier einen Permakultur-Waldgarten entstehen lassen. Auf einem Viertel der Fläche sollen Bäume, Sträucher und mehrjähriges Gemüse wachsen. Weitere Flächen sollen für eine bio-vegane Landwirtschaft genutzt werden. Ein lebendiger Zaun aus Bäumen und Sträuchern soll in ovaler Form den Großteil der Grundstücksinnenfläche eingrenzen. Für ein natürliches Gleichgewicht von Flora und Fauna soll auch ein Teich für Amphibien und Wasserpflanzen entstehen. Für die Winterversorgung sind die Errichtung eines größeren Gewächshauses, eines Erdkellers sowie eines Dörrhäuschen geplant. Damit wir die intensiven und zeitaufwendigen Gartenarbeiten vor Ort gut bewältigen können, werden wir dort bald eine Jurte aufbauen, eine Komposttoilette aufstellen und den bereits vorhandenen Bauwagen renovieren, um für jede Witterungslage gewappnet zu sein. Bei all unseren Projekten wollen wir soweit wie möglich natürliche und biologisch abbaubare Materialien verwenden, viel mit Händen und entsprechend wenig mit Maschinen arbeiten. Um den eigenen Energie- sowie Wasserverbrauch zu optimieren, wird Stück für Stück ein autarkes regeneratives Strom- und Wasserversorgungssystem aufgebaut.

Derzeit suchen wir nach einer Wohnmöglichkeit in der Nähe. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass sich bald die Gesetzeslage ändert und wir dauerhaft auf unserem Familienlandsitz leben dürfen. Wir werden stets darauf achten, dass wir die rechtlichen Rahmenbedingungen und örtlichen Begebenheiten beachten. Für ein harmonisches und verständnisvolles Miteinander wollen wir mit den Menschen aus der Gemeinde und Umgebung kommunizieren und kooperieren. Wir würden gern unsere Erfahrungen mit all den Menschen teilen, die Interesse am Aufbau eines Waldgartens haben oder bereits damit angefangen haben. Da wir beide hauptberuflich als Lehrer tätig sind, wollen wir unser neu erworbenes Wissen mittels Exkursionen, Workshops oder Ähnlichem an Schülerinnen und Schüler weitervermitteln.

Um unser Vorhaben schriftlich zu dokumentieren und um uns zusätzlich zu motivieren, starten wir ab heute diesen Blog. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr ab und zu mal hier reinschaut! 🙂

Eure Lisa und Euer Moto

P.S.: Nebenbei werden immer wieder mal Rezept-Ideen von Lisa reingestellt. Dieser findet Ihr bei „Lisas Schlemmer-Blogs“! 🙂

Frohköstliche Erlebniswochen

In den restlichen Sommerferien 2019 nach unserem Besuch in Telgte  haben wir uns weiter sehr gut erholt und zugleich sehr viele neue Erkenntnisse sammeln können. Hinsichtlich unseres Grundstücks in Gründau läuft noch der Befriedungsprozess. Bald kommt auch ein kleiner Beitrag dazu in der ZDF-Sendung Terra Express. Mit dem NABU Main-Kinzig-Kreis haben wir angefangen Schritt für Schritt geeignete Naturschutzmaßnahmen vorzunehmen, um die natürliche Artenvielfalt auf unserer Wiese zu fördern. Dabei haben wir tolle Unterstützung von in der Nähe lebenden Pferdebesitzern erhalten, die uns die Wiese kurzfristig schonend gemäht haben.

Die meiste Zeit der Ferien waren wir Zuhause und haben in Besinnlichkeit gelebt. Wir waren oft im Wasser, sei es im Main bei Mühlheim, im Panoramabad in Bornheim, im Gartenbad in Fechenheim, bei Oma Keiko und Opa Norbert im Kahler See oder im Planschbecken auf der idyllischen Gartenwiese von Oma Doro und Opa Jürgen. Wir haben viel musiziert, einige Bücher aus der Bücherei gelesen, von denen die meisten bei den letzten Blogs als Buchtipps auftauchen, täglich frisch gepressten Obst- und Gemüsesaft getrunken und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Zwischen-zeitlich hatten wir das Vergnügen bei Lottis super cooler Geburtstagsfeier auf ihrem beneidenswerten Familiengartengrundstück mit Streuobstwiese zu zelten. Wir waren auch auf einer Demo für die Schließung aller Schlachthäuser in Frankfurt dabei und waren freudig überrascht über die gute Organisation sowie rege engagierte Teilnahme, insbesondere von vielen jungen Menschen.

Moto hat sich zwischenzeitlich 3 Wochen fast ausschließlich von frischgepressten Gemüse- und Obstsäften ernährt, öfters mit Einläufen den Darm gespült und hat zweimal eine Leber-Gallen-Reinigung nach Florian Sauer durchgeführt. Dabei war er die meiste Zeit erstaunlich fit, zeitweise fitter als mit fester Nahrung. Und wieder kam eine ordentliche Portion an Giftstoffen in Form von alten Kotablagerungen und Gallenausscheidungen zusammen, die ihren Weg hinausgefunden haben. Moto ist seitdem nicht nur körperlich sondern auch mental sehr erleichtert und vital.

Eine besondere Woche verbrachten wir wieder bei Sonja Watt im Odenwald. Bei ihrem alljährlichen Rohkost-Sommercamp bei dem wir zum dritten und Yasu zum ersten Mal außerhalb von Lisas Bauch dabei waren, konnten wir erneut ein rohköstliches Gemeinschaftsleben der wundervollsten Art genießen. Jeden Morgen gab uns Heidi mit ihren sanft angeleiteten Yoga- und Meditations-Übungen den nötigen Kick für den Tag. Mindestens ein Mal am Tag knüpften wir einen harmonisierenden Gesangsteppich mit Corinna beim Circle Singing. Hinzu kamen wieder die interessantesten Vorträge und Kursangebote wie etwa Obertonsingen, Gemeinschaftstänze, ganzheitliche Bildung, Augentraining, Selbstversorgergarten, Rohkost-Zubereitung, Feuerritual, Clearing Breath Work, Seelengesang oder auch über DMSO, ein vielseitig einsetzbares, wirksames und kostengünstiges Heilmittel, über das die pharmazeutische Schulmedizin ungern spricht. Eine weitere Besonderheit war die Ceragem-Therapie-Liege die Andreas der Gemeinschaft zur Verfügung stellte und die jeder kostenfrei nutzen konnte, um sich eine erholsame Massage zu gönnen.

Die zahlreichen Kinder auf dem Camp konnten jederzeit sehr aktiv ihre Freizeit gestalten. Wenn sie mal tatsächlich genug davon hatten sich draußen mit ihren Laufrädern, Wasserpistolen, Bällen oder selbst gebastelten Morgensternchen in der freien Natur auszutoben, konnten sie im Haus Kickern, Kneten, Malen, Rohkost-Power-Bällchen mit Nicola zubereiten oder Tischtennis spielen. Beim Kamishibai von Gabriele  konnten sie ihre schauspielerischen Talente unter Beweis stellen, mit Marco & Corinna  wurden neue Lieder erfunden, im nahegelegenen Kneipp-Becken im Wasser spielen, mit Elke wurde auf Alltagsgegenständen getrommelt und bei der Nachtwanderung konnten sie den Sternenhimmel bewundern.

Als jüngster Rohköstling auf dem Camp beobachtete Yasu täglich fasziniert das fröhliche Treiben der größeren Kinder und war sehr glücklich in der Natur zu verweilen. Oft war er damit zufrieden im Gras zu sitzen, die Wildkräuter auszuzupfen und diese zu probieren. Hinzu kamen noch viele beruhigende Spaziergänge im Bondolino durch Wald und Wiese. Er freute sich auch immer wieder über die vielen netten Menschen auf dem Camp, die ihm viel Aufmerksamkeit schenkten. Hochverzückt war er, als er einen aus Wiesenblumen geknüpften Kranz aufgesetzt bekam und somit in der Rohkost-Gemeinschaft willkommen geheißen wurde. Nachts hatten wir immer einen angenehmen Schlaf zu dritt in unserem altbewährten Zelt.

Wie die Rohkost selbst, waren auch die Camp-Teilnehmenden aus ganz Deutschland bunt gemischt: freiwillig Angestellte, zwangsläufig Verbeamtete oder zufällig Selbstständige, gemeinschaftsliebende Singles, Alleinerziehende in Freiheit, Patchwork-Familien oder Teilzeit-Großeltern, jeder mit eigenen Vorlieben und Vorstellungen. Genauso vielfältig waren auch die Übernachtungsvarianten, angefangen vom Ein-Frau-Zelt, umgebauten Feuerwehrauto bis zum modernen Familien-Wohnwagen draußen oder auch gut eingerichteten Familienzimmer drinnen. Nichtsdestotrotz erlebten wir ein sehr harmonisches Miteinander, kaum Stress und dafür sehr viele inspirierende Gesprächsthemen rund um nachhaltiges, erfülltes Leben.

Unser Essen haben wir meist selbst in der geräumigen Gemeinschaftsküche zubereitet. Dabei wurden wieder viele neue Rezeptideen, Bezugsquelleninfos, Küchentipps und -tricks sowie Zutaten ausgetauscht. Wir konnten dabei jeden Tag direkt vor Ort Bio-Rohkost-Lebensmittel überwiegend aus der Region einkaufen. Mit Passioflora verweilte auch ein Direktimporteur bei uns, der weitere sonnengereifte Rohkost-Leckereien wie Avocados, Mangos, Sapote Blanco, Duriane, aber auch Nüsse und Oliven überwiegend aus Spanien zu fairen Preisen verkaufte. Das Sommer-Camp gönnte sich auch den Luxus, frische Kokosnüsse von Dr. Goerg liefern zu lassen, was Groß und Klein sehr erfreute. Aufgrund von Anfragen bezüglich der Ökobilanz von Kokosnüssen, hier ein Link dazu.

Ach ja, hier auch noch eine kurze Zusammenfassung für Interessierte was die Rohkost alles zum Essen anbietet und wie wir vorgehen:

– Obst (über 40000 Arten und Sorten weltweit) frisch und getrocknet
– Gemüse
– Wildkräuter
– Algen (Nori, Chlorella, Spirulina, etc.)
– Nüsse (in Wasser eingeweicht) und deren Rohmuse
– Saaten (Sesam, Hanf, Chia, etc.) und deren kaltgepressten Öle
– Sprossen
– Fermentationsprodukte (Sauerkraut, Cashewjoghurt, Tamari, etc.) sowie
– Gewürze

Die Auswahl in der Rohkost ist erstaunlich vielseitig, mindestens genauso wie die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen dieser Welt. Entsprechend ist gerade für Rohkost-Neulinge die Herausforderung groß für jede Lebensphase eine zufriedenstellende Zusammensetzung für den eigenen Körper und Geist zu finden. Jeder Rohkostweg ist anders und beinhaltet meist eine intensive sowie spannende Auseinandersetzung mit Lebensmitteln der reinsten Form. Mittlerweile gibt es eine sehr große Auswahl an wissenschaftlichen Studien und Erfahrungsberichten in Form von Literatur, Internetseiten oder Videos. Wir sind bisher gut damit gefahren, uns vielseitig zu informieren, alles mal für eine Weile immer mal wieder auszuprobieren, dabei auf unsere Intuition sowie Körpersignale zu achten und mit Freude zu essen. Gerade zu Beginn unseres Lehrpfades hat uns die rohköstliche Verarbeitung in Form von Säften aus einem Slow Juicer, Smoothies und Cremes aus einem Hochleistungsmixer, aber auch Fermentation sehr geholfen, um gleich eine hohe Bekömmlichkeit und effiziente Nährstoffaufnahme zu erhalten.

Beim Rohkost-Camp haben wir uns oft einfach mit einen Korb voll mit frischen Obst und Gemüse auf die Wiese gesetzt. Wir haben dann alle drei nach Lust und Laune ohne großen Zubereitungs- und Abwaschaufwand gegessen worauf wir Lust hatten. Herrlich, das werden wir wohl jetzt öfters machen! Andererseits hatten wir auch unsere Gaumenfreude durch die Zubereitung von exquisiten Gourmet-Rohkost-Gerichten, wie etwa einer Wildkräuter-Quiche oder einer Buchweizencreme. Das Rohkost-Sommercamp ist mittlerweile ein fest eingeplantes Sommerferien-Highlight für uns. Wir freuen uns die wachsende Gemeinschaft jedes Jahr wieder zu sehen. Wir danken der bewundernswerten Sonja Watt für ihr motivierendes Engagement voller Liebe und Enthusiasmus mit der sie unsere Welt aufblühen lässt!

