Exitplan à la Goethe

„Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“

Johann Wolfgang von Goethe

Wir sind davon ausgegangen, dass es mittlerweile allen klar ist, wie aufgeschlossen wir sind für alles Fremde und Neue. In der jetzigen Zeit scheint es als alternativ-orientierte Familie dennoch ratsam zu sein, immer wieder darauf hinzuweisen, dass wir wirklich eine Multikulti-Gesellschaft bevorzugen und nicht mit rechts-orientierten Menschen sympathisieren. Mindestens genauso wichtig ist es deutlich zu machen, dass wir keine Verschwörungstheorien oder Sekten benötigen. Mal schauen, wie lange es dauert, bis wir das wieder verdeutlichen müssen. Das Blogger-Dasein hat so seine Tücken. Wie wird es erst sein, wenn wir unseren Youtube-Kanal mit Musikvideos ausweiten und unser Buch veröffentlichen? Wir nehmen auf jeden Fall jede Art von Feedback sportlich und sind dankbar für die damit verbundene zusätzliche Motivation unser Handeln wieder mit einem Blog zu rechtfertigen.

Für dieses Mal scheint unser Besuch bei den Querdenkern einigen unserer Leserinnen und Lesern Assoziationen ausgelöst zu haben, dass wir vielleicht doch in die rechte und/oder verschwörungstheoretische Ecke abgerutscht sind. Zugegebener Weise haben wir anfänglich alle öffentlichen Corona-kritischen Veranstaltungen vermieden, weil wir von den gängigen Medien den Eindruck hatten, dass sich dort überwiegend braungefärbte und unseriöse Gruppierungen tummeln, die nicht allzu ernst genommen werden können. Nachdem aber viele von unseren Multikulti-Freunden positiv von den „Querdenken“-Veranstaltungen berichteten, wagten wir es selbst mal dabei zu sein. Wir vergewisserten uns zuvor, dass zumindest die Veranstalter sowie die Vortragenden frei von fragwürdigen Gesinnungen sind und schauten uns ihre Webseite an. Mit ihrem Manifest konnten wir zumindest auf öffentlicher Seite sicher sein, dass sie nur friedliche Absichten hatten. Wir waren mittlerweile in Darmstadt, Berlin und zuletzt in Frankfurt dabei. Bei allen drei Veranstaltungen können wir nun bestätigen, dass dort überwiegend aufgeschlossene Menschen wie wir sind, die gerne die Welt für unsere Kinder etwas besser gestalten wollen. Wir haben stets eine multikulturelle seriöse Veranstaltung erlebt, die fernab von Rassismus und/oder skurrilen Verschwörungstheorien ist. Die Reden, die wir mitgekommen haben, waren allesamt amüsant sowie erhellend. Weniger gefallen haben uns die teils heftigen Seitenhiebe in Form von ironisch gemeinten Äußerungen gegen die Politik, Medien und Lobbyisten, auch wenn wir die damit verbundene Kritik verstehen. Jede Berufsgruppe versucht das Beste für die Gesellschaft und macht Fehler. Wir wollen uns über niemanden höher stellen oder uns über sie lustig machen.

Die Moderation wurde jedes Mal von Nana Lifestyler übernommen, ein durch und durch liebenswürdiger sowie motivierender Mensch mit ghanaischen Wurzeln. Wir freuen uns, dass er uns erlaubt hat, seine Animationskünste auf unserem ersten Musikvideo zeigen zu dürfen. Auch das Informationsmaterial, das wir mitnehmen durften, war leicht verständlich und schlüssig geschrieben. Ein, zwei Mal haben wir tatsächlich jemanden mit einer Deutschlandflagge gesehen oder auch Leute, die Bill Gates nicht ganz so wohlgesonnen waren, aber das waren bei den Veranstaltungen die Minderheiten. Wir würden davon ausgehen, dass bei jeder Großveranstaltung, sei es im Fußballstadion, auf Straßenfesten oder bei anderen Demos mindestens genauso viele Rechte und andere dubiose Gestalten zu finden sind.

Vielleicht war es ja schon immer so, aber in unserer heutigen Medienlandschaft erleben wir oft das Phänomen, dass gern ausgiebig über die schlimmsten Sonderfälle berichtet wird und weniger über die in der Regel positiv verlaufenden Ereignisse. Sei es das Thema Flüchtlinge, vegane Rohkost, Hausgeburt oder Selbstversorger. Stets findet man abschreckende Artikel über Einzelfälle. So werden auch immer wieder die wenigen unsympathischen Krawallmacher von Großdemos hervorgehoben. Letztendlich sind wir Konsumenten selbst verantwortlich für dieses Nachrichtenangebot. Diese ganzen Berichte über Ausnahmefälle werden ja auch gern gehört oder gelesen. Wichtig ist, dass wir bewusst bleiben, dass wir ansonsten über die meiste Zeit in einer friedvollen, gesunden und glücklichen Welt leben.

Weil in den üblichen Medien wenig oder gar nicht über die Inhalte der von uns besuchten drei Veranstaltungen gesprochen wird, haben wir uns den Aufwand gemacht, die wesentlichen Informationen von dort zusammen zu fassen. Ein Großteil der Teilnehmenden erhofft sich im Prinzip und sobald wie möglich folgende Aussage von der Bundesregierung:

„Hallo Leute, vielen Dank für euer bisheriges Vertrauen und dass ihr all unsere Maßnahmen tapfer mitgemacht habt. Wir haben uns heute entschlossen, alle gesetzlich verpflichtenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens für die Gesundheit aufzuheben. Es hat sich gezeigt, dass in der Regel eine Ansteckung mit dem Corona-Virus ungefährlich ist. Auch wenn man zur sogenannten Risikogruppe gehört, heißt es noch lange nicht, dass man langfristige Folgeschäden davon trägt oder gar daran stirbt. Bei dem Marathonläufer, der ohne besondere Vorerkrankungen gestorben ist und ähnlichen Vorfällen, handelt es sich um Ausnahmen und es ist auch gar nicht klar ob sie nicht doch nur mit und nicht an Corona gestorben sind. Sollte es dennoch zuschwerwiegenderen Verläufen kommen, haben wir genügend fachliches Personal und Räumlichkeiten parat, die euch helfen werden. Solche Ausnahmezustände wie in Italien können bei uns nicht auftreten. Wir haben hier optimale Rahmenbedingungen geschaffen. Wer sich dennoch Sorgen macht, kann gern weiter Schutzmasken tragen, Großveranstaltungen meiden und den Mindestabstand zu anderen Menschen halten. Wir werden dafür sorgen, dass genügend klinisch wirksame Schutzmasken vorhanden sind und diese von den Krankenkassen bezahlt werden. Auch das Arbeiten von Zuhause werden wir weiter gutheißen. Achtet dennoch darauf, dass ihr oft im Freien seid und viel Sonnenkraft tankt. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr in der freien Natur am geringsten ist und Menschen mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung weniger an Corona-Erkrankungen leiden mussten.

Wir werden uns auch dafür einsetzen, dass in Zukunft nur noch die landwirtschaftlichen Betriebe, die eine ökologisch nachhaltige Anbaumethoden sowie eine weitgehend artgerechte Tierhaltung betreiben, staatlich gefördert werden. Entsprechend werden wir auch die Verringerung des allgemeinen Fleischkonsums tatkräftig unterstützen, ohne euch aber vorzuschreiben, was ihr essen sollt. Wir werden nur die nötigen Anreize setzen und faire Preise sicherstellen. Einerseits können wir damit eine gesündere Ernährung ohne Schadstoff-Rückstände in der Gesellschaft etablieren und andererseits vermeiden wir durch den Abbau der Massentierhaltung die Entstehung sowie Vermehrung von allen möglichen Seuchen.