Am Ende der ersten Sommerferien von Yasu hatten wir noch einen ganz besonderen Besuch aus Frankreich. Die Großfamilie Dietzmann mit Sandra, Muzius, Kyana, Eiryne, Angie und Tao hatte sich auf den Weg gemacht, um quer durch Deutschland zu reisen. Bei ihrem mehrtägigen Zwischenstopp bei uns hatten wir eine Riesengaudi. Wir haben die Spielplätze der Umgebung unsicher gemacht, am Bahnhof gemeinsam musiziert und Yasu wurde mit Extra-Kuschel-und Knuddel-Einheiten beglückt. Wenn man bedenkt, dass Motos Familie lange Zeit nur aus seiner Mutter Keiko und ihm bestand, war es ein wundervolles Ereignis beim gemeinsamen Familienessen am Kahler See bei Oma Keiko und Opa Norbert zum ersten Mal mit sechs Erwachsenen sowie drei Kinder am Tisch zu sitzen. Ein paar Tage zuvor hatte Lisa ihren letzten Auftritt mit ihren Freundinnen vom Flötenspektakel bei Musik im Park in Rumpenheim. Nach rund 10 unvergesslich schönen lehrreichen Jahren beginnt ein neuer musikalischer Abschnitt fern des Übens und Einstudierens. Spontane Klänge, gemeinsames Improvisieren und fröhliches Beisammensein kennzeichnen ab jetzt ihre Idee von Musik. Om singen im Kreis, miteinander Atmen, sich anbinden und Melodien empfangen, gemeinsam im Hier und Jetzt sein, Klangteppiche weben, Familienband  – all das und noch mehr erfüllt sie mit Freude.

Wir sind unendlich dankbar so schöne Sommerferien mit Yasu erlebt zu haben und freuen uns auf die unzähligen weiteren Sommerferien die noch kommen werden!

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Am Sonntag dem  8. September findet in Rahmen der Klimagourmet-Wochen ab 11 Uhr ein Rohkost-Potluck für alle Interessierte statt. Weitere Infos hier.

Veganer Rohköstling

Anfang der Sommerferien 2019 haben wir die Urgroßeltern von Yasu in Telgte besucht. Dort wurden wir mit frischem Gemüse, Wildkräutern und Kartoffeln aus dem eigenen Garten sowie zwei leckeren Kirschkuchen verköstigt. Übernachtet haben wir wieder bei Tante Anke, die uns wie immer sehr herzlich empfing. Wir erlebten dort auch eine wunderschöne Abschlussklassenfeier der Waldorf-Schule in Everswinkel. Es wurde eine Vielfalt an künstlerischen und musikalischen Beiträgen von sehr aufgeweckten sowie kreativen Schülerinnen und Schülern dargeboten. Auch sonst ist diese von Tante Christiane mitgestaltete Schule ein herrlicher Lernort mit einem tollen Schulgarten und gepflegtem Tierrefugium.

Im nahe gelegenen Münster haben wir bei einem Tagesausflug die Gelegenheit wahrgenommen uns von der veganen Kochkost zu verabschieden. Es war eine herrliche vegane Schlemmertour! Zuerst waren wir bei Gustav Grün und haben uns eine leckere Falafelbox geteilt. Danach waren wir im Krawummel und verspeisten eine nahrhafte California Bowl. In Deutschlands derzeit größtem Unverpacktladen Einzelhandel wurde ein sündhaft süßer Brownie verputzt. In der neueröffneten Fairteilbar gab es noch Bananenbrot und Petersilienpestostulle aus geretten Lebensmitteln sowie ein ChariTea. Zuletzt gönnten wir uns noch eine große Portion Frozen Soja-Yogurt von Yomaro mit Erdbeersoße, Blaubeeren und Oreos.

Yasu war sehr begeistert von diesem Besuch bei seinen Verwandten mütterlicherseits. Die Tage in Telgte waren ein wunderschöner Start in die Ferien! Gleichzeitig markieren sie den Beginn eines kochkostfreien Lebens für die kleine Familie Watanabe.

Mit unserem Selbstversuch der Eine-Mahlzeit-Am-Tag-Ernährung nach Dr. Nun Amen-Ra Anfang 2018 und den vielen Ausnahmen, die wir seitdem bei Besuchen und Feierlichkeiten gemacht haben, waren wir ein ganzes Stück von unserer Idealvorstellung, ausschließlich rohköstlich zu leben, abgewichen. Dabei hatten die längeren Phasen zuvor, wo wir uns zumindest 99% roh ernährt hatten, uns gesundheitlich so gut getan! Nichtsdestotrotz bereuen wir die ganzen Kochkostausnahmen nicht. Vieles davon waren ja extra für uns zubereitete vegane Köstlichkeiten gewesen und wir hatten damit unsere Gaumenfreuden! Herzliches Dankeschön an alle die sich so viel Mühe für uns gemacht haben! Gleichzeitig konnten wir wertvolle Erkenntnisse daraus ziehen welchen Effekt die Kochkost auf uns hat, da wir uns sonst nur überwiegend roh ernährten. Somit fiel uns auch die Entscheidung leichter in Zukunft nur noch rohköstlich zu essen. Wir haben u.a. festgestellt, dass wir nicht so schnell von der rohköstlichen Enzymverdauung zur kochköstlichen Gärverdauung umstellen konnten, so dass die Verdauung nach den Kochkostausnahmen eher suboptimal war. Dies führte dazu, dass wir emotional labiler und unsere Schlafphasen weniger erholsam waren. Ein weiterer wichtiger, wenn nicht gar der entscheidende Faktor, der zu unserer Entscheidung geführt hat, war unser kleiner Rohköstling.

Bis auf die gelegentlichen Ausnahmen über die Muttermilch, hat Yasu bisher nur rohköstlich gegessen. Für die kommenden Monate, wir denken so etwa bis ein Jahr, wird Yasu noch hauptsächlich und danach, wir denken maximal bis 2,5 Jahren, ergänzend durch Muttermilch genährt. Sukzessiv wird der Anteil an fester Nahrung zunehmen. Bekanntlich interessieren sich die Kinder besonders für das, was die Eltern so essen. Bereits jetzt verfolgt unser Leckermäulchen aufmerksam alles was wir uns zu Munde führen, und freut sich, wenn er auch was davon probieren kann. So hat er schon diverse Häppchen von grünen Smoothie-Bowls, Rohkostkuchen und -brot, Sauerkraut, Cashew-Joghurt, aber auch viel einfaches Obst sowie Gemüse mit seinen kräftigen kleinen Händchen zerquetscht, genüsslich abgeschleckt und uns nebenbei noch ein kulinarisches Schlachtfeld hinterlassen. Oft hat er auch seinen Spaß dabei einfach ein Blatt oder Blüte von Wildkräutern in den Mund zu nehmen und darauf zu kauen.

Sein bisheriges Interesse für die Rohkost wollen wir in Zukunft weiter fördern. Wir sind sehr zuversichtlich, dass diese Ernährungsform, wie wir sie bisher kennengelernt, praktiziert und verinnerlicht haben, für die physische und psychische Entwicklung unseres Kindes nur von Vorteil sein wird. Allein die damit einhergehende Vermeidung von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln würde das Risiko minimieren, das Yasu irgendeines der bereits bei Wohlstandskindern weitverbreiteten und derzeit zunehmenden Zivilisationsbeschwerden wie etwa Allergien, Übergewicht, ADHS, Hautirritationen, Immunschwäche, Karies, Diabetes, etc. erleiden muss. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an positiven Erfahrungsberichten von Rohkostfamilien (z.B. Link Erdbeerkinder, Nordischroh, Sonja Watt) und eine ganze Reihe an Fachliteratur (Buchtipp: „Kinderernährung – lebendig und schmackhaft“ von Dr. Urs Hochstrasser), die die Vorteile einer gut geplanten und ausgewogenen rohköstlichen Ernährung für Kinder beeindruckend belegen. Die in der Rohkost übliche große Auswahl an natürlichen, geschmacklich unverfälschten Lebensmitteln festigt und fördert zudem die angeborene Fähigkeit, die richtige Menge, Art und Zusammensetzung der Speisen zu sich zunehmen, die der Körper gerade braucht und die zu meiden die eher schädlich sind (Buchtipp: „Somatische Intelligenz“ von Thomas Frankenbach). Zudem isst man achtsamer und bedachter, wenn die natürliche Konsistenz der Lebensmittel erhalten bleibt (Buchtipp: „Yoga der Ernährung“ von Omraam Mikhael Aivanov).

Sicherlich ist die rohköstliche Ernährung nur ein Puzzleteilchen von vielen für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Dafür ist es aber eines, welches großen Einfluss auf die anderen Puzzleteilchen hat. Mit der Rohkost kann man schon von frühauf das angeborene Gespür für alles Natürliche erhalten und weiterentwickeln. Wildkräuter- und Streuobstwiesen, Beerensträucher sowie Permakulturgärten werden beliebte Ausflugsziele für Naschereien sein. Die Empathiefähigkeit des Kindes wird durch den ungetrübten Umgang mit anderen Lebewesen, angefangen von den Säugetieren, den Vögeln bis hin zu den Insekten, aber auch allen Wasserwesen, gefestigt und gestärkt. Wir selbst werden noch mit regelmäßigen Besuchen in Gnadenhöfen (z. B Tierrefugium Hanau, Erdlingshof) aber auch das Erkunden von Naturschutzgebieten sowie auch unseres eigenen Grundstücks in Gründau, unsere Verbundenheit zu anderen Erdlingen weiter verinnerlichen. Entsprechend kann das Kind seine naturgegebene Intuition, die für alle seine Lebensentscheidungen wichtigste mentale Kompetenz, aber auch seine Kreativität erhalten und weiterentwickeln.

Für die Rohkost-Frühförderung unseres Zöglings ist es aber auch wichtig, dass wir als Eltern mit bestem Beispiel vorangehen. Aus Erfahrungsberichten wissen wir, dass jegliche Kochkostausnahmen durch die Eltern dazu führen, dass auch das Kind die Ausnahmen mitmachen will. Einmal auf den Geschmack gekommen, ist es gerade für ein Kind trotz aller Vorteile schwer zu verstehen, warum es sich wieder komplett auf Rohkost umstellen soll. So stellen wir uns der Herausforderung unserem pflanzlich genährten Kraftpäckchen ein Umfeld zu erschaffen, wo er und auch wir als seine Essensvorbilder jederzeit Zugriff auf leckere roh-vegane Speisen haben, so dass wir keine Ausnahmen mehr machen müssen. Wir sind selber gespannt, wie wir dieses Umfeld aufbauen und wie lange es nötig sein wird. Solange Yasu damit gesund, zufrieden und glücklich ist, werden wir unser Bestes geben, dass er die Faszination Rohkost mit allen Sinnen erleben kann. Praktisch heißt es für uns, dass wir vieles vorausplanen und stets in gutem Austausch mit unseren Mitmenschen sein müssen. Dabei können wir sehr gut auf unseren bisherigen Erfahrungen hinsichtlich Organisation und Kommunikation zurückgreifen, seit wir selbst unsere Ernährung umgestellt haben.

Anfangs noch sehr aufwendig, haben wir mittlerweile Routine darin, zu Hause rechtzeitig Proviant vorzubereiten, um unterwegs ausreichend versorgt zu sein. Für Feierlichkeiten und Besuche haben wir es uns angewöhnt ein/ zwei roh-vegane Essensbeiträge mitzubringen. In der Regel reicht die Menge, dass alle Interessierten was probieren können und wir davon satt werden, falls es keine Alternativen für uns gibt. Wobei es selten der Fall ist, dass es nichts für uns gibt. Obst und Frischkostsalate mit einem Essig-Öl-Dressing gibt es fast überall und auch Gemüse-Sticks sind beliebte Buffet-Dekorationen. Zu Hause sind wir küchentechnisch auch für die Gourmet-Rohkost-Zubereitung optimal ausgerüstet und können die Hitparade der beliebtesten Kinderspeisen, angefangen von Nudeln mit Tomatensauce bis hin zu Pizza Hawai in der Rohkostvariante herbeizaubern. Wir haben stets einen gut gefüllten Kühlschrank sowie Vorratsschränkchen, so dass wir auch für Überraschungsgäste gut gewappnet sind. Mit zunehmendem Alter von Yasu werden wir sicherlich noch ganz andere Vorkehrungen treffen müssen, aber wir betrachten diese als willkommene Entfaltungsmöglichkeit unserer Kreativität und Problemlösefähigkeit. Wir gehen davon aus, dass es für uns ein lohnenswerter Lernprozess sein wird, bei dem wir alle drei unseren Horizont erweitern können.

Uns ist natürlich bewusst, dass diese Art der Ernährung für viele Menschen ungewohnt, befremdlich bis hin zu besorgniserregend sein kann. Aber die rohköstliche Ernährung von Kindern ist gar nicht mal mehr so selten und das öffentliche Interesse daran steigt, dass sogar ein Massenmedium wie Spiegel Online noch verhalten aber positiv darüber berichtet. Wie bei allen unseren bisherigen alternativen Maßnahmen, wie etwa der Hausgeburt, Windelfrei, unverpackt einkaufen, Leber-Gallen-Reinigung etc., haben wir uns auch diesmal intensiv mit den Hintergründen auseinander gesetzt und uns gewissenhaft auf mögliche Schwierigkeiten eingestellt. Die zwei wohl häufigsten Bedenken sind Nährstoff-Mangel und soziale Ausgrenzung insbesondere beim Kind. Im Folgenden haben wir unsere Gedanken dazu aufgeschrieben.