Wir haben auch beschlossen PCR-Tests nicht mehr finanziell zu fördern oder gar euch diese aufzuzwingen. Testwiederholungen haben gezeigt, dass die Methode nicht immer akkurat ist und auch keine Krankheitsverläufe vorhersagen kann. Zudem hat er keine Aussagekraft über die tatsächliche Ansteckungsgefahr, die von der Testperson ausgeht. Ebenso wollen wir die Berichterstattung zu diesem Thema auf ein Minimum reduzieren. Damit wollen wir eine unnötige Verunsicherung vermeiden. Wer dennoch Interesse hat, kann sich gern bei den jeweiligen Instituten, wie dem statistischen Bundesamt oder dem Robert-Koch-Institut informieren.

Wir hoffen sehr, dass ihr unsere Entscheidung nachvollziehen könnt. Wir wollen damit auch erreichen, dass Kinder wieder Kinder sein dürfen und uns Erwachsene wieder als selbstbewusste Vorbilder erleben und auch wirklich sehen können. Wir wollen auch das Miteinander wieder mehr kultivieren. Genauso wenig wie wir uns vor Menschen aus anderen Kulturen fürchten müssen, sollten wir auch keine Angst vor Ansteckungen haben. Anfänglich ist eine Ansteckung oft unangenehm und ist mit Unwohlsein verbunden. Aber in der Regel kann der Körper damit umgehen und „lernt“ dabei noch etwas dazu. Es findet eine innere Reinigung statt und die nötigen Antikörper werden gebildet. Genauso wie wenn wir fremde Menschen kennenlernen. Anfangs ist die Kommunikation schwierig und es können Missverständnisse oder gar Unannehmlichkeiten entstehen. Aber meist verbessert sich die Verständigung und plötzlich hat man eine dicke Freundschaft aufgebaut. So wie Moto, unser neuer politscher Berater, der zu seinen Schulzeiten Kourosh kennenlernte, der damals aufgrund eines unnötigen Krieges aus dem Iran kam und noch kein Deutsch sprach. Kourosh ist jetzt einer seiner treuesten Freunde.

Ach ja, hier noch eine Botschaft an alle Verschwörungstheoretiker. Uns ist bewusst, dass wir nicht immer optimal reagiert oder informiert haben und ihr euch deshalb die wildesten Vermutungen aufgestellt habt, warum wir all die teils drastischen Handlungen durchgeführt haben. Habt bitte Verständnis. Wir sind auch nur Menschen und sind auch manchmal überfordert. Wir können euch aber versichern, dass wir keine Machenschaften bewusst unterstützen. Wir werden auch in Zukunft darauf achten, dass Menschen mit mehr Geld keine gesellschaftlichen Entscheidungen durchsetzen können, die nachteilig für die Gesamtbevölkerung sind. Wir nehmen entsprechend eure Sorgen ernst. Stellt deshalb bitte keine voreiligen Annahmen mehr und baut euch damit ein negatives Gedankenkonstrukt auf. Damit erschwert ihr euch euer Leben nur selbst und es hilft niemanden. Setzt eure Energie stattdessen auf eine Etablierung einer friedvollen Gemeinschaft voller Mut und Zuversicht ein! So bleiben wir geistig und körperlich langfristig gesund! Gemeinsam schaffen wir es!“

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Mittlerweile gibt es einige Leute, die glauben, dass es überhaupt keine Viren gibt. Falls ihr diese Menschen, die öfters mal auch als „Corona-Leugner“ betitelt werden, besser verstehen wollt, könnt ihr euch folgendes Interview mit Dr. Lanka In „die Wurzel“ als PDF-Datei herunterladen und lesen.

Berlin! Berlin!

Wir waren in Berlin!

In den Sommerferien 2020 waren wir einerseits viel in unserem Garten und andererseits auch viel unterwegs. Zweimal durften wir Stefanie Bieber bei ihren Improvisationsabenden voller nachhal(l)tiger Heilklänge erleben. Zweimal haben wir bei geselligen Rohkostpotlucks ein schönes kulinarisches Miteinander genossen. Jeweils einmal waren wir in Frankfurt bei einem erkenntisreichen impfkritischen Stammtisch, bei einer motivierenden Demo für die Schließung aller Schlachthäuser von ARIWA sowie einer aussagekräftigen Informationskampagne über Massentierhaltung von der Albert-Schweitzer-Stiftung dabei. Wir durften dabei viele Junge aber auch viele junggebliebene Senioren kennenlernen, die sich voller Energie für die gute Sache einsetzen und ihre Stimme erheben.

In unserem Garten haben wir Corinna Wilden mit ihrer Familienbande als Campinggäste empfangen dürfen und dabei eine friedliche Zeit verlebt. Die Kinder haben ausgelassen im Garten ihre Späße getrieben und wir Erwachsenen haben uns auf die mit allerlei Obst oder Kokoswasser gefüllten Bäuche die Sonne scheinen lassen. Nebenbei haben wir auch etwas Gartenpflege betrieben und weiter den Jurtenplatz bearbeitet. Abends wurde am Lagerfeuer musiziert und geplaudert. Gemeinsam waren wir auch bei einem chillig-coolen Konzert von Jan’s Eastend Jazzband in seinem ClubGarten Paradies&das.

Ein schönes Familienevent war die Warm Up-Party von Yasus Cousine Emilia einen Tag vor ihrem 2. Geburtstag. Ein glückliches Beisammensein von drei Generationen im wunderschönen Hausgarten bei den Großeltern, bei dem Emilia und Yasu ihren Spaß hatten, die erstaunlich große Kollektion an Matchbox-Autos aus Onkel Freddys Kinderzeiten mehrmals auszuräumen, ordentlich aufzureihen und wieder einzuräumen. 

Auf dem „Weg in die Zukunft“, eine Initiative der Stiftung Lebensraum in der Pfalz, lernten wir mehr über konstruktive und regionale Lösungen für eine regenerative Landnutzung. Unsere Buchcovergestalterin Larissa Spindler hatte uns zur Einweihung dieser einzigartigen interaktiven Rundreise eingeladen, bei der sie künstlerisch mitgewirkt hatte. In den Bereichen Agroforst, Mikrofarming, Pflanzenkläranlagen oder Terra Preta entdeckten wir hier viele Wissenschätze, die uns als angehende Selbstversorger sehr von Nutzen sein werden. Wir fanden hier zudem mit Ackerbaum einen fachkundigen Anbieter von essbaren Pflanzen für die Zukunft. Mit offenem Enten-Dach und insgesamt sieben Bäumen (2x Indianerbanane, Pfirsich, Maulbeere, Felsenbirne, Feige und Zeder) fuhren wir an diesem Tag voller neuem Garteninput und leicht kaufgerauscht zurück nach Offenbach.

Für eine Woche waren wir wieder beim Rohkost-Sommercamp von Sonja Watt und haben dieses uns mittlerweile wohlvertraute Gemeinschaftsleben in vollen Zügen genossen. Wir haben wieder viel getanzt, gesungen, gelacht, meditiert, beim Yoga die Sonne gegrüßt, uns die schönsten Geschichten erzählt, die wertvollsten Erfahrungen ausgetauscht, (f)rohköstlich geschlemmt sowie einfach im Hier und Jetzt gelebt. Am Lagerfeuer haben wir auch an einem Abend unsere zweite Lesung für unser Buch gehalten. Beim Camp waren diesmal auch viele Omas dabei, die voller Liebe und Geduld die zahlreichen Kinder mitbetreuten. Yasu hatte das Glück, dass mehrere ältere Mädchen Gefallen an ihm fanden und sich wie große Schwestern um ihn kümmerten. Noch können wir sicher sein, dass er keine Nummern mit ihnen ausgetauscht hat.