Nährstoff-Mangel: Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass man bei richtiger Zusammensetzung der Rohkost, keinen Nährstoff-Mangel erleidet. Für Erwachsene spielt der Faktor Zeit bzw. Geduld eine entscheidende Rolle bei der Umstellung auf eine optimale Rohkost-Ernährung. Diese Ernährungsform löst zu Beginn immer auch einen Reinigungsprozess im Körper aus. Je nach Vorbelastung durch Industrienahrung und je nach Intensität der Rohkost, werden Schadstoffe die sich über die Jahre im Körpergewebe angesammelt haben, in großen Mengen gelöst und hinaus befördert. Einhergehend mit einem deutlichen Gewichtsverlust kann dies mitunter zu heftigen Beschwerden wie etwa Durchfall, Hautausschlägen, erhöhter Blasendrang oder auch zu Erkältungen mit erhöhter Schleimbildung führen. Diese Entgiftungsmechanismen helfen dem Körper die gelösten Schadstoffe schnell aus dem Körper zu befördern, bevor es zu einer Rückvergiftung kommt. Erst nachdem der gröbste Reinigungsprozess, welcher mitunter Jahre dauern kann, durchgestanden ist, kann der Körper die lebensnotwendigen Nährstoffe optimal aufnehmen und verarbeiten. Deshalb sind adäquate Nahrungsergänzungsmittel gerade in dieser Phase sehr empfehlenswert, um einem Nährstoff-Mangel vorzubeugen. Der Reinigungsprozess kann zusätzlich mit regelmäßigen frischgepressten Obst- und Gemüsesaft-Fastenkuren und Darmspülungen unterstützt werden. Früher oder später stellt sich dann aber auch der spürbare positive Effekt, in Form von mehr Energie, erholsameren Schlaf, klarerem Kopf, weniger allergischen Reaktionen etc. ein. Der ganze Verdauungstrakt ist deutlich entlastet und kann durch die sogenannte Enzymverdauung, bei der die nur in der Rohkost erhaltenen Enzyme verwendet werden, alle nötigen Nährstoffe effizient aufnehmen und verarbeiten.

Im Falle unseres friedvollen Energiebündels, bedarf es allerdings keiner Umstellung mehr. Sein Verdauungssystem ist noch weitgehend unbelastet und ist ohnehin auf die wesentlich energieschonendere Enzymverdauung eingestellt. Entsprechend dürfte er keine Probleme haben, alle seine notwendigen Nährstoffe über die Rohkost zu erhalten. Bereits jetzt achten wir darauf, dass wir täglich frisch gepflückte Wildkräuter(Buchtipp: „Wildkräuter“ von Ralf Brosius) und sogenannte Superfoods in unseren Speiseplan integrieren, welche eine deutlich höhere Nährstoffdichte als das kultivierte Gemüse aufweisen und oft noch andere wichtige Inhaltsstoffe bereithalten.

Nichtsdestotrotz werden wir zusätzlich zu den kinderärztlichen Pflichtuntersuchungen auch alternative Kontrollen wie etwa den Bioscan durchführen, um die Nährstoffversorgung zu überprüfen. Mittlerweile gibt es für alle lebensnotwendigen Nährstoffe die entsprechenden veganen Nahrungsergänzungsmittel, so dass wir allein schon bei Verdacht recht unkompliziert vorbeugend einwirken können. Für die B12-Versorgung greifen wir auf eine breite Palette an veganen Quellen und Kontrollmaßnahmen zu.

Soziale Ausgrenzung: Es kann passieren, dass Yasu außerhalb seines Zuhauses, Dinge sieht, die er aus Interesse gern probieren möchte, aber wir ihn nicht lassen. Wir hatten bereits Situationen, in denen er z.B. etwas aus minderwertigem Kunststoff zum Mund führen wollte und wir es ihm weggenommen haben. Bis jetzt hat er sich nicht groß beschwert und war meist wieder sehr zufrieden, wenn er dafür etwas anderes wie z.B. einen Holzlöffel bekam. Wie zuvor beschrieben, gehen wir davon aus, dass wir mit geeigneten Vorkehrungen bei der Essensversorgung für unterwegs, solche Situationen weitgehend vermeiden können oder zumindest immer zufriedenstellende Alternativen bieten können. Wir sind zuversichtlich, dass Yasu mindestens bis zu seiner Pubertät sich bei seinen Essengewohnheiten an uns orientiert und uns vertraut.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir uns in Zukunft intensiver mit nachhaltig und roh-vegan orientierten Menschen austauschen werden sowie uns noch mehr mit Rohkostfamilien vernetzen werden. Gleichzeitig werden wir aber auch den engen Kontakt zu unserer Familie und zu unseren bisherigen vertrauten Freunden beibehalten. Hinzukommen noch die Begegnungen mit anderen Altersgenossen bei den diversen Förderungsangeboten wie etwa Babyschwimmen, Babysignal, Windelfreitreffen, Musikkrabbelgruppen etc. die wir wahrnehmen werden. Bis zur Einschulung werden das die wesentlichen sozialen Kontakte von Yasu sein. Diese müssten erst mal ausreichen, um sich an das Leben in einer größeren Gemeinschaft zu gewöhnen. Derzeit tendieren wir dazu die vorschulische Förderung selbst zu übernehmen. Die finanziellen Mittel, die Zeit und das Selbstvertrauen haben wir. Deshalb freuen wir uns, noch lange die Entwicklung unseres Jungen selbst unterstützen und miterleben zu können.

Wir wollen ihm eine breite Palette an frühkindlichen Bildungsmöglichkeiten anbieten, ohne ihn zu überlasten. Wir werden versuchen seinen Weg so zu ebnen, dass er immer wieder seine innere Ruhe und äußere Gelassenheit finden kann (Buchtipp: „Mentales Stressmanagement“ von Tanja Madsen). Der Film „Alphabet“ von Erwin Wagenhofer hat uns in dieser Hinsicht sehr inspiriert. Wir haben auch angefangen uns in die entsprechende Fachliteratur einzulesen (Buchtipp: „Kinder fördern nach Montessori“ von Tim Seldin). Wir sind frohen Mutes, dass wir es schaffen, dass unser kleiner Rabauke frühzeitig imstande ist sich in einer Gemeinschaft positiv einzubringen, zugleich seine Eigenarten beibehalten kann und mit seinen schrägen Eltern klar kommt. Im Idealfall wird er früh erkennen, dass es im Leben nicht nötig ist, die gleichen Dinge zu tun oder zu haben wie andere, sondern dass es mehr darum geht alle Mitmenschen mit egal welchen Besonderheiten zu achten sowie seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Gleichzeitig werden wir stets darauf achten, dass wir alle drei bescheiden auf dem Boden der Tatsachen bleiben, uns selbst nicht allzu ernst nehmen sowie das Leben in dieser schönen bunten Gesellschaft würdigen und genießen (Buchtipp: „Thrive“ von Arianna Huffington). Wir erschaffen uns unsere eigene wunderbare Welt und sind zugleich ein Teil davon (Buchtipp: „Du bist das Universum“ von Kafatos/Chopra).

Bis dahin und auch danach wird noch vieles passieren, was wir nicht vorhersehen können. Wir sind uns bewusst, dass nicht alles richtig sein muss, was wir machen. Wir wollen weiterhin alle unsere Entscheidungen intuitiv, pragmatisch und zielorientiert treffen und dabei flexibel in unserem Handeln bleiben. Mit unseren Blogs hoffen wir, dass die Mitmenschen unsere Lebensweise zumindest besser verstehen, uns vielleicht etwas zutrauen und notfalls auch beistehen. Am Ende wollen wir, dass Yasu auch als Erwachsener glücklich und zufrieden sein kann, wie wir es sind (Buchtipp: „Willkommen im Reich der Fülle“ von Robert Betz). Wir haben das Glück Eltern und Stiefeltern zu haben, die immer für uns da waren, uns immer gut genährt haben und uns die beste Bildung ermöglicht haben. Auf ihre Art und Weise haben sie voller Güte und authentisch immer das Beste für uns getan. Dafür sind wir ihnen unendlich dankbar und in ewiger Liebe verbunden! Wir hoffen, dass Yasu irgendwann auch das gleiche über uns sagen kann. Wir sind jetzt schon gespannt, welche Verrücktheiten er dann unseren Enkeln bieten wird. 🙂

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Mittlerweile häufen sich die Demonstrationen gegen die Einführung der Masern-Impf-Pflicht. Im letzten Blog haben wir über Impfungen allgemein berichtet. Wäre toll, wenn Ihr Euch weiter informiert und die Demonstrationen in irgendeiner Form unterstützen könntet!

Eine Welt voller Güte, Liebe, Toleranz und gegenseitigem Verständnis

Unser süßer Yasu ist mittlerweile über ein halbes Jahr alt und bereitet uns täglich viel Freude damit, dass er einfach da ist. Mal lacht er über die Lampe an der Decke, mal weint er, weil er schlafen will. Dann kuschelt er sich liebevoll an uns und schreit uns später an, wenn er nicht sofort an Mamas Brust darf. Er nimmt sich ganz viel Zeit für uns, ist geduldig und hat sehr viel Nachsicht mit uns. Er liegt viel mit uns im Bett, lässt sich gern tragen und gibt uns viel Aufmerksamkeit. Wir spüren täglich seine Liebe für uns und dass tut uns unheimlich gut. In einer Gesellschaft die sich im ständigen Wandel befindet und sich rasant fortentwickelt, gibt uns unser Junge die nötige Gelassenheit und Energie. Deshalb sind wir auch sehr dankbar, dass wir in einer Gesellschaft leben, die es uns ermöglicht, unsere Lebensweise selbst zu bestimmen. Wir können selbst entscheiden was wir essen und trinken, was wir anziehen, was wir kaufen, wie und wo wir hinfahren, welche Menschen wir treffen und wann wir schlafen gehen. Wir können uns roh-vegan ernähren, bei der Kleidertauschparties unser Outfit erneuern, bio und unverpackt (z.B. bei natuerlichfrei) einkaufen gehen, so ziemlich überall mit öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder Fahrrad hinfahren, uns mit den schrulligsten Querdenkern oder verrücktesten Gegen-den-Strom-Schwimmern treffen und im Sommer noch vor dem Sonnenuntergang ins Bett gehen.

Ach ja, und wir können selbst entscheiden wann und welche Impfmaßnahmen wir durchführen. Bisher haben wir keine pharmazeutische Impfung durchgeführt, haben aber alle die uns bekannten notwendigen Vorkehrungen getroffen, damit unser Kind vor Infektionskrankheiten ausreichend geschützt ist und auf natürliche Weise eine körpereigene hohe sowie nachhaltige Abwehrkraft entwickeln kann. Allem voran achten wir auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung (mehr dazu im letzen Blog), auf sauberes Wasser sowie auf die Einhaltung der Hygienestandards. Diese Vorkehrungen sind statistisch erwiesen und medizinisch anerkannt die Hauptgründe für den massiven Rückgang von Infektionskrankheiten in unserer Wohlstandsgesellschaft. Zusätzlich achten wir darauf, dass wir uns soweit wie möglich von stressverursachenden schädlichen Umwelteinflüssen wie Elektrosmog, Mobilfunk, Lärm, Massenmedien, Anpassungs-, Termin- und Erfolgsdruck etc. fernhalten und viel in der Natur verweilen. Bisher konnten wir uns nicht für eine pharmazeutische Impfmaßnahme entscheiden zumal bis dato von der Wissenschaft kein Beweis dafür geliefert werden konnte, dass diese in irgendeiner Form wirksam, sicher oder überhaupt notwendig ist. Nach unseren neusten Informationen sind wir mittlerweile sogar überzeugt, dass pharmazeutische Impfmaßnahmen eher das Gegenteil bewirken als sie versprechen.

Hier ein kurzes Resümee unserer Erkenntnisse:

Zur Wirksamkeit – In Deutschland und weltweit gibt es genügend Beispiele dafür, dass viele pharmazeutisch Geimpfte trotzdem die Krankheit bekommen und die Maßnahmen somit unwirksam sind. In China z.B. liegt die Durchimpfungsrate aufgrund einer Impfpflicht für Masern bei 99%. Trotzdem wurden im Zeitraum von 2005 bis 2013 ca. 400.000 Masernfälle und 368 Maserntodesfälle gemeldet. Zudem haben wir bisher keine einzige Hersteller-unabhängige Studie gefunden, die die positive Wirksamkeit von pharmazeutischen Impfungen ausreichend belegt und alle Kriterien für eine wissenschaftlich korrekte Zulassungsstudie erfüllt. Falls Ihr doch eine findet, sagt uns bitte Bescheid!