Vollgetankt mit positiver Lebensenergie fuhren wir nach dem Sommercamp mit unserem altbewährten Entlein nach Berlin, um Yasus Cousine Olive sowie ihre Eltern zu besuchen. Vollgepackt mit von Yasu gutgenutzten Kindersachen samt Stoffwindeln für Olives künftiges Geschwisterlein tuckerten wir über Nacht hinter entspannten Lastwagenfahrern auf weitgehend freien Autobahnen zu einer der vegansten und hippesten Großstädten Europas. Zugleich war diese Reise auch der Beginn unserer Promotiontour für unser Familienbuchprojekt „Das Leben ist ein Permakultur-Waldgarten!“  sowie der dazugehörigen Crowdfunding-Kampagne. Ausgestattet mit handgemachten Schildern, Flyern, drei Avocados und einer Gitarre machten wir uns gleich am ersten Tag auf den Weg zu den „Querdenkern“, die Rund um das Brandenburger Tor ihr Fest feierten. Wir trafen dort überwiegend gutgelaunte Menschen verschiedenster Kulturkreise, darunter viele kinderreiche Familien sowie VertreterInnen der älteren Generation, die von weit her gereist waren. Alle waren sie sehr aufgeschlossen für unser Projekt und wünschten uns viel Erfolg. Zwischenzeitlich haben wir auf der Strasse des 17. Juni bei einem Baum gepicknickt und mit der Gitarre unsere Buch-Promotionlieder „Hallo Erdling“ und „Creation happens every day“ geträllert.

Die darauffolgenden Tage in Berlin verbrachten wir überwiegend im oder rund um dem Stadtteil Weißensee, wo nun viele unserer Flyer in Bioläden, an Laternen und Plakatflächen sowie im vorbildlichen Unverpacktladen „Der Sache wegen“ zu finden sein müssten. Vormittags waren wir oft im nahegelegenen See schwimmen, baggerten mit den Kindern im Sand und praktizierten die Wim-Hof-Atemtechniken. Nachmittags waren wir im idyllischen Schrebergarten von unseren lieben Gastgebern oder erkundeten die Spielplätze in der näheren Umgebung. Wann immer möglich stellten wir unsere Schilder auf, packten die Gitarre aus und erzählten interessierten Leuten von unserem Projekt. Dabei lernten wir sehr interessante Menschen kennen, wie etwa einen aufgeweckten vorpupertären Jungen der selbst angefangen hat ein Buch über die Römerzeit zu schreiben, eine ehemalige DDR-Schauspielerin die sich jetzt Momo nennt oder einen Querflötespielenden Arzt, der Moto schmeichelhafterweise auf 30 Jahre schätzte. Wir haben Berlin als eine sehr sympathische und offene Stadt erleben dürfen. Kein Wunder, dass wir hier mit dem Erfinderladen auch ein Geschäft vorfanden, das ausschließlich Gadgets und verrückten Krimskram verkauft, bei dem nicht sicher ist, ob es überhaupt einen Markt dafür gibt. Ein besonderes veganes Highlight gönnte sich Moto noch bei Brammibal’s. Nachdem wir uns tagsüber mit viel Sonne, Bewegung und frischem Obst, Wildkräutern sowie Salaten wohl genährt hatten, machte sich Moto eines Abends fast unbemerkt von seiner Familie auf eine Spritztour zu einem der für Rohköstler wohl sündigsten Orte von Berlin. Hier erfüllte sich Moto einen Herzenswunsch aus seiner vorrohköstlichen veganen Umstellungsphase. 4 Donuts (pistacio white choc, rasberry pistacio, mango filled, chocolate peanut fudge) und ein Matcha-Latte waren ausreichend um Moto auf einen Gluten-Fett-Zucker-High der besonderen Art zu heben. Jeder der diese schwer widerstehlichen Frittierkreationen probiert hat, wird sich fragen, warum andere Süßspeisenhersteller immer noch tierische Zutaten verwenden. Allein schon aus wirtschaftlicher Sicht würde sich die Umstellung auf die kostengünstigeren pflanzlichen Alternativen lohnen, mit der sich der potentielle Schleckermäulchen-Kundenkreis im Nu deutlich erhöhen würde. Aber vielleicht ist es ja auch gut, dass dieser vegane Donutladen noch ein Geheimtipp ist und somit unser veganer Rohköstling Yasu beim Heranwachsen weniger der Versuchung ausgesetzt wird, seine zahngesundheitliche Belastbarkeit auszutesten.

Im Stadtsteil Kladow besuchten wir noch Lisas langjährige Schulfreundin Alisa und ihre bezaubernden drei Kinder Leon, Zoe und Mena. Mit Mena als erste echte Berlinerin der Familie haben sie sich ein hübsches Häuschen in einer ruhigen Neubausiedlung gekauft. Fernab vom Großstadttrubel genießen sie hier ihr Familienglück unweit vom Wannsee. Im großen Garten mit superweichem Gras durften Yasu und Moto mit Leon ausgelassen Fußball spielen und Wasserbomben platzen lassen. Zoe bediente uns mit frischgepflückten Tomaten aus eigenem Anbau. Auf dem Rückweg erlebten wir mit der zum öffentlichen Nahverkehr angebundenen Fährfahrt über den Wannsee ein unverhofftes touristisches Hightlight unserer Berlinreise.

Einen ganz besonderen Ausflug hatte uns Lisas Bruder Jonas für den Rückreisetag aufgehoben. In Oderin südlich von Berlin bestaunten wir ein herrlich blühendes Stück Natur. Auf herausfordernd sandigem Boden hat Benni, ein guter Kumpel von Jonas, voller Leidenschaft dort einen ertragreichen Gemüse- und Obstgarten erschaffen, womit er Berliner Läden nachhaltig-regional versorgt. Gut genährt mit vollreifen Tomaten und saftigen Gurken aus diesem Garten gönnten wir uns zum Abschluss noch einen erfrischenden Sprung in den nahe gelegenen Waldsee. Umgeben von ganz vielen prächtigen Bäumen war das noch mal ein außergewöhnliches Badeerlebnis. Die Kinder hatten dabei so viel Spaß, dass die Rückreise in die Heimat sich leicht verzögerte. Dafür schlief dann Yasu ziemlich schnell im Entlein ein und wir konnten ziemlich entspannt wieder auf freien Autobahnen hinter gechillten Lastwagenfahrern hertuckern.

In der letzten Ferienwoche haben wir angefangen Löcher für unsere neuen Waldgartenmitbewohner zu graben. Gleich unser erstes Loch war ein „Volltreffer“ mit einem großen Fundamentklotz, der erst mal mit dem Vorschlagshammer zerkleinert werden musste. Jetzt steht an diesem Platz Yasus Indianerbananenbaum, in bester Gesellschaft mit seiner eingegrabenen Plazenta, die fast 2 Jahre im Tiefkühlschrank auf diesen Einsatz gewartet hat. Wir hoffen, dass die weiteren Aushebungen uns etwas weniger Energieeinsatz  abverlangen. Auf jeden Fall freuen wir uns, Euch bald unseren Waldgarten im Entstehen präsentieren zu können. Desweiteren werden wir weiter unser Familienprojekt online und offline promoten. Vielleicht sehen wir den ein oder anderen von Euch, wenn wir irgendwo in der Stadt Straßenmusik machen. Wir würden es sehr begrüßen, wenn Ihr nicht gleich weglauft. Wann immer ihr online unterwegs seid, schaut doch mal auf unserer Crowdfundingseite vorbei. Für jeden Euro, mit dem Ihr uns unterstützt, erhaltet Ihr vorab schon ganz viel Liebe und mentale Smileys von uns zugeschickt. Wenn wir mit unserem Buch reich und berühmt werden sollten, werden wir trotzdem immer wieder mal an Euch denken.

Wir hoffen Euch mit diesem Sommerferien-Bericht ansprechend unterhalten zu haben und dass ihr Euch damit auch all Eure eigenen schönen Momente in dieser besonderen Zeit in Erinnerung rufen könnt. Wir danken Euch für Eure AufmerksamZeit!

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt noch, wie wir mit all den neuen gesetzlichen Regelungen umgegangen sind. Für alle die aufgeschlossen sind auch eine unkonventionelle Meinung zu akzeptieren, haben wir die folgenden Zeilen geschrieben:

In der Regel vermeiden wir es soweit wie möglich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Wir begrüßen all die Menschen, die wir sehen und lächeln sie an. Wenn wir Freunde, Bekannte oder Verwandte treffen und sie uns das Gefühl vermitteln, dass sie offen dafür sind, umarmen wir sie meist zur Begrüßung sowie zur Verabschiedung oder geben ihnen zumindest die Hand. Sie dürfen uns auch so nah kommen, wie sie möchten und jederzeit ihr Gesicht zeigen. Wir machen das so, weil es sich für uns richtig anfühlt. Wir sind mittlerweile überzeugt, dass wir damit langfristig etwas Gutes für das Wohlbefinden sowie die Gesundheit von uns, als auch für all unsere Mitmenschen bewirken.