Zur Sicherheit – Bei keinen der pharmazeutischen Impfungen kann eine gesundheitsschädliche Nebenwirkung ausgeschlossen werden. Im Prinzip wird eine Garantie, dass der Patient nach der Impfung genauso gesund bleibt wie vorher, ausgeschlossen. Das würde auch gar nicht gehen. In den Impfstoffen sind Mittel wie Quecksilber, Aluminium, Formaldehyd und Ähnliches enthalten, die alle nicht besonders gesundheitsförderlich sind. Studien belegen, dass Impfstoffe mit vielfachen Gehirnstörungen zusammenhängen. Die Zahl der vor Gericht anerkannten Impfschadensfälle (z.B. Multipler Sklerose, Autismus) nimmt weltweit zu. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Zudem zeigte eine unabhängige Auswertung der staatlichen KiGGS-Studie von der Informatikerin Angelika Müller, dass nicht geimpfte Kinder und Jugendliche deutlich weniger von Heuschnupfen, Neurodermitis, Nickelallergien, ADHS, Skoliose, Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen, der Häufigkeit mancher Infektionen, der Notwendigkeit von Logopädie sowie dem Tragen einer Brille betroffen waren als ihre geimpften Spielkameraden.

Zur Notwendigkeit – Ein gutes Beispiel hierfür ist die allseits beliebte Tetanusimpfung. Schätzungsweise gibt es jährlich hunderttausende Kinder die nicht gegen Tetanus geimpft wurden. Und trotzdem gibt es in Deutschland jährlich nur fünf bis zehn Erkrankungsfälle sowie vereinzelte Todesfälle. Todesfälle bei Kindern unter 15 Jahren gibt es seit ca. 30 Jahren nicht mehr. Auch wenn man davon ausgeht, dass alle Tetanusfälle nur bei den ungeimpften Menschen aufgetreten sind, wäre das Risiko, an Tetanus zu erkranken und gar daran zu sterben nicht der Rede wert. Dies gilt im Prinzip für die meisten Infektionskrankheiten, wenn nicht gar für alle in unserer Wohlstandsgesellschaft. Dennoch wird in den Massenmedien oft und gern über die seltenen Erkrankungs- und noch selteneren Todesfälle berichtet. Die Zahlen der Todesfälle durch Infektionskrankheiten wie Influenza sind reine Schätzung und nicht konkret ermittelt. Gesundheits- und Seuchenämter haben in der Vergangenheit wiederholt dazu tendiert die Zahlen so hoch wie möglich zu schätzen.

Wir würden die „Ente“, unsere treue Hochzeits- und Familienkutsche und zudem noch unseren neuesten Küchengehilfen Magimix Compact 3200 XL (Sehr empfehlenswert! Super leise, effektiv und lange Garantie!) verwetten, dass wenn man, bei gleich bleibender Informationspolitik, die Leute einfach nur mit einer harmlosen Kochsalzlösung „beimpfen“ würde, es allein durch den Placebo-Effekt mindestens genauso wirksam und zudem 100% ohne gesundheitsschädlichen Nebenwirkung  wäre. Aber wenn das die Bevölkerung mitbekommen würde, wäre es natürlich ein Riesenskandal!

Trotz all dieser Erkenntnisse sind wir keine Impfgegner. Wir haben die gleichen Interessen wie die Mehrheit. Wir wollen sehr wohl, dass die Gesellschaft vor Seuchenepidemien ausreichend geschützt ist und bleibt. Genauso wollen wir aber auch, dass unsere Kinder gesund sind und frei von Allergien, Hautkrankheiten oder gar Nervenschäden bleiben. Wir sind für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, die allen Menschen ermöglicht auf natürliche Weise das körpereigene Immunsystem zu stärken und zu erhalten. Es macht unseres Erachtens keinen Sinn die Bevölkerung und erst recht Kinder mit einem Cocktail aus Giftstoffen und auf beispielsweise Hühnereiern vermehrten Erregern oder gar aus Zellen eines abgetriebenen Babys generierten Zelllinien zu injizieren, deren positive Wirksamkeit nie bewiesen wurde, und somit deren Immunsystem auf lange Sicht zu schwächen und ihre Anfälligkeit für Autoimmunkrankheiten (Mehr dazu hier) zu erhöhen.

Für dieses geschickt aufgebaute pharmazeutische Impfsystem bezahlen wir jährlich sehr viel Geld, welches am Ende nur den Großinvestoren der Pharmaindustrie zu Gute kommt. Selbst für die macht es aber keinen Sinn. Sie generieren zwar mit den verschiedensten Krankheiten, die durch Impfnebenwirkungen entstehen, noch höhere Profite, werden aber damit auch nicht glücklich. Ihre Sättigungsgrenze für Geld müsste schon längst überschritten sein. Mittlerweile müssten auch sie die Einsicht haben, dass man mit egal welcher Menge Geld keine Gesundheit, kein Glück und erst recht keine Liebe kaufen kann. Nicht mal die wirkliche Macht über das Leben und den Tod sind käuflich. (Filmtipp für hartgesottene Alles-ist-möglich-Denker: „Thrive“)

Wäre es nicht sinnvoller mit diesem Geld die oben genannten drei Hauptfaktoren für eine epidemiefreie immunstarke Gesellschaft: gesunde Ernährung, sauberes Wasser sowie Hygiene-maßnahmen, zu verbessern?

Es gibt genügend Handlungsbedarf. Allein die Abkehr von der konventionellen chemiebasierten Landwirtschaft und pharmazeutisch aufgeputschten Massentierhaltung hin zu einer ökologischen, nachhaltigen und regionalen Lebensmittelversorgung wäre ein enormer Fortschritt. Die Menschen würden wieder ausreichend natürliche Nährstoffe ohne chemische Zusätze zur Verfügung haben, die Wasserqualität würde sich deutlich verbessern und auch die Luft wäre weniger durch Pestizide u. ä. belastet. Gleichzeitig könnte man anfangen wirklich faire Handelsbedingungen für die wirtschaftlich ärmsten Länder zu schaffen und denen die optimalen Bedingungen ermöglichen selbst die drei Hauptfaktoren für eine epidemiefreie Gesellschaft zu etablieren.

Die vielen freiwerdenden Biologen und Chemiker aus der Pharmaindustrie könnte man wiederum im Sektor Hygiene einsetzen, um neue Konzepte und Ideen in unserem teils sehr vernachlässigten sanitären Reinigungssystem zu implementieren, durchzuführen und auszuwerten. Der Beruf des Reinigungspersonals könnte durch eine faire Belohnung und besseren Ausbildungsbedingungen deutlich aufgewertet werden.

Den Ärzten könnte man wieder mehr Zeit und Geld für eine echte gesundheitliche Beratung geben. Sie müssten sich keine Sorgen mehr um die vielen potentiellen Impfnebenwirkungen machen, die dem Patienten meist vorenthalten werden und hätten auch keine Einkommenseinbußen, wenn sich seine Schützlinge nicht pharmazeutisch impfen lassen. Langfristig kann damit der Arzt auch unabhängiger und fortschrittlicher sein. Wer weiß, vielleicht steigt damit auch seine Bereitschaft sich mit den kostengünstigeren pharmazeutisch unbelasteten Methoden wie Meditation, Fasten und Ernährungsumstellung zu beschäftigen, die nach den neuesten wissenschaftlichen Studien beeindruckend belegen, dass diese langfristig und nachhaltig zu einer deutlichen Verbesserung der mentalen als auch körperlichen Gesundheit beitragen. Und das ohne gesundheitsschädliche Nebenwirkungen!

Ach übrigens, Papa Moto ernährt sich seit nun 12 Tagen nur von frisch gepressten Gemüse- und Apfelsäften und fühlt sich blendend. Mit regelmäßigen Einläufen und Cassia Fistula wird der Darm zusätzlich von Altlasten gereinigt. Mit dieser Saftfasten-Therapie wird der gesamte Verdauungstrakt auf Vordermann gebracht und der Körper hat die Gelegenheit all die Giftstoffe, die sich über die Jahre im Gewebe angesammelt haben, loszuwerden. Somit kann der Körper dann wieder besser die notwendigen Nährstoffe aufnehmen und unnötige Umweltgifte schneller ausscheiden (Filmtipp zum Thema). Zudem wurde wieder eine Leber-Gallen-Reinigung durchgeführt. Fast täglich werden jetzt auch die fünf Tibeter praktiziert und Klimmzüge mit Baby Yasu in der Trage gemacht. Auf unserer neu erworbenen Therapie-Liege von Ceragem gönnen wir uns täglich Massage, Akupressur und Infrarot-Wärme in Kombination und stärken somit zusätzlich unsere körpereigenen Abwehr- und Heilungskräfte. Mit der KonMari-Methode (Buchtipp: „Magic Cleaning“) hat Mama Lisa in den letzten Monaten  unsere Wohnung effektiv entrümpelt und von bisher unbekannten materiellen Altlasten befreit sowie ein System geschaffen, bei der wir leicht Ordnung halten können und schnell alles wiederfinden. Somit haben wir deutlich weniger Aufwand für die Reinigung der Wohnung und bleiben stressfrei.

Das alles klingt naiv? Ok, warten wir ab. Wir sind zuversichtlich. Die Veränderung hat schon begonnen. Genauso wie fossile/atomare Energie, Massentierhaltung, Plastik-herstellung oder auch Großbanken, können monopolistisch orientierte Systeme die auf reine Profit- und Machtmaximierung, gezielte Fehlinformationen und massiven Lobbyismus (in anderen Worten: Gier, Angst und Manipulation) aufgebaut werden, sich in einer gesunden vernünftigen Gesellschaft nicht lange halten. Vergleichsweise entstehen solche schädlichen Monokulturen in einer intakten Naturlandschaft erst gar nicht. Auch in der Tierwelt gibt es keine Art die solche selbstzerstörerischen Tendenzen langfristig zulässt. Das deutet darauf hin, dass der Mensch vielleicht nicht unbedingt die intelligenteste Spezies auf dieser Erde ist. Nun ja, wir sind alle Kinder von Mutter Erde. Wie alle Kinder machen wir unsere Dummheiten und Fehler. Wir können froh sein, dass wir eine ausgeglichene Mutter Erde voll Geduld, Nachsicht und Verständnis haben, die uns sanft und beständig auf unsere Fehler hinweist. Jede andere stressbeladene Mutter hätte uns für alle unsere Missetaten an ihr schon längst mehrmals angeschrien, uns ihrer Liebe entzogen und ins Zimmer gesperrt. Wir würden wohl jetzt ein Kindheitstrauma durchleben. So können wir aber selbst aus unseren Fehlern lernen und Einsicht gewinnen.

Deshalb steigt auch die Zahl der Menschen, die aus diesen zuvor genannten Systemen, wie auch dem pharmazeutischen Impfsystem, austreten stetig. Gleichzeitig unterstützen und fördern diese Erdenbürger dann die auf Nachhaltigkeit orientierten Projekte und Gemeinschaften, die sich für eine faire Aufteilung der Erträge, achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie eine transparente Informationspolitik (In anderen Worten: Güte, Liebe und Verständnis) einsetzen. In Deutschland allein gibt es beispielsweise immer mehr unabhängige Ökostromanbieter (z.B. EWS), Vereine für solidarische Landwirtschaft, Unverpacktläden, Nachhaltigkeitsbanken oder auch Ärzte die sich der alternativen Gesundheitslehre zuwenden.

Jede Diskussion über einen Impfzwang führt dazu, dass, so wie wir, sich die Leute fernab der Massenmedien informieren (z.B. impfdilemma.de, Film: Wir Impfen Nicht!, seimutig.tv, Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.Libertas & Sanitas) und dann vielleicht auch noch einen Blog über ihre Erkenntnisse schreiben. Jede pharmazeutische Impfpflicht an Kindergärten, Schulen und Arbeitsplätzen führt langfristig dazu, dass Ungeimpfte motiviert werden passendere Alternativen zu finden oder gar zu gründen (z.B. Kindergärten/Schulen für ungeimpfte/gesunde Kinder mit den höchsten Ernährungs-, Wasser- und Hygienestandards sowie entsprechenden Lehrinhalten). Jede Gängelung, jede Diffamierung oder gar Mobbing ermutigt die Menschen sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen sowie gegenseitig zu unterstützen und notfalls auch, sich friedlich zu wehren.

Das alles heißt aber nicht, dass wir uns ausgrenzen wollen oder uns gar als besser als andere sehen, die es anders handhaben. Wir respektieren und akzeptieren alle Lebensweisen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen eines glücklichen und gesunden Lebens, hat andere Hintergründe, Vorgeschichten sowie Zukunftspläne.