Aus all den von uns praktizierten alternativen Heilungsmethoden wie etwa Meditation, Yoga, Kältetraining u.ä. wissen wir, dass das richtige Atmen von guter Luft neben einer vitalen Ernährung ein entscheidender Faktor für ein intaktes Immunsystem ist. Jede Form von Mund-Nasen-Bedeckung behindert diesen wichtigen natürlichen Körperprozess. Gerade bei Kindern ist das ungehinderte Ein- und Ausatmen ein essentieller Bestandteil ihres Wachstumsprozesses. Aber auch kranke Personen sollten darauf achten viel an der frischen Luft zu sein und eine regelmäßige tiefe Atmung zu praktizieren, wenn sie die körpereigenen Heilungsprozesse fördern wollen.

Zudem spielt für eine friedvolle Kommunikation, sowohl verbal als auch nonverbal, die Mimik eine entscheidende Rolle. Gerade Kinder achten auf die Mimik ihres Gegenübers, um sie besser zu verstehen. Für das Wohlbefinden und für ein harmonisches Miteinander ist eine friedvolle Kommunikation unverzichtbar. Kinder können sich nur dann unbekümmert und frei entfalten, wenn sie die Gesichter ihrer Eltern wahrnehmen und sie damit gut verstehen können.

Dass eine liebevolle Umarmung und Nähe etwas Wunderbares ist, erleben wir immer wieder. Beispielsweise kommt Oma Keiko mit ihren stattlichen 75 Jahren und etlichen Vorerkrankungen (Brustkrebs, Darmverkürzung, Asthma usw.) mittlerweile zweimal wöchentlich, um mit ihrem Enkel zu spielen und blüht dabei förmlich auf. So vital und voller Freude hat Moto seine Mutter lange nicht erlebt. Es ist schon fast erstaunlich, dass es dazu wissenschaftliche Studien bedarf, um zu zeigen, wie sehr das Immunsystem von solchen liebsamen sozialen Kontakten profitiert. Eine herzhafte Umarmung von einer vitalen Person, die vollgeladen mit positiver Lebensenergie ist, dürfte unseres Erachtens nach besonders wirksam für die Stärkung der Abwehrkräfte sein.

Nun haben die vielen Regierungsoberhäupter sich entschieden anders vorzugehen und entsprechend zu informieren. Das ist ihr gutes Recht. Sie wurden demokratisch gewählt und tragen die Verantwortung für ihr Volk. Das muss aber nicht heißen, dass sie stets das Richtige machen und wir als Individuen alle Entscheidungen mitmachen müssen. Es gibt viele Entscheidungen, bei denen wir anderer Meinung sind, sei es die Subventionierung von Massentierhaltung, die Genehmigung der Glyphosat-Anwendung oder auch die Teilnahme an Kriegen. Gerade in einer Demokratie kann man davon ausgehen, dass Minderheitenmeinungen auch akzeptiert sind und alternative Vorgehensweisen respektiert werden. Zwangsimpfungen, Bußgeldandrohungen oder öffentliche Diffamierungen stellen für uns indes keine wirksamen Maßnahmen dar. Nach all den Zwangsmaßnahmen und negativen Berichterstattungen gepaart mit vermehrten krankenkassenfinanzierten Testangeboten ist es für uns nicht überraschend, dass die Zahl der Infizierten weiter zugenommen hat. Aber wie schon gesagt, die Verantwortung für ihre Entscheidungen tragen die Regierungsoberhäupter ja selbst. Wenn sie weiterhin darauf setzen wollen, dass die Vermarktung eines auf Genmanipulation und Tierversuchen basierenden Impfstoffes mit einem Cocktail an Schadstoffen in homöopathischen Dosierungen mit unbekannten langfristigen Nebenwirkungen die Endlösung sein soll, dann ist es so. Wir haben uns schon lange davon verabschiedet, unsere Gesundheitsentscheidungen von lobby-freundlichen Obrigkeiten beeinflussen zu lassen.

Bis jetzt sind wir immer gut damit gefahren, uns bei all unseren Entscheidungen ausgiebig sowie umfassend zu informieren und letztendlich aus Überzeugung zu handeln. Einige dieser Informationen findet Ihr am Ende dieses Blogs. Wenn das Bedürfnis besteht, schauen wir uns auch gerne andere konträre Informationen an, die Ihr uns zukommen lasst. Dass manche unserer Mitmenschen unsere Handlungen mit Skepsis sehen, akzeptieren wir. Wir haben gelernt konstruktiv und liebevoll mit teils emotionsbeladenem Gegenwind umzugehen. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Vorgehensweise niemandem schaden. Am Ende trägt jede erwachsene Person die Verantwortung für sich selbst. Selbstverständlich halten wir uns von Personen fern, die uns als eine Bedrohung sehen. Wir haben nicht vor unnötig zu provozieren. Das Einzige was wir mit unseren Blogs, Büchern und Liedern erreichen wollen, ist es, den Menschen mehr Mut und Zuversicht zuzusprechen. Wir hoffen auch, damit ein Stück weit die besten Voraussetzungen für unsere Kinder und deren universelle Entfaltung zu erschaffen.

Permakultur-Waldgärtnerei

Wir haben Anfang 2019 ganz in unserer Nähe einen 1700 qm großen Garten samt Restmüllbeständen sowie polnischem Gastarbeiter gepachtet. Aufgrund unseres vollen Terminkalenders mit etlichen Freizeitaktivitäten haben wir aber erst Anfang April 2020 mit unseren ersten Gartentätigkeiten angefangen. Da fielen plötzlich all unsere Vereinsaktivitäten und wöchentlichen privaten Verpflichtungen weg. Dank der reduzierten Auswahl an alternativen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten kommen wir jetzt gut voran. Wir haben schon einiges an Schutt und Müll aus der Erde entfernen können. Sowohl unser polnischer Dauercamper als auch Familie und Freunde haben schon tüchtig mitgeholfen. Wir haben auch schon unsere erste Übernachtung dort gehabt. Moto ganz in Freien auf dem zukünftigen Jurtenplatz, Lisa und Yasu in unserem kuscheligen Zweimannzelt. Anbei ein paar Impressionen von unseren Arbeitsergebnissen sowie Baustellen.

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Ein weiteres Familienprojekt steht kurz vor der Vollendung. Wir werden bald ein neues „Baby“ haben. Nachdem wir unsere ersten Erfahrungen als Blogger gesammelt haben und wir auf den Geschmack gekommen sind, wagen wir es jetzt unsere ersten Schritte in die Schriftstellerei zu machen. Wir haben unsere Erlebnisse der letzten Zeit sowie viele unserer bisherigen Blogbeiträge als auch Webinhalte genommen und ein Buch geschrieben. Derzeit sind wir noch auf Verlagssuche, aber wir sind zuversichtlich, dass wir ab September unser Erstlingswerk präsentieren können. Ein Verlag hat schon Interesse gezeigt. Bei acht Verlagen warten wir noch auf eine Antwort. Eventuell werden wir noch einen zweiten Anlauf bei anderen Verlagen mit einer aufwendigeren Bewerbung als wir es bisher gemacht haben starten. Für den Fall, dass wir Niemanden finden, informieren wir uns schon mal über Self-Publishing sowie E-Book-Publikationen. Lisa ist noch beim Korrekturlesen des Buches sowie der Erstellung der Illustrationen zu den einzelnen Kapiteln. Hier schon mal als Vorgeschmack der voraussichtliche Klappentext unseres Buches:

„Lisa und Moto haben sich getraut! Sie sind das Wagnis eingegangen ihr bisheriges gutbürgerliches Weltbild auf den Kopf zu stellen. Aus Rinderbraten samt Kartoffelbrei wurden Schwarze-Bohnen-Tempeh mit fermentierter Erdnusspaste, aus dem Käsebrot mit Frühstücksei wurden Sauerkrautkräcker mit Bärlauch-Pesto und aus Tupperwaren wurden Einmachgläser. Die üblichen Arztbesuche mit Medikamentenverschreibungen wurden durch Yogakurse sowie Saftfastenkuren ersetzt, das Handy, die Kreditkarte sowie der Fernseher wurden gänzlich abgeschafft. Statt der globalisierenden Konsum- sowie Leistungsgesellschaft in aller Eile weiter hinterher zu rennen, entschleunigten sie und gingen gemächlich ihren eigenen Weg mit freundlicher Unterstützung durch das Universum. Anstatt einer schicken Eigentumswohnung in Mainhatten kauften sie sich gleich eine fast 1,5 Hektar große Landwirtschafts­fläche und strebten ein Selbstversorger-Leben in der freien Natur an. Sie fingen an ihre Grenzen auszutesten, ohne sich dabei selbst auszugrenzen. Sie wagten den Sprung ins erfrischende Wasser der nachhaltigen Lebensgestaltungs­alternativen. In ihrem Erstlingswerk erzählen sie von den schönsten und lehrreichsten Momenten ihrer klimaneutralen Erkenntnisreise durch das Reich der unbegrenzten Entfaltungsmöglichkeiten. Erst zu zweit und dann zu dritt mit Söhnchen Yasu. Dabei setzen sie sich auch mit den derzeit kontrovers diskutierten Trends der neuen Elterngeneration auseinander, wie etwa Hausgeburt, rohvegane Kinderernährung oder freie Impfentscheidung. Ein abwechslungsreicher Familienerlebnisbericht über Fülle und Vielfalt wie in einem Permakultur-Waldgarten, wo alle Lebewesen sich gegenseitig unterstützen und somit in Verbundenheit gemeinsam wachsen sowie gedeihen dürfen! Mit den Bonusmaterialien zum Thema „Fermentieren nach Lust und Laune“ bekommen die Leserinnen und Leser noch zusätzlich einen Gaumenschmaus in Form von aktuellen Rezepten aus der familienbetriebenen frohköstlichen Erlebnisküche serviert.“

Ansonsten machen wir weiter das Beste aus der jetzigen Situation. Auch wenn wir die ganzen Umstände derzeit etwas anders interpretieren als viele von unseren Mitmenschen, glauben wir nicht daran, dass diese durch eine Verschwörung ausgelöst worden sind. Wir denken auch, dass die Bundesregierung in allen Belangen nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Wir verharmlosen auch die ganzen Ereignisse weltweit nicht. Wir nehmen die Sache sehr ernst und denken sogar, dass die Maßnahmen wie Sicherheitsabstand, Mundschutz und Desinfektionsmittel bei weitem nicht ausreichen werden, um langfristige Erfolge zu erzielen. Solange wir all die Vorerkrankungen, die die ganzen Schwersterkrankungen sowie Todesfälle begünstigt haben, weiter mit vermeidbaren Umweltbelastungen sowie unserem Lebensstil fördern, werden wir ähnliche Situationen auch in Zukunft erleben. Es gibt noch viel Handlungsbedarf langfristig gesehen, um unsere Abwehrkräfte effizient zu steigern und unsere Gesundheit zu erhalten. Mögliche Impfstoffe werden unseres Erachtens dabei nicht die Lösung sein, eher im Gegenteil. Umso mehr und öfters wir uns impfen, umso öfters und schneller werden neue gefährlichere virenbedingte Erkrankungen entstehen, ähnlich wie der vermehrte Einsatz von Antibiotika zur Entstehung von noch gefährlicheren antibiotika-resistenten Erregern sowie deren Folgen geführt hat. Vergleichbar wären Impfungen auch mit den chemischen Pflanzenschutzmitteln, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden. All die Pestizide, Fungizide, Herbizide und Insektizide führen kurzfristig zu großen Erträgen, aber langfristig werden die Pflanzen so geschwächt, dass diese kaum noch Nährstoffe haben und entsprechend fad schmecken. Jeder nicht auf Masse produzierende Bio-Bauer kann bestätigen, wie widerstandsfähig, nahrhaft und geschmacksvoll sein Obst sowie Gemüse werden, wenn sie sich erstmal auf seinem Feld ohne Chemie gegen all die natürlichen Widrigkeiten durchgesetzt haben. Zudem schwächen wir durch jede Impfung unser eigenes Immunsystem, das dadurch verlernt die körpereigenen Abwehrkräfte aufzubauen. So wie der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmittel dazu führte, dass weltweit immer mehr und mit stärkeren Mitteln gespritzt wird, ist auch die Anzahl der vermeintlich notwendigen Impfungen sowie deren Dosis weiter angestiegen. Wenn das nicht mehr ausreicht, geht der Trend in der konventionellen Landwirtschaft dann hin zur Genmanipulation. Wie wird es dann im konventionellen Gesundheitssystem sein? Alles nur unsere Meinung und bevor wir hier zu sehr ausschweifen, wollten wir einfach nur sagen, dass wir uns an alle Maßnahmen halten, keine Fake-News verbreiten oder uns einer Partei oder gar einer Sekte angeschlossen haben.

Wir sehen die ganzen Veränderungen um uns herum als Chance für die Menschheit umweltschädigende Denkstrukturen aufzubrechen und gesundheitsfördernde Gewohnheiten zu beleben. Wir hoffen Ihr könnt uns da ein wenig zustimmen und könnt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, wie wir es tun.

Wenn alles klappt und es erlaubt ist, könnten wir die Buchveröffentlichungsparty mit Motos Geburtstag kombinieren und in unserem Garten samt Jurte im Rahmen eines großen Rohkost-Potlucks feiern. Ihr seid dann selbstverständlich alle eingeladen! Bis dahin wünschen wir Euch allen eine gesegnete Zeit voller Zuversicht und Freude!

Liebe Grüße,

Lisa, Yasu und Moto

Frohköstliche Nachrichten

Alle die diesen Blog lesen, sollten am Ende frei von jeglicher Sorge sein! Wir haben seit unserem letzten Blog wieder einiges zu berichten. Unter anderem haben wir wieder eine sehr lehrreiche Windelfrei-Phase von Yasu erlebt, haben unsere Nährstoffversorgung optimal erweitert, indem wir tiefer in die Kunst des Fermentierens eingetaucht sind und konnten mittels diverser Methoden uns auf geistiger, körperlicher sowie seelischer Ebene weiterentwickeln.

Windelfrei ist in unserem Fall ein klassischer Fall von „nicht immer, aber immer öfter!“. Yasu war bisher nicht immer windelfrei, oft hat er eine Stoffwindel getragen, manchmal auch eine Wegwerfwindel. Wenn er keine Windel an hatte, hat er nicht immer vorzeitig signalisiert, dass er mal müsste, oft mussten wir Pipi vom Laminat aufwischen, manchmal auch einen nassen Teppich waschen und bei ganz wenigen Fällen (ca. 10 mal) landete Kaka auf dem Boden statt ins Waschbecken. Aber wir wurden immer wieder von Yasu ermutigt, weiter am Windelfrei-Konzept festzuhalten. Bis auf einer ein-wöchigen Trotzphase (Mitte Januar 2020/ 14. Monat), wo Yasu sich nicht abhalten lassen wollte, hat er uns stets eindeutige Signale gegeben, so dass er seine großen Geschäfte windelfrei erledigen konnte. Trocken gebliebene Nachtwindeln und kleine Geschäfte ins Töpfchen mit vorzeitigen „Pipi!“-Ankündigung häufen sich immer mehr. Wir können jetzt schon sagen, dass sich das intensive Auseinandersetzen mit dem Windelfrei-Konzept für uns gelohnt hat. Etliche Kilo an Wegwerfwindeln wurden eingespart und auch das Waschen der Stoffwindeln hielt sich in Grenzen. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Griseldis bedanken, die uns in jeder Windelfrei-Phase fachkundig unterstützt hat. Ihre Kurse sind sehr empfehlenswert!