Wir haben für uns entschieden, dass wir in einer Welt leben wollen, voll von innovativen regenerativen Energieformen, mit einer nachhaltigen natürlichen Landwirtschaft, mit der die Bauern, aber auch die Tiere wieder frei und unabhängig leben können und einem Gesundheitssystem, in dem Ärzte fair bezahlt werden, wenn sie mit ihren Patienten wirklich reden und diese gesund bleiben, statt auf die Zuwendungen von Pharmafirmen mittels Medikamentenverschreibungen angewiesen zu sein. Wir wollen in einer Gemeinschaft leben, die jederzeit Güte, Liebe, Toleranz und gegenseitiges Verständnis zeigt.

Wir danken dem Universum, dass wir dieses Leben bereits leben dürfen! Ihr seid alle jederzeit herzlichst eingeladen uns in unserer Welt zu besuchen! Wir freuen uns darauf Euch wiederzusehen oder neu kennenzulernen! 🙂

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Demnächst kommt der Film „Game Changers“ weltweit in die Kinos. Das ist sehr wahrscheinlich der nächste wichtige Schritt hin zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung durch vegane Lebensmittel mit prominenter Unterstützung von James Cameron, Arnold Schwarzenegger, Jackie Chan, Lewis Hamilton, Novak Djokovic und vielen erfolgreichen Spitzensportlern aus der ganzen Welt! 🙂

Lisas Schlemmerblog Special zur Stillversorgung

Seitdem wir (Lisa am 1.11.2014 und Moto Februar 2011) unsere Lebensweise auf vegan umgestellt haben, erweitert sich unser Blick über den Tellerrand stetig. Es scheint so, dass wir einen bis zum Lebensende andauernden Lernprozess in Schwung gebracht haben. Wie eine Reise zu einem fernen Land entdecken und erleben wir immer wieder Ungeahntes und Faszinierendes. Unsere Wissens­schatz­kammer füllt sich fortwährend mit erstaunlichen Erkenntnissen.

Anfangs waren es noch die banalen und doch recht nützlichen Auseinandersetzungen mit unzähligen Küchengerätschaften. Mittlerweile sind wir sehr versiert mit dem Keramikmesser, kennen die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines 2PS-Mixers, sind routiniert im Entsaften mit dem Slow-Juicer und können aus dem Dörrgerät die mit herkömmlichen Kartoffelchips wettbewerbs­fähigen Grünkohlchips zaubern.

Wesentlich tiefgründiger waren unsere Erfahrungen mit Entgiftungs- und Reinigungsmaßnahmen, um insbesondere unser Verdauungssystem wieder auf Vordermann zu bringen. Alle vom Menschen benötigten Nährstoffe, inklusive dem ominösen B12, findet man zu Genüge in der Pflanzenwelt. Meist ist unser Körper aber durch jahrelangen Konsum von tierischer und industriell-gefertigter Nahrung mit Schlacken sowie Schadstoffen so sehr belastet, dass die Aufnahmefähigkeit dieser Nährstoffe fernab von optimal ist. So haben wir die verschiedensten Detox-Maßnahmen, angefangen von einfachen Fastenkuren, Intervallfasten bis hin zur Leber-Gallen-Reinigung ergriffen und teils auch in unseren Alltag integriert, womit wir uns von vielen Altlasten befreien konnten. Ein sehr unterhaltsamer Film zu diesem Thema den wir uns angeschaut haben und der bei uns einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, war „Fat, sick and nearly dead“ von Joe Cross. Da sich in unserem Geist ebenfalls allerlei psychologischer Müll ansammelt, haben wir hierzu auch die interessantesten Methoden durchgeführt und sind auf unserer Entdeckungsreise einiges an Ballast losgeworden.

Relativ bald entdeckten wir auch die roh-köstliche Küche und konnten uns ihrer verführerischen Anziehungskraft nicht entziehen. Hier tauchten wir ein in eine Welt voller kulinarischer Neuheiten.

Unzählige essbare Wildpflanzen aus der Umgebung, die geschmacklich erstaunlichsten Fruchtsorten aus den Tropen oder die Vielzahl sowohl an einheimischen als auch exotischen Superfoods haben es uns sehr erschwert eine einseitige Ernährung fortzuführen. Hinzu kommen noch die qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungs-mittel die von der neuen Generation von Rohkostexperten nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen konzipiert, hergestellt und z.B. hier vertrieben werden. Diese kleinen Pillen und Tabletten sind insbesondere dann praktisch, wenn man mal, wie rund um Weihnachten, seinen optimal ausgeklügelten Ernährungsplan dann doch nicht mehr so genau nimmt oder gerade in der sonnenarmen Winterzeit einfach auf Nummer sichergehen will.

Am Anfang unseres Weges war alles noch sehr übersichtlich. Mittlerweile befinden wir uns in einer paradiesischen Dschungellandschaft wo die Artenvielfalt täglich zunimmt. Die pflanzenbasierte Ernährungsform mit all seinen Facetten bietet mittlerweile für jede Lebenssituation sowie –phase schmack- und nahrhafte Auswahlmöglichkeiten. Bisher hatten wir uns recht wirksam darauf konzentriert unsere eigene Gesundheit und Fitness mit der veganen Ernährung zu optimieren. Mit der Schwangerschaft und Geburt unseres Sohnes haben wir in dieser Hinsicht wieder ein neues Terrain betreten. Jetzt geht es auch darum den wundervollen Wachstumsprozess von unserem kleinen Energiebündel so bedacht und vollwertig wie möglich zu unterstützen, bis es dann selbst die eigene kulinarische Forschungsreise starten kann. All unsere bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse gehen somit nun in die Ernährung unseres Säuglings ein.

Eine typische Still-Versorgung verteilt über den Tag zwischen 9 und 19 Uhr sieht bei Lisa derzeit wie folgt aus:

Detox-Kombi: Glas warmes Wasser mit lugolscher Jodlösung und Chlorella-Presslinge
Vitamin-Booster: Glas warmes Wasser mit Zitronensaft, B12, Kombucha sowie Vitamin C und Vitamin D3 + K2 Tabletten
Green-Smoothie-Bowl: Mix aus Banane, Birne, Gurke, Brokkoli, Wildkräuter/ Grassaftpulver, Baobab, Lucuma, Ingwer, Kurkuma, Pfeffer und Wasser in einer Bowl serviert mit einer Einlage aus Chia-Samen, Goji-Beeren, Rosinen, Berberitzen sowie einer halben Kaki und einem Topping aus Hanfsamen, Kokosflocken und Zimt.
Protein-Kick: Durian mit einem Glas Kokoswasser
Iron-Mix: Teller mit getrockneten Aprikosen sowie Pflaumen, Tamarinde, Feigen, Datteln (gefüllt mit Kokosöl, Paranüssen sowie Zimt), Apfel, Mandarinen und Spirulina Tabs.
Vital-Mix: Große Schüssel voll mit Feldsalat, kleingehackten Gemüse (Rote Beete, Kohlrabi, Fenchel u.ä.), getrockneten Sprossen (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne u.ä.), aktivierte Walnüsse, Pistazien, Hefeflocken, Wakamealgen sowie Granatapfel und einer abwechselnden Dressing-Mischung aus Oliven-, Avocado-, Sesam-, Lein-, Hanf- sowie Kürbiskernöl, Balsamico, Senf, Tamari, Kurkuma, Pfeffer, Dill und Bockshornklee.
Energie-Kugeln: Abwechselnd zusammengesetzt aus gekeimtem Buchweizen, gepopptem Amaranth, Erdmandelmehl, Mesquite, Carob, Lucuma, Kokosmus, Chia-Samen, aktivierten Mandeln, rohen Erdnüssen, Haselnussmus, Tahin, getrockneten Sauerkirschen sowie Rosinen gemischt mit warmem Wasser und eingerollt in Kokosflocken.
Milky-Shake: Mix aus Banane, Mandelmus, Vanille und Wasser.
Ego-Nahrung: Ein herzhaftes Gericht wie z.B. Zuchini-Nudeln mit Cashew-Tomatensauce oder Süßkartoffel-Erdnuss-Pasta.
Vitamin-Hupferle: Kapseln mit Moringa, DHA-EPA-Algenöl und Selen sowie Zinktabletten

Dazu wird über den ganzen Tag verteilt viel Aquion-Wasser (gefiltert und basisch) und Tee getrunken. Eine Extraportion Magnesium gibt es noch durch das Auftragen von Magnesiumöl auf die Haut mit Hilfe eines Sprays. Die B12-Versorgung wird noch zusätzlich über eine spezielle Zahnpasta gesichert. Der Mineralienhaushalt wird zudem immer wieder mit den Phyto Essentials aus den Rocky Mountains aufgefrischt.

Mit diesem Arsenal an täglichen Nährstoffen haben wir zumindest aus der aktuellen ernährungs­wissenschaftlichen Sicht  das Soll für eine optimale Muttermilch-versorgung erfüllt. Seitdem wir die anfänglichen Stillprobleme bewältigt haben und nicht mehr zufüttern müssen, legt Yasu täglich im Schnitt ca. 40 Gramm zu. Ein guter Indikator, dass die Muttermilch und die entsprechenden Zutaten was taugen. Aber wie wir es nun oft genug erlebt haben, können sich (z.B. durch ein neues Forschungsergebnis oder neu- oder wiederentdeckte besonderen Nährstoffe) die Ernährungs-Empfehlungen wieder sehr schnell ändern. Also bleiben wir weiter am Ball, verfolgen die neuesten Studien sowie Erfahrungsberichte und versuchen dabei doch gelassen zu bleiben.

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S: Außer Muttermilch erhält unser kleiner Erdling für sein Wachstum natürlich noch viel Aufmerksamkeit, Liebe und frische Luft. 🙂

Das Känguru-Prinzip

Trotz ET+10 (tatsächliche Geburt fand 10 Tage nach erwartetem Termin statt) ist unser Kind (wie jedes Kind) im Prinzip eine Frühgeburt. Mit seinem bisherigen Entwicklungsstand und entsprechenden Bedürfnissen wäre er im Mutterbauch für weitere drei Monate am besten aufgehoben gewesen. Hier hätte er unkompliziert weiter die meiste Zeit mit Schlafen und Gefüttertwerden verbringen können. Da aber aus evolutionären Umständen sein Kopf zu groß für den Geburtskanal gewesen wäre, hat die Natur uns unreife Eltern dazu bestimmt die besten Bedingungen für ein Nachreifen unseres Neugeborenen außerhalb von Lisas Bauch zu schaffen. Die Rolle der Plazenta haben nun die Brüste von Lisa übernommen. Die schaukelnden Bewegungen in der Gebärmutter sowie deren festumschließende warme Wand werden nun überwiegend mit einem Trage- oder Pucktuch simuliert. Die im Uterus hörbaren Geräusche (rauschendes Blut, Verdauung) werden je nach Situation mit Schhhh-Lauten, Staubsauger oder einer CD mit Regenklängen simuliert. Viele hilfreiche Tipps und Hintergrundinformationen für dieses Känguru-Prinzip fanden wir im Buch „Das glücklichste Baby der Welt“ von Dr. Harvey Karp.

Hätten wir zudem „Das Stillbuch“ von Hannah Lothrop schon vor der Geburt gelesen und frühzeitiger eine erfahrene Stillberaterin konsultiert, wären wir wohl entspannt und bestens vorbereitet für das sogenannte „vierte Trimester“ unseres kleinen Säug- und Traglings gewesen. So durften wir stattdessen wohl die lehrreichsten und intensivsten sechs Wochen unseres bisherigen Lebens verbringen. Eine ungünstige Kombination aus suboptimaler Brustwarzenform, Anfangsfehler beim Anlegen, ungewohnten Schmerzempfindungen und Unsicherheit bezüglich der Stillzeiten hatten in den ersten zwei Wochen zu wunden Brustwarzen sowie einem Milchstau geführt, welche später eine Brustentzündung begünstigten. Als kurzfristig Yasus Gewicht (mit 3000 Gramm) unter einen kritischen Wert gefallen war, haben wir auf Anraten unserer damaligen Wochenbetthebamme bei drei Stillmahlzeiten mit einem Babypulver auf Kuhmilchbasis zugefüttert. Nachdem sich die Muttermilchversorgung mit Hilfe einer Milchpumpe, zusätzlicher Brustmassage, positiven Gedanken sowie einem strikteren Stillzeitplan verbessert hatte, haben wir uns entschlossen das Zufüttern nicht fortzuführen. Yasu hatte zudem nach dem Zufüttern eine belegte Zunge bekommen und beim vierten Mal ganz die Beigabe von Kuhmilch-Pulver verweigert. Hinzu kamen auch unsere gesundheitlichen Bedenken bezüglich der Kuhmilch im Allgemeinen, die uns aus diversen Studien (siehe z.B. „Milchlüge“) bekannt waren.