„Fermente sind wie Nährstoff-Atombomben!“ Mit dieser Aussage hat unser guter Kumpel Sascha unsere Neugierde geweckt und uns neue Perspektiven in Rahmen der rohköstlichen Ernährung eröffnet. Wir wussten zwar vorher schon, dass Fermentiertes gut für die Verdauung ist, aber uns war nicht bewusst wie sehr man damit auch die Nährstoff-Versorgung optimieren kann. Gerade in der Winterzeit mit wenigen Wildkräutern sind Fermente perfekte Sattmacher und Energielieferanten. Fermentation hat eine lange Tradition und ist sehr abwechslungsreich im Geschmack. Die Zubereitung ist oft sehr simpel. Wir haben mit klassischem Sauerkraut angefangen: 1 Kg Weißkohl fein schneiden, 10-15 Gramm Salz dazugegeben, ordentlich aber liebevoll mit den Händen durchkneten, in ein Glas-Gefäß rein pressen, so dass der Saft nach oben quillt, mit einem Weißkohlblatt fest zudecken und dann ein paar Tage stehen lassen. Wie Pflanzen mögen die Fermente es auch, wenn man ihnen täglich Aufmerksamkeit schenkt. Später haben wir angefangen uns noch mehr zu informieren. Wir haben uns aus der Stadtbibliothek Frankfurt einige Bücher ausgeliehen und im Internet bei „Sauer macht glücklich“ und den Doppelsprossen vorbeigeschaut. Mit der Zeit hat sich dann unser Repertoire erweitert. Da die Zubereitung an sich kinderleicht ist und Freude bereitet, probiert man immer mal was Neues. Mittlerweile tummeln sich alle möglichen Fermente bei uns wie etwa Kombucha, Dinkel-Keimling-Trunk, Cashew-Jogurt, Erdnuss-Creme, Rejuvelac, Kimchi, Chilisauce und Ginger Beer. Da durch die Fermentation auch gekochte Bohnen mit wertvollen Nährstoffen wiederbelebt werden, stellen wir unser eigenes Natto aus schwarzen Bohnen her. Demnächst wollen wir uns auch an Tempeh ran wagen. Yasu probiert immer mal von allem etwas. Wir durften dabei schon allerlei an amüsanten Gesichtsausdrücken beobachten. Cashew-Jogurt mit Granatapfelkernen ist derzeit sein Favorit. Am allerliebsten trinkt er aber noch an Mamas Milchbar.

Ach ja, wir haben auch tolle Erlebnisse mit Baby-Signalen. Seit dem wir den Kurs besucht und das Erlernte immer wieder angewendet haben, hat Yasu seinen Handzeichen-Schatz stetig erweitert. Wir zählen bisher 20 Handzeichen: Milch, nochmal, Katze, hurra, itadakimasu, usw. Wir haben jetzt auch angefangen seine gesprochenen Wörter aufzuschreiben, so dass er später mal weiß was seine ersten 100 Wörter waren.

Für unsere körperliche, geistige sowie seelische Weiterentwicklung haben wir auch wieder Einiges neu entdeckt. Für unser körperliches Wohlbefinden durften wir uns zwei Wochen lang von „Mr. Raw“ David ein SiWave-Vibrationsgerät ausleihen, das wir dann auch recht intensiv genutzt haben. Das hat unseren Organismus ordentlich in Schwung gebracht. Seitdem wurde uns auch wieder klar, wie wichtig Bewegung für unsere Gesundheit ist. Wir achten wieder mehr darauf, lange Sitzpausen zu vermeiden und den Alltag so aktiv wie möglich zu gestalten.

Wie einflussreich das Sprechen und Denken für unser Leben ist, wurde uns durch die Lektüre von „Gewaltfreie Kommunikation“ von Marshall B. Rosenberg und „die vier Versprechen“ von Miguel Ruiz bewusst. Alles was wir sagen, bildet die Grundlage dafür, wie wir die Welt gestalten. Alles was wir denken, bildet die Grundlagen dafür, wie wir die Welt wahrnehmen. Es fällt uns zwar noch nicht immer leicht, aber wir versuchen stets achtsam mit unseren Worten umzugehen, nichts was man uns sagt persönlich zu nehmen und keine voreiligen Annahmen zu treffen.

Um mehr über unsere Intuition und Sensitivität zu erfahren, haben wir uns näher mit dem „Seelen-Navigator“ von Angelika Gulder beschäftigt und uns den Film „Die Übersinnlichen“ von Thomas Schmelzer angeschaut. Die kurzweiligen Übungen aus dem „Seelen-Navigator“ sind hilfreich um herauszufinden, warum wir überhaupt auf diese Erde gekommen sind und mit welcher Intention wir unsere Eltern ausgesucht haben. „Die Übersinnlichen“ erzählen recht verständnisvoll und glaubwürdig über ihre Erfahrungen mit ihren Fähigkeiten und ermutigen uns, selbst unseren „sechsten Sinn“ wieder zu entdecken. Einen sehr hilfreichen Tipp haben wir dabei von Sabrina Fox erhalten. Sie beschreibt die Intuition als die Stimme in uns, die immer wieder mal was Ungewöhnliches von uns fordert, ohne aufdringlich zu sein. Umso gelassener und entspannter wir sind, umso klarer können wir diese Stimme wahrnehmen. Folgen wir unserer Intuition gehen wir auch unseren angedachten friedvollen Seelenweg. Wir haben jetzt schon viele Entscheidungen intuitiv getroffen und haben dabei schon sehr signifikante positive Veränderungen in unserem Leben wahrgenommen. Eine dieser Eingebungen hatte uns zu einem Bücherschränkchen am Merianplatz geführt, wo wir ein Büchlein von Elisabeth Kübler-Ross entdeckten und so mehr über ihre Forschungen zu Nahtod-Erlebnissen erfahren konnten. Alle ihre Ausführungen verdeutlichen, was für ein besonderer Moment der Tod für die Seele ist. Egal wie man stirbt, der Tod ist ein friedvolles Ereignis den jeder von uns erleben darf. Mit diesen Erkenntnissen fällt es uns leichter in jeder Situation besonnen zu sein und gleichzeitig unser Bestes zu geben.

So beenden wir diesen Blog mit einem Zitat von Ghandi: „Lebe, als würdest Du morgen sterben. Lerne, als ob Du ewig leben solltest.“

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Wir wollten niemanden provozieren oder verunsichern und hatten vollstes Verständnis für alle Maßnahmen, die bis dato durchgeführt wurden. Wenn ihr unsere bisherigen Blogs gelesen habt, gehen wir davon aus, dass ihr auch mit folgender unkonventioneller Sichtweise, die wir entwickelt haben, klarkommt.

Aus unserer Erfahrung mit der Fermentation von Lebensmitteln wussten wir, dass alle möglichen Bakterien und Mikroben zu jeder Zeit im Gemüse vorhanden sind. Ist man sorgsam bei der Zubereitung entsteht z.B. ein schmackhaftes sowie nährstoffreiches Süßkartoffel-Kimchi mit vielen Milchsäurebakterien, das sich ewig hält. Bei Unachtsamkeit kann sich z.B. Schimmel bilden und man würde vermehrt andere Bakterien vorfinden. Bemerkenswert auch: Ein gutes Kimchi schimmelt in der Regel nicht mehr.

Deshalb fragten wir uns: Könnte es nicht sein, dass Viren sich nur dann vermehren können, wenn der Mensch ein geschwächtes Immunsystem hat? Bzw. mit welcher Wahrscheinlichkeit kann man ausschließen, dass Viren eigentlich nur ein Auslöser aber nicht die Ursache einer Krankheit sind?

Bekanntermaßen wird das Immunsystem etwa durch ungünstige Ernährungs- und Konsumgewohnheiten, Nährstoff- und Bewegungsmangel, Toxin-, Lärm-, Mobilfunk- und weitere Umweltbelastungen sowie familiäre Probleme etc. geschwächt. Diese Faktoren haben in den letzten Jahren mit der fortschreitenden Technisierung, den Wachstumsbestrebungen sowie dem Wettbewerbsdruck weltweit deutlich zugenommen, insbesondere in den Ballungsgebieten. Parallel entstehen immer mehr physische und psychische Erkrankungen, die in vielen Fällen mit pharmazeutischen Medikamenten behandelt werden, die nur die Symptome beheben, aber gleichzeitig den Körper mit Fremdstoffen belasten. Netterweise hat uns da jemand noch ein­ sehr ausgeklügeltes körpereigenes Entgiftungssystem mitgegeben, damit wir nicht gleich unter der Last der heutigen Zeit zusammenbrechen. Der Großteil der Toxine, die wir täglich aufnehmen, wird wieder ausgeschieden. Der restliche Teil, den das Entgiftungssystem nicht bewältigen kann, wird an möglichst ungefährlichen Bereichen des Körpers abgelagert. Um diese Ablagerungen abzusondern und wieder Platz zu schaffen gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Gefastet wurde schon ­immer, Sauna und Basenbäder sind auch schon länger bekannt, es gibt aber auch angepasst an die neuen Umweltbelastungen neuere Ansätze wie etwa Saft- und Wildkräuterkuren oder Gallen-und-Leber-Reinigungen. Diese zu neudeutsch als Detoxing bezeichneten Maßnahmen erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit und ihre Wirksamkeit wird immer mehr wissenschaftlich untersucht. Gerade beim Fasten ist die Studienlage unseres Erachtens nach ausreichend, um den positiven Effekt zu bestätigen. Die folgenden Erläuterungen aus der Alternativmedizin sind weniger verbreitet, aber erscheinen uns zumindest als überlegenswert. Beurteilt es selbst.

Werden diese Entgiftungsmaßnahmen nicht ausreichend durchgeführt, hat der Körper noch die Möglichkeit sein System runterzufahren und selbst eine Grundreinigung durchzuführen. Je nach Art, Stelle und Dringlichkeit kann der Körper die ungewollten Fremdstoffe durch die Erhöhung der Temperatur (Fieber/Entzündungen) lösen und aus allen Körperöffnungen mittels Sekreten (Husten/Schnupfen/Eiter/Schweißausbruch/Durchfall) hinausbefördern. Krankheit wird somit als ein lebensnotwendiger Heilungsprozess interpretiert. Mit diesem Ansatz kann man erklären warum Krankheiten so verschiedenartig sind und auch zum Tod führen können.

Je nach Lebenssituation ist jeder Mensch anderen Umweltbelastungen ausgesetzt. Wenn ein Organ, wie etwa die Lunge, bestimmten Umweltbelastungen (Smog/Fein­staub/Abgase/Nikotin) kontinuierlich ausgesetzt ist, entsteht eine einseitige Überbelastung, dass System kommt aus dem Gleichgewicht, stößt an seine Grenzen und kann entsprechend auch zusammenbrechen. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu einem endgültigen Totalausfall.

Wie passen dann die Viren in dieses Gedankenkonstrukt? Aus der Permakultur wissen wir, dass jeder Organismus einer intakten Natur seinen Sinn hat. All die sogenannten Ungeziefer und Viecher erfüllen einen bestimmten Zweck in der Fauna und Flora eines Ökosystems, damit dieses sich entfalten und selbst erhalten kann. Alles was die Natur so produziert, wird langfristig in irgendeiner Form zersetzt und  z.B. in Form von nährstoffreichem Humus der Erde zurück gegeben. Gerät dieser Selbsterhaltungskreislauf aus irgendeinem Grund aus dem Gleichgewicht, führt das zu einer Vermehrung von einzelnen Krabbeltiersorten, Pilzen oder Ähnlichem, die wir Menschen dann gern als Schädlinge klassifizieren. All diese Schädlinge sind aber in angemessener Zahl wichtige Mitglieder des Ökosystems. Würde man eines dieser Mitglieder ganz aus dem System abschaffen, würde das wiederrum zu Ungleich­gewichten an anderer Stelle führen. Umso mehr man bereit ist bei kurzfristigen Unannehmlichkeiten der Natur die Möglichkeit zu geben langfristig ihr eigenes Gleichgewicht wieder zu finden und weniger eingreift, umso stabiler wird das Ökosystem. Beispielsweise führt eine vermehrte Anzahl an Insekten im Idealfall wieder zu einer Vermehrung von Singvögeln, die uns dann wieder etwas Schönes vorzwitschern können.

Warum sollte dieses recht pragmatische Naturprinzip nicht auch für die Welt der Viren gelten? In geringen Mengen findet man alle möglichen Viren in der freien Laufbahn, aber auch im menschlichen Körper. Viren kommen und gehen unabhängig vom gesundheitlichen Zustand eines Menschen. Das wurde ja auch bei den jüngsten Ereignissen von offizieller Seite bestätigt. Besonders gern bleiben diese Viren aber dann bei gesundheitlich vorbelasteten Personengruppen und vermehren sich dort.

Und jetzt kommt unsere Interpretation:

Bei den meisten dieser Personengruppen verläuft die Krankheit ohne Komplikationen. Richtig? In diesem Fall bestätigen die Ausnahmen die Regel. All die Todesfälle und langfristigen Folgeschäden fanden bei denen statt, die schwerwiegende Vorerkrankungen hatten. Interessant wäre zu wissen, wie sich die geheilten Menschen danach gefühlt haben. Da in der Alternativmedizin jede Krankheit zugleich ein Reinigungsprozess darstellt, wären Viren auch nur wichtige Helferlein dieses Selbstheilungs- bzw. Selbsterhaltungssystems. D.h. ein Virus bleibt nur dort, wo er auch „gebraucht“ wird. Vorerkrankungen gehen einher mit allen möglichen Umweltbelastungen und Ernährungsgewohnheiten. In solch einem Milieu fühlen sich Viren scheinbar besonders wohl. Sie nähren sich dann von all den toxischen Ablagerungen und können sich vermehren. Wir würden das so interpretieren, dass sie dort viele Leckerlis vorfinden. Gleichzeitig scheint es im Körper aber etwas zu geben, das wiederum die Viren als etwas Schmackhaftes empfindet und sich ebenfalls vermehrt, wie unsere Singvögel. Das müssten dann die sogenannten Antikörper sein, die sich von dem reichhaltigen Angebot an Viren bedienen. Im Idealfall wurde das meiste an Altlasten von den Viren bereinigt bevor sie dann von den Antiviren dezimiert werden. Problematisch wird es dann, wenn die Viren besonders viele Leckerlis vorfinden und sich so vermehren, dass die Antikörper nicht mehr nachkommen.

Wenn man bedenkt, dass gerade in Ballungsgebieten, aber auch im kleinen Rahmen die Familien, jeweils ähnliche Umweltbelastungen vorfinden und einen ähnlichen Lebensstil pflegen, wäre die Vermehrung von einer Sorte Viren sowie den entsprechenden Heilungssymptomen zu gleicher Zeit mit unserer Sichtweise nichts Ungewöhnliches. So sind nach unserer Meinung nicht die Viren an sich das Problem, sondern das Milieu, das wir ihnen anbieten.

Genauso wie wir mit all unseren Eingriffen des Öfteren die Natur aus dem Gleichgewicht bringen, machen wir das auch mit unserem Körper. Nikotin, Koffein, Alkohol, Pharmazeutika, raffinierter Zucker, Transfette, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und und und. Die Auswahl sowie die Menge an gesundheitsbelastenden Konsummöglichkeiten haben über die Jahre hinweg in der modernen Gesellschaft immer mehr zugenommen. Bei all den Annehmlichkeiten die uns geboten werden, leben wir auch in einer ziemlich schadstoffüberdosierten Welt. Entsprechend hat sich auch die Zahl der Menschen vermehrt, deren Körper sich im extremen Ungleichgewicht befinden. Für diese Menschen ist dann eine Virusinfektion äußerst belastend.