Wir hatten mit unserem Vorgehen eine angemessene Gewichtszunahme von über 200 Gramm innerhalb von 10 Tagen erreicht. Die U2 und U3 sowie die dazugehörigen Laboruntersuchungen von Yasu waren unbedenklich, es gab regelmäßig „Kaka“ und „Pipi“, leuchtende Augen, gesund wirkende Haut und es wurde schon seit dem 11. Tag immer wieder mal gelächelt. Zwischenzeitlich hatten wir persönlich oder telefonisch stillerfahrene Mütter aus unserem Bekanntenkreis, darunter auch eine Stillberaterin sowie eine Hebamme, nach Ratschlägen und ihrer Meinung gefragt. Die meisten Empfehlungen unterstützten die folgende Aussage aus dem zuvor erwähnten „Das Stillbuch“: „Dies (das Zufüttern) ist nur in manchen Ausnahmefällen sinnvoll. Wenn wir zufüttern, kommt die Milchproduktion gar nicht richtig in Gang, im Gegenteil – sie nimmt sehr schnell wieder ab. Zufüttern initiiert eigentlich den Abstillprozess. Anstatt Mütter durch mancherlei Anweisungen zu verunsichern, sollten sie in ihrem Vertrauen gestärkt werden, dass sie ganz sicher ihrem Baby alles geben können, was es braucht.“ Da wir unserem Kind neben der emotionalen Bindung auch die durch wissenschaftliche Studien belegten gesundheitlichen Vorteile (im Vergleich zur Flaschenernährung signifikant niedrigere Wahrscheinlichkeit von Fettsucht/ Zuckerkrankheit/ Multiple Sklerose/ Krebserkrankungen/ plötzlicher Kindstod/ Karies/ Suchtanfälligkeit etc., höhere IQ-Werte, besseres Sehen etc.) durch das Langzeitstillen gewährleisten wollen, sind wir bemüht auch durch Inkaufnahme von Schmerzen und höheren Zeitaufwand die optimalen Bedingungen hierfür zu schaffen.

Leider verschlechterte sich dann stressbedingt die Stillsituation wieder zwischenzeitlich und das Gewicht von Yasu fiel wieder kritisch bis 3100 Gramm, so dass wir uns auch auf Anraten von zwei weiteren Stillberaterinnen dann doch erneut entschieden ihn zeitweilig zuzufüttern. Unter Rücksprache mit unserem Kinderarzt verwendeten wir zum Zufüttern abwechselnd Muttermilchspenden von zwei anderen stillenden Müttern (Danke Edwina und Pia!) und die weitgehend pflanzenbasierte SL-Milch von Humana. Einen guten Überblick über Kuhmilch-freie Muttermilch-Alternativen findet man hier bei tofufamiliy.de.

Mit dieser Zufütterungsmaßnahme hatten wir bereits nach vier Tagen eine überdurchschnittliche Gewichtszunahme erreicht. Da sich zugleich auch das Stillen wieder deutlich entspannter gestaltete, wurden die fremdbezogenen Milch-Beigaben wieder abgesetzt. Zur milchfördernden Still-Entspannung beigetragen haben dabei unter anderem die Aroma-Öle von doTerra, Katherinas Emotionalcoaching, die innere und äußere Anwendung von Kurkuma, Donut-Schutzvorrichtungen für die Brustwarzen, Malzbier, Dill, Bockshornklee, Kohlwickel, Wärmeente, Heiß-Kalt-Duschen, Yoga, Mantralieder, Massagen, Healing Codes, Fussbad sowie eine beherzt anpackende Hebamme, die Lisa zeigte wie man den letzten Rest an Warzenvorhof in Yasus Mündchen bekommt. Ach ja, und der unglaublich wertvolle Hinweis zum richtigen Augenblick von einer guten Freundin: „Ihr macht das schon richtig, lasst Euch nicht verrückt machen!“

Seitdem verspüren wir wieder täglich ein Aufblühen unseres jungen Familienglücks. Yasu nimmt kontinuierlich zu, Lisas Brustwarzen werden immer ansehnlicher sowie schmerzfreier und wir haben wieder die Muse einen Blog zu schreiben. Auch das windelfreie Abhalten klappt immer besser. Mama und Papa haben einen Riesenspaß dabei die großen und kleinen Geschäfte ihres Sohnes über dem Waschbecken zu unterstützen. Es ist faszinierend zu sehen wie konzentriert ein so kleines Wesen dabei schon schauen kann und wie sich die Freude über die anschließende „Erleichterung“ in einem Babylächeln widerspiegelt.

Wir haben in dieser herausfordernden Zeit sehr viel Unterstützung und Zuspruch in verschiedenster Form durch unsere Familie und unsere Freunde erfahren dürfen. Wir haben alle möglichen Babysachen, angefangen von Babybekleidung bis hin zur Babywiege, geschenkt bekommen, so dass wir außer einem gebrauchten Kinderwagen nichts mehr hinzukaufen mussten. Hinzu kamen noch großzügige Geldspenden, die vielen lieben Glückwunschkarten, -anrufe und –emails sowie abwechslungsreichen Besuche. Desweiteren wurden wir auch reichlich mit nahrhaften Essenslieferungen für Lisas Milchproduktion beglückt. Das alles hat uns sehr geholfen und wir sind allen Beteiligten unendlich dankbar! Es tut so gut, Freundschaften und Familienverbundenheit in dieser Form zu erleben!

Das vierte Trimester ist noch nicht vorüber, aber wir sind wieder sehr zuversichtlich die optimalen Bedingungen für unseren Strampler geschaffen zu haben, um ihm eine achtsame und gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Wir werden uns weiter aktuell und vielseitig informieren, so dass wir mit unserer Intuition zusammen die besten Entscheidungen für unser Kind treffen können.

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

Hausgeburtstagsparty

Unser Sohn Yasuki erblickte an einen herbstlichen Sonntagmorgen in unserem Wohnzimmer die Welt. Es war eine unkomplizierte und kurzweilige Angelegenheit. Nachdem gegen halb drei Uhr morgens bei Lisa die Wehen einsetzten, begannen wir mit den letzten Vorkehrungen für die Ankunft unseres neuen Erdenbürgers. Das Wasser im Geburtspool wurde eingelassen, die Heizung wurden aufgedreht, die Kerzen angezündet und der Tee wurde gekocht. Eine Pause zwischen zwei Wehen nutzte Lisa dafür drei Engelchen aus der Bio-Bengelchen Tee-Probier mal!-Packung von Sonnentor zu basteln. Halb Sieben war dann eine gute Zeit, um unsere Hebamme Michelle anzurufen. Wir wollten ihr noch etwas Schlaf gönnen. Hätten wir gewusst, dass sie schon seit 3 Uhr morgens wach war und Serien angeschaut hatte, haha.

Während unser Fruchtwasserwesen die erste Hälfte des Geburtskanals gemächlich durchrutschte, verweilte Lisa im Geburtspool und atmete in den einzelnen Wellen nach der Hypnobirthing-Methode. Mit unterschiedlichen Körperhaltungen und Positionsänderungen unterstützte Lisa die Rutschpartie. Im Hintergrund lief Mantramusik von Snatam Kaur. Moto hatte die ehrenvolle Aufgabe immer wieder Lisas Kreuzbein mit den Handflächen zu drücken. Währenddessen wurden wir sehr rücksichtsvoll von unserer Hebamme betreut. In regelmäßigen Abständen überprüfte sie die Herztöne und gab uns stets die Zuversicht, dass alles gut verläuft. Wir hatten dann auch noch den Luxus, dass mit Melanie und Sarah zwei weitere Hebammen hinzukamen. Somit hatten wir zu den gebastelten drei Engelchen auch noch die Originale als Unterstützung dabei. (Die Original-Engel können hier bestellt werden)

In der zweiten Hälfte der Geburtskanalreise erhöhte sich der Wellengang. Hierfür stieg Lisa aus dem Pool, um es sich auf der vorbereiteten Matte unter unserem Hängesessel gemütlich zu machen. Die Geburtsbegleitmusik wechselte von sanften Mantragesängen zu den mehr rhythmusbetonten Popliedern von  Lisa Stansfield und Gabrielle. Frauen-Power pur! Die Abstände zwischen den Wehen wurden kürzer und auch der Umgangston wurde ruppiger (O-Töne Lisa: „F…!“, „Das mach ich nie wieder!“). Moto hatte weiter die ehrenvolle Aufgabe Lisas Kreuzbein mit den Handflächen zu drücken.

Um 9:13 war es dann soweit. Lisa hielt sich am Hängesessel fest und kniete auf dem Hochzeitstuch mit Herzausschnitt durch das sie Moto genau 20 Monate vorher getragen hatte. Moto kniete vor Lisa auf dem Boden mit geschlossenen Augen und war gerade dabei eine meditative Entspannungsübung anzusetzen, um alle Sorgen rund um die Geburt loszulassen. Dann machte es flutsch und es war da! Moto durfte dieses glitschigen Knäuel zuerst in die Arme nehmen, welches sich dann sehr bald mit kräftigem Begrüßungsschrei zu einem Baby entfaltete. Die Übergabe des kleinen Wesens mit Meister-Yoda-ähnlichen Gesichtszügen an Lisa erfolgte relativ schnell, zumal Moto mit so viel Verantwortung auf einmal zu diesem Zeitpunkt etwas überfordert war. Leicht blutverschmiert ruhten dann farblich passend Mutter und Kind eine Weile auf dem rot-schwarzen Eintracht-Frankfurt-Handtuch. Zur Begrüßung unseres konfessionslosen Erdenkindes läuteten im Hintergrund die Kirchglocken.

Im Nachgang leistete uns noch die Plazenta Gesellschaft. Wir warteten ab bis unser neuer Herr im Haus den letzten Tropfen Blut aus seiner treuen Fruchtblasengenossin ausgesaugt hatte, bevor Moto voller Ehrfurcht die Nabelschnur durchtrennen durfte. Als Dank für ihre aufopfernden Dienste aßen wir frisch gebackenen Eltern noch eine Woche lang ein Stückchen von ihr. Einmal pur und die weiteren Male vermischt im Frühstücks-Smoothie verzehrt, sollten diese Leckerlis u.a. die Abwehrkräfte gegen Wochenbettdepressionen stärken. Ein weiteres Stückchen wurde für die Herstellung von Plazenta-Globolis an Mentop geschickt, welche künftig als heilpraktische Erinnerungskügelchen für unseren heranwachsenden Sohnemann an seiner Weggefährtin dienen sollen. Der Rest wartet in der Gefriertruhe darauf bald an einem schönen Platz vergraben zu werden, um darauf einen Baum für unseren neuen Erdling zu pflanzen.

Nachdem die wesentlichen Formalien, wie etwa Großeltern, Tanten und Onkel anrufen sowie das Wiegen (3380 Gramm) und Messen (54 cm), erledigt wurden, konnte die Hausgeburtstagsparty richtig beginnen. Lisa hatte extra für dieses Event eine Cashew-Käse-Torte (Rezept-Link) zubereitet. Unsere Hebammen und alle unsere Besucher in der ersten Woche erhielten ein Stückchen von diesem Geburtstagskuchen. Am Geburtstag an sich gesellten sich noch die Großeltern mütterlicherseits zu uns. Dabei betrieb der Großpapa ein Event-Hopping der besonderen Art. Heute mit seinem neuen Enkelkind gefeiert, am nächsten Tag schon auf dem Flug nach Hawai, um dort den Marathon zu laufen. Die Großeltern sorgten auch gleich dafür, dass die weiteren Verwandten benachrichtigt und mit Fotos versorgt wurden, zumal sie in Gegensatz zu uns auch mit modernster Smartphone-Technologie ausgestattet waren. Abschließend wurde noch etwas mit der Gitarre musiziert. U.a. wurde das Lied „Kind der Erde“ vom Papa und „Wie schön dass Du geboren bist“ von der Großmama gespielt und besungen.

Dank einer hervorragenden Betreuung durch das Team der Milla Hebammenpraxis durften wir somit eine wunderschöne Geburt in unserem vertrauten Wohnzimmer erleben. Es war ein emotionaler Höhenflug mit leichten Turbulenzen und einem sanften aber dennoch imposanten Flutsch durch den Zielausgang. Ein unvergessliches Ereignis wovon wir sicher noch unseren Urenkeln erzählen werden. Für uns war es zudem ein gelungener Start in ein neues Leben zu dritt. Wir sind unendlich dankbar für diese enorme Bewusstseinserweiterung. Voller Zuversicht und Vorfreude erwarten wir nun all die vielen Abenteuer sowie Herausforderungen die uns bald bevorstehen.

Ach ja, hier noch drei Empfehlungen von Büchern, die uns kurz vor der Geburt noch eine Extraportion Selbstvertrauen für eine natürliche Hausgeburt gegeben haben: Für eine positive Grundeinstellung lieferte Joe Dispenza mit seinen Buch „Ein neues Ich“ sehr praktische Meditationsanleitungen und für eine bessere spirituelle Verbindung zu unseren Kind fanden wir viele Anregungen in den Büchern von Neale Donald Walsch („Gespräche mit Gott“) sowie von Anne und Daniel Meurois-Givaudan („Die neun Schritte ins Leben“).

 

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

 

P.S.: Yasuki ist ein japanischer Name und lässt sich zu Deutsch übersetzen als „friedvolle Lebensenergie“. Wir rufen ihn „Yasu“ (sprich Jassu). J

Unser 9-monatiger Erlebnispfad in und für ein neues Leben

Unser großes Langzeit-Projekt „Permakultur-Waldgarten“ ist derzeit in einem Befriedungsprozess (siehe hier für Details: Freiheit für Tiere 4-2018_Antrag auf Jagdverbot Main-Kinzig-Kreis) und ruht seit dem Beginn von 2018, trotz eines klärenden Gespräches mit dem Umweltamt und dem Bürgermeister von Gründau sowie eines motivierenden Permakultur-Seminars  in Tübingen Mitte März. Ein wesentlicher Grund für diese Pause ist ein anderes kleines aber stetig wachsendes Projekt, das uns derzeit eine Riesenfreude bereitet. Nach einer ordentlichen innerlichen Reinigung zu Jahresbeginn (siehe Blog „Erlebnisbericht: Neujahrsputz“) waren wir zeugungsfreudig und haben unsere Familienplanung vorangetrieben. Gleich nachdem unser neuer Erdling es sich in Lisas Bauch gemütlich gemacht hatte, haben wir bei den Millas was Besonderes bestellt. Das hat sich unser Kind zum Geburtstag gewünscht: eine Hebamme! 😉

Die ausschließlich positiven Erlebnisberichte von Freunden und Bekannten sowie die beeindruckenden fundierten wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse und Statistiken zu diesem Thema, die wir in zahlreichen Büchern („artgerecht“ von Nicola Schmidt, „Naturgeburt“ von  Andrea und Michael Delias, „Alleingeburt“ von Sarah Schmid, „Hausgeburt“ von Frauke Lippens etc.) und auch Filmen („Birth Story: Ina May Gaskin and the Farm Midwives“ [2012], „Der erste Schrei“ [2007]) erfahren durften, haben uns überzeugt, dass eine Hausgeburt mit den entsprechenden Vorkehrungen für uns das Richtige ist. Um unseren neuen Erdenbesuch adäquat empfangen und gut verstehen zu können, haben wir angefangen entsprechende mentale und körperliche Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen.

Unsere große Bildungs- und Erlebnistour zur Geburtsvorbereitung starteten wir im April mit einer wunderschönen Reise an die Cote d’Azur zu Muzius und seiner Familie, wo wir unseren ersten Hochzeitstag feierten und den Frühlingsbeginn in all seiner Blüte erleben durften. Der 1. April war auch der Tag, an dem wir zum ersten Mal andere an unserem Glück haben teilhaben lassen. Daraufhin wurden wir prompt mit Stoffwindeln versorgt, die bald zum Einsatz kommen werden. Auf dem Heimweg waren wir noch in Paris und haben an der Seine Salsa getanzt und waren auf der VeggieWorld , wo wir uns mit vielen veganen Leckereien überwiegend aus der französischen Küche (Schokocroissant, Camenbert, Käsefondue etc.) verwöhnten. Zurück in Frankfurt haben wir uns bei der Lebensfreude Mitmachmesse eine seelische Massage gegönnt. Hier ist uns insbesondere der Vortrag vom Motivations-Coach Fred Herbst positiv in Erinnerung geblieben, der unter anderem mit seinem Zitat von Pipi Langstrumpf: „Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut!“ uns noch mehr Selbstvertrauen in unser Handeln vermitteln konnte. Ende April feierten wir den Geburtstag von unserem Freund Andreas in Fulda in Rahmen eines Rohkost-Potlucks sowie einer Wanderung auf die Wasserkuppe und gönnten uns dort einen Sprung in den Guckaisee.

Anfang Mai waren wir auf der Rohvolution in Mühlheim an der Ruhr. Hier deckten wir uns mit allerlei roh-veganen Köstlichkeiten ein und informierten uns über die neuesten Entwicklungen in der Rohkost-Bewegung. Nebenbei erhielten Lisa und unser Kind eine geistige Aufrichtung durch den Basen Coach Christian Poeschke. Anschließend fuhren wir nach Telgte, um die runden Geburtstage von Anke und Willi zu feiern. Einfach wunderbar und motivierend ein so lange glücklich verheiratetes Paar gemeinsam beim Feiern zu erleben!

Beim Akasha-Congress haben wir uns über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der alternativen Medizin kundgemacht. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, welche einfachen Methoden und natürlichen Mittel eine effektive und anhaltende Gesundung bewirken können. Die Grundidee aller alternativen Heilungsmethoden ist recht simpel und einleuchtend. Der Körper hat die Fähigkeit sich selber zu heilen. Die nötigen Voraussetzungen hierfür sind Entspannung und ein innerer Reinigungsprozess. Hierfür gibt es mittlerweile sehr viele Möglichkeiten fernab von Operationen und Medikamenten. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis beim Kongress war der Vortrag vom 70-jährigen Dr. Probst, der mit vollem Esprit und vielen lustigen Anekdoten seine wertvollen Erfahrungen für ein gesundes und glückliches Altern präsentierte.

Dann hat unser Bauchbewohner den sensationellen Pokalsieg von Eintracht Frankfurt über den sonst so übermächtigen FC Bayern München mitfühlen können. Moto hatte sich seinen Kindheitstraum erfüllt, indem er das Spiel live im Stadion mit seinen besten Kumpels aus Jugendzeiten erleben durfte. Am selben Wochenende verbrachten wir auch eine sehr schöne Zeit mit Jonas in Berlin, mit dem wir sehr interessante und inspirierende Gespräche führen konnten.

 

Das Seminar „Sehen ohne Augen“ Ende Mai hat uns wieder bewusst gemacht wie wichtig es ist auf die eigene Intuition zu achten und diese immer wieder durch Anwendung zu trainieren. Gerade bei Kindern, die bereits über sehr ausgeprägte intuitive Fähigkeiten verfügen, helfen die im Seminar vermittelten einfachen und kurzweiligen Spiele diese sinnvoll zu erhalten und auszuweiten.

Ein sehr schönes und berührendes Ereignis war auch die Taufe von Noam im Juni. Im kleinen Kreis, aber mit viel Herz und Fürsorge hatten Benjamas und Jakob eine wunderbare weltliche Zeremonie für ihren Schützling arrangiert. Mit sehr schönen Beiträgen von der Familie und Freunden sowie einem leckeren vegetarischen und veganen Buffet bei strahlendem Sonnenschein durften wir eine emotionale Feier erleben. Eine Art Event-Hopping betrieben wir dann zum zeitgleich stattfindenden Familienwochenende mit Jürgen, Doro, Cathy, Kristian, Freddy, Matilde, Jonas, Lydia und Olive. Ein sehr entspanntes Beisammensein, das wir sehr genossen haben. Hier haben sich auch die Cousinen Emilia und unser Kind schon mal aus den Bäuchen kennengelernt.

Wir haben uns zwischendurch auch Zeit genommen, um für den Weltfrieden zu beten und mehr Farbe ins Leben zu bekommen: Wir hatten einen Heidenspaß beim „Just-Love-Festival“ auf einer Ackerwiese zu zelten, mit einem Haufen von entspannten Yogis im Kreis Om zu chanten und das bunte Holi-Fest zu erleben. Eine sehr beglückende und unterhaltsame Taufe erlebten wir am gleichen Wochenende mit Julius, dem Wonneproppen von Melanie und Thomas. Es war zudem ein fröhliches Treffen mit vielen alten Schulkameradinnen von Lisa.

Im Juli gab es ein Wiedersehen mit den liebevollen und engagierten Seminarleitern Evelyn und Axel von „Sehen ohne Augen“ in Pforzheim bei ihrem alljährlichen Come-Together-Fest. Dieses Event haben wir auch genutzt um seit langem mal wieder Anna, Matze und Johanna in ihrem idyllischen Haus auf einem Hügel in einem Vorort von Pforzheim zu besuchen. Einen weiteren Fernbesuch erlaubten wir uns gleich im Anschluss bei Stephanie, Moses und Noah in Konstanz. Wir wurden jeweils sehr herzlich empfangen und konnten sehr erholsame Tage genießen.

Auch das Familientreffen mit Anke, Sabine, Ulrike, Bärbel sowie Matthias in Bad Sobernheim im gleichen Monat war sehr angenehm und erfrischend. Mit einem ausgiebigen Gang über den Barfußpfad konnten wir wieder eine sehr gute Erdung finden und unsere Energiekanäle öffnen.

An den „freien“ Sommerferientagen erkundeten wir oft die Badeseen und Naturschwimmbäder in der Umgebung und unser kleines Fruchtwasserwesen hatte ganz viel Spaß im Nassen. Besonders genossen haben wir die Aufenthalte am Kahler See bei Motos Eltern mit vorzüglicher japanischer Verköstigung durch Keiko.

Beim Rohkost-Sommercamp von Sonja Watt konnten wir von den Eltern, die bereits glückliche und gesunde Kinder im trauten Heim auf die Welt gebracht haben, wertvolle Ratschläge erhalten. Hier wurde wieder viel musiziert, getanzt und Erfahrungen ausgetauscht. Corinna von Futuroh verwöhnte uns zudem täglich mit leckeren Rohkost-Gerichten.

Ende Juli/Anfang August konnten wir bei einem Segeltörn auf dem Ijsselmeer bei angenehmen Wellengang und frischer Meeresluft neue Energie tanken. Hier kam auch unsere Ente seit langem Mal wieder zu einem Langstreckeneinsatz und konnte uns sicher zum Ausgangshafen sowie zurück nach Hause chauffieren.

Eine große berufliche Veränderung erlebte Moto gleich nach den Sommerferien. Ganz unverhofft hatte sich der Wunsch nach einer neuen beruflichen Herausforderung mit einem Schulwechsel näher zu unserem Grundstück realisiert. Die neue Schule mit spannenden Entwicklungsfeldern, ein sehr unterstützendes Kollegium sowie ein vitalisierender Radweg entlang des Mains haben den Einstieg besonders einfach gemacht.

Bei Lisa fanden die beruflichen Veränderungen schon etwas früher und schrittweise statt. Nach und nach hatte sie sich für eine unbestimmte Zeit von ihren Schülerinnen und Schüler verabschiedet, die sie mit vielen rührenden Dankeskarten und liebevollen Geschenken bedachten und sie so behutsam in den Mutterschutz schickten.

Eine wundervolle Hochzeitsfeier mit köstlichem veganen Buffet durften wir mit Jasmin und Aaron erleben. Im Bad Homburger Restaurant „Apfelkern und Kolibri“ wurden wir u.a. mit Pole-Dancing und Live-Musik sehr kurzweilig unterhalten und haben ein sehr glückliches Paar bewundert.

 

In September wurde der 60ste von Doro ausgiebig und in einem sehr herzlichen Rahmen gefeiert. Es wurde wieder viel gelacht und gesungen. Bei einer speziell für diesen Event engagierten mobilen Pizzabäckerei haben wir uns dann auch seit langem mal wieder eine leckere vegane Pizza gegönnt.

Zuvor hatten wir auch Cathy und Kristian in Wiesbaden besucht. Hier bewunderten wir die bezaubernde neugeborene Emilia.

Beim Bio-Scan von David, der uns bereits in März bei einem Rohkost-Potluck in unserer alten Wohnung einen Vortrag (Videolink wird noch aktualisiert) gehalten hatte, haben wir zusätzliche hilfreiche Tipps in Bezug auf die Ernährung für eine sanfte Geburt geholt. Faszinierend und motivierend waren auch die Seminare zu Hypnobirthing und zu „Elimination Communication“ (zu Deutsch missverständlich übersetzt als Windelfrei). Hier haben wir gelernt, dass der Geburtsprozess bei völliger Gelassenheit etwas Entspanntes sein kann und mit etwas Übung sowie mit dem Erlernen der Babysprache es wesentlich kosten- und zeitersparender ist, das Baby abzuhalten als Windeln wechseln zu müssen.

Die „Umzugsparty“ am Ende des Monats war auch ein sehr spannendes und freudiges Ereignis für uns. Recht spontan und zu einem Moment, in dem wir es nicht mehr erwartet haben, wurde unser Wunsch nach einer größeren Wohnung in einer ruhigeren Gegend in der Nähe von Natur sowie unseren Eltern erfüllt. Wir danken hiermit nochmal ganz lieb Anke & Matthias, Jürgen & Doro, Ondrej, Ken, Jasmin, Jakob, Christopher & Marie, Matthias P., Andres Br., Andres Be., Melanie & Thomas & Elena & Amalia mit Julius sowie Cathy & Kristian & Emilia für ihre tatkräftige Hilfe beim Renovieren und Kisten schleppen. Dank Euch konnten wir ein sehr angenehmes und zügiges Umziehen in unser neues Zuhause realisieren, wo wir jetzt schon gefühlt mehr Zeit auf dem Balkon verbracht haben als auf dem Balkon unserer alten Wohnung (Das waren für Moto 17 Jahre!)!

In Oktober waren wir bei einem Shiatsu-Workshop im Thüringer Wald, wo wir viel meditiert, getanzt, im Wald gewandert sowie Entspannungsübungen durchgeführt haben und uns mittels Meridian-Behandlungen einiges an seelischen Blockaden raus massieren ließen. Lisa bekam eine Holzbehandlung und fühlte sich daraufhin gestärkt und voller Kraft und Moto fand mehr Bodenhaftung (Element Erde). Ein besonderes Highlight war der letzte Abend im Wald mit Lagerfeuer, Gitarrenmusik und Übernachtung unter einem sternenklaren Himmel. Bei den erfrischend authentischen Seminarleitern Samira & Axel haben wir nochmal ordentlich Selbstbewusstsein aufgebaut und einen erstaunlichen Energieschub für den Alltag erhalten.

Beim Mantra-Gitarrenkurs von Gabi und Herbert haben wir wunderschöne Lieder aus allen spiriturellen Richtungen kennengelernt und gesungen (hier ein kurzes Video). Hier wurden wir von wohlklingenden Klangteppichen in eine liebevolle und harmonische Stimmung getragen. Jetzt haben wir einige Willkommenslieder für den Empfang Mitte November parat!

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Als letzte Vorbereitungsmaßnahme werden wir die Veggienale besuchen, um uns über die neuesten Entwicklungen bezüglich Nachhaltigkeit zu informieren.

Zuhause und bei allen Ereignissen waren wir stets gut mit frischen und meist naturbelassenen Lebensmitteln aus biologischem Anbau versorgt gewesen. Unsere ausschließlich pflanzenbasierte  und überwiegend rohköstliche Ernährung (fast immer zucker- und glutenfrei) kombiniert mit regelmäßigen Yogastunden (bei Klaus & Ludmilla und Aline), viel Bewegung (radeln, spazieren, schwimmen, tanzen etc.) und Ruhephasen, lange Aufenthalte in der Natur sowie in der Sonne haben Lisa bisher eine sehr angenehme Schwangerschaft ermöglicht. Um die wichtigsten Nährwerte auf einem sicheren Niveau zu halten, wurden auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel mit in den Speiseplan aufgenommen. Besonders bekömmlich war das Obst und Gemüse selbst geerntet aus dem Garten der bioveganen Solawi sowie die wöchentlichen Glückskisten-Lieferung von Shumei.

Wir sind unheimlich dankbar für all die schönen Erlebnisse, die Vielzahl an inspirierenden Begegnungen und die vielen Glückwünschen für die anstehende Geburt unseres Kindes. Wir sind glücklich, dass sich das kleine Wesen für uns entschieden hat und sind sehr froh, dass es in einer Zeit sowie in einem Umfeld geboren wird, wo vieles sich im positiven Wandel befindet. Die Menschheit ist dabei eine neue Bewusstseinsebene zu erreichen. Mit all dem vielen Sonnenschein, den Glückshormonen und dem ermunternden Zuspruch sowie der Unterstützung von allen Seiten, die wir während all unserer Erlebnisse in der Schwangerschaftsphase empfangen durften, freuen wir uns einfach auf die anstehende sanfte Hausgeburt unseres Kindes. Wir sind zuversichtlich, dass unser kleiner Sonnenschein bei all der Liebe und den Entfaltungsmöglichkeiten, die auch wir schon miterleben durften, eine friedvolle und glückliche Kindheit voller Freude und Entdeckungsgeist erleben wird. Wir danken dem Universum und Mutter Erde für dieses wunderschöne Leben!

Eure Lisa & Euer Moto

Neubeginn

Liebe Freunde und Familie,

Nach einem sehr konstruktiven Mitglieder-Treffen der Bio-Veganen Solawi Rhein-Main haben wir beschlossen uns vom „Anastasia“-Label Familienlandsitz zu trennen und uns bei unserem Projektvorhaben neu auszurichten. Wir bereuen die Lektüre der Anastasia-Bücher nicht. Wir haben viel Freude beim Lesen gehabt und es hat uns den Anlass gegeben unser Grundstück zu kaufen. Da wir aber bei vielen Inhalten der Bücher nicht genau wissen, was die Intention des Autors ist, werden wir von nun an unseren eigenen Weg gehen und uns nicht der Anastasia-Bewegung anschließen. Im Prinzip besinnen wir uns wieder auf unseren ursprünglichen Traum einen eigenen Waldgarten nach dem Permakultur-Prinzip zu gestalten, um dort bio-vegane Lebensmittel anzubauen und zu ernten.

So wie wir das auch in unserem ersten Zeitungs-Interview beschrieben haben. 🙂

Zeitungsartikel als Download (PDF)

GNZ Hauptartikel

Eure Lisa & Euer Moto

Nummer 1 lebt!

Irgendwann zwischen den Jahren fegte ein Sturm über Hessen hinweg, während Lisa und Moto sich nichtsahnend beim smartphone- und tagesnachrichtenfreien Gemeinschaftsfestival vom Großstadtleben erholten. Ein Sturm so heftig, dass sogar eine tapfere mongolische Jurte ihren Widerstand aufgeben musste. Ganz erschöpft vom Kampf lag Jurte Nummer 1, wie sie liebevoll von ihren Freunden genannt wurde, über die Neujahrstage auf der nassen Wiese und wartete auf Hilfe.

Nun ja, da Lisa und Moto nicht immer die besorgtesten Pflegeeltern sind, haben sie nach dem erbärmlichen Anblick von Nummer 1, sie erst mal liegen lassen und sind heim gefahren. Darüber hinaus haben Sie dann sogar unbesorgt und ausgelassen Lisas Geburtstag gefeiert. Erst ein Tag nach den Feierlichkeiten hat das junge Paar sich auf seine Fürsorgepflicht besinnt und war wieder voller Aufmerksamkeit für die Jurte. Mit tatkräftiger Unterstützung von Motos Eltern, Norbert und Keiko, wurde Nummer 1 entknotet und in Einzelteilen geordnet. Nach der ersten Diagnose sah es so aus, dass eine Wiederbelebung keinen Sinn machen würde. Es waren mehrere innere Brüche zu verzeichnen und auch die Schutzhaut hatte durch die Witterung einiges abbekommen. Aber nachdem das Kind ins Trockene gebracht wurde, stieg wieder die Zuversicht, dass Nummer 1 sein Comeback feiern kann. Nachdem sie etwas nachlässig mit der Aufsichtspflicht umgegangen waren, wollen Lisa und Moto, als Wiedergutmachung ihrem Pflegekind eine Rundum-Auffrischungs-Kur gönnen. Für die Pflegeeltern stehen in den nächsten Wochen wohl wieder einige Besuche beim Holzdoktor Gerhard an. Zudem könnte bald eine Industriewäscherei einen Großauftrag erhalten. Das Kind soll zu alter Stärke zurückfinden und wieder ordentlich gekleidet werden. Etwas Geduld ist aber noch nötig. Der Segen vom lieben landwirtschaftlichen Bauamt steht noch aus, dass Nummer 1 offiziell auf seiner Spielwiese herumstehen darf. Hierfür mussten einige Nachweise einreicht werden. Nicht immer einfach, so ein Pflegeeltern-Dasein für eine Jurte! Aber die Strapazen haben sich bisher immer gelohnt und es herrscht große Zuversicht, dass wir alle noch viel Freude mit Nummer 1 haben werden! 🙂

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Lisas Schlemmer-Blog Nr. 1

Ihr Lieben,

herzlichen Dank für einen wunderschönen Geburtstag! Danke an alle, die mitgefeiert haben!

Moto, Benjamas, Noam, Norbert, Keiko, Aline, Marieke, Ulrike, Paul, Jürgen, Doro, Steffie, Matthias, Corinna, Katharina, Ina, Andreas, Ju, Saied, Lenka, Adrian, Sina, Johannes, Christian.

So schön, euch zu sehen, mit euch Zeit zu verbringen und zu schlemmen!

Dadurch dass wir doch zuhause gefeiert haben, konnte ich (Handylose) alle Anrufe entgegen nehmen – danke an Alisa, Melanie, Milena, Luis Martin, Andreas aus Andalusien, Oma, Johanna, Ingo, Alessandro, Andi, Sandrea, Kathrin, Jonas, Jakob und Anna. Danke auch für alle Glückwünsche per Mail und sonstige positive Vibes!

Danke fürs Vorfeiern mit Anke und Matthias – Lenka möchte das Rezept deiner vielgelobten Lebkuchen haben. Danke fürs Nachfeiern mit Cathy und Kristian!

Steffie meinte, in unserem Blog fehlten noch Rezepte. Hier mal die neuesten Inspirationen von unserer Leberreinigung bei Florian Sauer und ein paar aktuelle Dauerbrenner:

Frisch Gepresstes als Start in den Tag

Shot mit Ingwer, Kurkuma und Orange
Shot mit Sellerie, Fenchel und Gurke
Granatapfelshot

Beerenjoghurt mit Müsliflocken nach Florian Sauer

Gefrorene Beeren (Blau- oder Erd-) (z.B. von Alnatura) am Vorabend in den Mixer geben zum Auftauen. Ca. 2 Esslöffel Mandelpürree (z.B. von Betty Butter – mega! Das ist fermentiert.) dazu geben. Außerdem Kokosblütennektar (Alnatura) und Vanille nach Geschmack. Mixen. In eine Schüssel füllen und mit Müsliflocken nach Wahl toppen (auf jeden Fall ohne Nüsse; Getreide in gekeimter Form, z.B. Baobab-Müsli von Keimling).

Matcha-Latte reloaded

Gefiltertes oder Quellwasser auf ca. 80°C erwärmen (300ml), mit besagtem Betty Butter Mandelpürree (ca. 2 EL), Matcha (am besten von Keimling) (½ TL), Kokosblütennektar (1 Schuss) und Vanille (großzügige Messerspitze) mixen.

Jürgen-Knospe-Salat

Grünkohl in feinste Streifen geschnitten, Apfel und Topinambur in mundgerechte Stücke geschnitten, Walnüsse (eingeweicht und getrocknet), Dressing: Efa-Oil-Blend nach Brendan Brazier: 8:1:1 Hanf-:Lein-:Kürbiskernöl für ein ausgewogenes Omega3/6 Verhältnis, Balsamico oder Apfelessig oder Zitronensaft, Kurkuma, Pfeffer, Algen (fürs Jod), Tamari.

Sven-Nachtisch

Erdmandeln (1 Tasse) im Mixer zu Mehl verarbeiten (Achtung laut und nur mit Hochleistungsmixer möglich) und in eine Schüssel füllen. Gekeimten Buchweizen (1 ½ Tassen) mit Kokosöl (1 EL), Kakaopulver (1EL) und Datteln (5 Medjoul) vermixen und mit dem Erdmandelmehl vermischen.

Schiffchen nach dem Tausendsascha

Hokkaidokürbis fein reiben (Küchenmaschine), Rosinen, gekeimte Kürbiskerne und Dressing (siehe Jürgen-Knospe-Salat) untermischen, in Chinakohlblättern servieren.

Süßkartoffelpommes mit Mandelmayo

Süßkartoffeln in Pommesgröße zurechtschneiden, würzen mit Paprika, Pfeffer, Chili, evtl. Tomatenmark. In etwas geschmolzenem Kokosöl verrühren. Ca. 15 min. backen.

Zitronensaft, Mandelpürree, etwas Wasser, Kurkuma, Paprika, Gemüsebrühe, Senf mixen, Raps- oder Mariendistelöl allmählich untermixen.

Party-Käsekuchen zum 34. Geburtstag nach Florian Sauer & Nicole Franz (Naturapie®Akademie)

Boden:

  • 200 g Mandeln
  • 50 g Kokosflocken
  • 150 g Datteln (9-10 Stück)
  • gemahlene Vanille
  • Prise Salz

Für den Boden die Mandeln in der Küchenmaschine zu Nussmehl verarbeiten. Anschließend die Kokosflocken hinzufügen und kurz vermengen. Dann die Datteln zugeben und so lange laufen lassen bis ein leicht klebriger Teig entsteht. In eine Springform füllen und sanft andrücken.

Füllung:

  • 300 g Cashewkerne (eingeweicht)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 150 ml Zitronensaft
  • Abrieb von einer Zitrone
  • 100 g Kokosnusssirup
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • gemahlene Vanille
  • 38 g Lecithin
  • 150 g Kokosöl

Für die Füllung alle Zutaten außer dem Lecithin und dem Kokosöl in der Küchenmaschine zu einer glatten Masse verarbeiten. Im Anschluss das Lezithin untermengen, dann das Kokosöl. In einem Hochleistungsmixer muss das Kokosöl nicht geschmolzen werden. Die Füllung auf den Boden gießen und im Kühlschrank fest werden lassen. Sollte der Teig noch nicht fest genug sein, für 1-2 Stunden in den Gefrierschrank geben.

Eure Lisa