Hier erscheint es kurzfristig als sinnvoll, diese sogenannten Risikogruppen von den Viren fernzuhalten. Entsprechend widerspricht unsere These im Prinzip auch nicht all den Sicherheitsvorkehrungen, die weltweit vorgenommen wurden. Man könnte im Nachhinein darüber diskutieren, welche Maßnahmen tatsächlich notwendig waren und welche nicht. Wir werden es erst mal lassen. Wir haben damals die Vorgaben so akzeptiert, wie sie getroffen wurden.

Also beachteten wir zu jener Zeit alle Regelungen und hielten Abstand von unseren Mitmenschen. Etwas schwer fiel es uns unsere Freunde und Familie nicht zu umarmen, wenn wir sie in der Öffentlichkeit sahen. Aber wir herzten uns drei dafür noch öfters. Beruhigend fanden wir auch, dass zumindest die Autoritäten mit denen wir zu tun hatten, das Durchsetzten der Maßnahmen nicht allzu strikt vorgenommen haben und unnötige Konflikte vermieden in dem sie auch öfters mal ein Auge zudrückten. Wir hatten aber auch vollstes Verständnis für alle Kritiker der gesetzlichen Maßnahmen, die sich begründete Sorgen um die demokratischen Werte machten und sich für ihre Grundrechte einsetzten.

Da wir uns schon länger mit den Theorien rund um den Sinn und Zweck von Krankheiten beschäftigt hatten, fühlten wir uns sicher und hatten keine Berührungsängste in jeglicher Hinsicht. Nach all unseren Detox-Maßnahmen über die Jahre hinweg, waren wir ziemlich sicher, dass die Viren bei uns nicht viel vorfinden würden, wenn sie sich überhaupt die Mühe machen sollten uns zu besuchen. Eine Vermehrung war eher ausgeschlossen und entsprechend war für uns die Wahrscheinlichkeit minimal, dass wir zu ihrer Verbreitung beitragen würden. So konnten wir all unsere Gedanken weiterhin auf das Hier und Jetzt fokussieren sowie unsere Zeit schöpferisch nutzen. Wir hatten durch die Umstände viel Zeit geschenkt bekommen, welche wir in unsere ersten Gartenarbeiten sowie in das Schreiben dieses Buches investierten.

Wir denken auch, dass durch diesen „Shut down“ viele nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen stattfinden werden. Eine vermehrte Etablierung von Home-Office wird enorme Ressourcen-Einsparung hinsichtlich Fahrtkosten sowie Raumkapa­zitäten ermöglichen und die Umwelt entlasten. Die Wirksamkeit von Freilerner-Konzepten im Rahmen von Home-Schooling wird mehr Akzeptanz finden und die gesetzlichen Bedingungen könnten entsprechend angepasst werden. Der Ausbau von Mehr-Generationen-Gemeinschaften könnte gefördert werden, um den älteren Menschen eine Alternative zu den immer größer werdenden Pflege- und Altersheimen zu bieten. Es entstehen mehr Selbstversorgergärten. Einen wunderbaren Artikel zu diesen Zukunftsvisionen hatten wir von Matthias Horx auf seiner Webseite gelesen.

Erstaunlich auch wie schnell und wirksam die Entscheidungsträger etwas gegen die globale Klimaerwärmung tun und die Luftqualität verbessern konnten. Wir freuen uns über jeden Tag, an dem wir einen überwiegend Kondensstreifen-freien Himmel sehen können und dem Vogelgesang ohne Fluglärm zuhören dürfen.

Wir sind recht zuversichtlich, dass sich langfristig eine neue Denkweise etablieren wird. Wie aus zahlreichen Placebo-Studien bekannt, ist der Glaube der allerwichtigste Faktor für eine Heilung. Stellt euch vor, wie sich das Gesundheitsbewusstsein der Menschen verändern würde, wenn sie überzeugt wären, dass Viren niedliche kleine Müllmänner sind, die nur im Notfall dem Körper beim Heilungsprozess helfen, indem sie besonders hartnäckige Altlasten beseitigen und im Grunde genommen nicht bösartig sind. Was wenn es für alle selbstverständlich wäre eine Überdosierung von Schadstoffen zu vermeiden, sich überwiegend pflanzlich und nachhaltig zu ernähren, auf Erholung und Bewegung sowie Detox-Maßnahmen zu achten, den Erhalt der Natur zu fördern, friedvoll zu kommunizieren, nichts persönlich zu nehmen, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und täglich das Beste zu geben, um gesund zu bleiben? Und wenn doch akute Erkrankungen eintreten würden, wäre es da nicht sinnvoll eine eingehende Ursachenforschung beim Patienten zu betreiben und ihn seinen Bedürfnissen angepasste selbstwirksame Entgiftungsmaßnahmen durchführen zu lassen, um eine langfristige Heilung zu ermöglichen?

Wenn man genau hinschaut, findet man diese Denkweise bereits bei einigen renommierten Ärzten sowie bei vielen engagierten Heilpraktikern. Es gibt auch schon ganze Kliniken wie etwa das Hippocrates Health Institut in Florida, die mit diesem Konzept arbeiten und ziemlich erfolgreich ihre teils schwersterkrankten Patienten von ihren Beschwerden befreien, indem sie deren Selbstheilungs­fähigkeiten fördern. Also leben wir bereits in einer Welt, in der es keine unheilbaren Krankheiten gibt. Um mit dieser Denkweise zu Recht zu kommen, bedarf es einer gewissen Eigeninitiative. Die Bereitschaft für diese Eigeninitiative wächst insbesondere in Krisenzeiten.

Versteht ihr jetzt woher unsere Zuversicht kommt?

Entsprechend unserer Interpretation können wir auch ausschließen, dass bei der ganzen Geschichte eine Verschwörung dahintersteckt. Wir denken, dass die Bundesregierung in allen Belangen nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Wir verharmlosen auch die ganzen Ereignisse weltweit nicht. Wir nehmen die Sache sehr ernst. Maßnahmen wie das Verbot von Großveranstaltungen könnten kurzfristig hilfreich gewesen sein. Langfristige Erfolge erzielen wir aber nach unserer Meinung erst durch die Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Solange wir all die Vorerkrankungen, die die ganzen Schwersterkrankungen sowie Todesfälle begünstigt haben, weiter mit vermeidbaren Umweltbelastungen sowie unserem Lebensstil fördern, werden wir ähnliche Situationen auch in Zukunft erleben. Es gibt noch viel Handlungsbedarf langfristig gesehen, um unsere Abwehrkräfte effizient zu steigern und unsere Gesundheit zu erhalten. Mögliche Impfstoffe werden unseres Erachtens dabei nicht die Lösung sein, eher im Gegenteil. Umso mehr und öfter wir uns impfen, umso öfter und schneller werden neue gefährlichere Virenerkrankungen entstehen. Mit unserer These interpretieren wir Impfungen, insbesondere die mit den toxischen Fremdstoffen, als unnatürliche Eingriffe in unser sonst intaktes Gesundheitssystem ähnlich wie der vermehrte Einsatz von Antibiotika zur Entstehung von noch gefährlicheren antibiotika-resistenten Erregern sowie deren Folgen geführt hat. Vergleichbar wären Impfungen auch mit den chemischen Pflanzenschutzmitteln, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden. All die Pestizide, Fungizide, Herbizide und Insektizide führen kurzfristig zu großen Erträgen, aber langfristig werden die Pflanzen so geschwächt, dass diese kaum noch Nährstoffe haben und entsprechend fad schmecken. Jeder nicht auf Masse produzierende Bio-Bauer kann bestätigen, wie widerstandsfähig, nahrhaft und geschmacksvoll sein Obst und Gemüse wird, wenn es sich erstmal auf seinem Feld ohne Chemie gegen all die natürlichen Widrigkeiten durchgesetzt hat. Jede Impfung schwächt unser eigenes Immunsystem, das dadurch verlernt die körpereigenen Abwehrkräfte aufzubauen. So wie der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmittel dazu führte, dass weltweit immer mehr und mit stärkeren Mitteln gespritzt wird, ist auch die Anzahl der vermeintlich notwendigen Impfungen sowie deren Dosis weiter angestiegen. Wenn das nicht mehr ausreicht, geht der Trend in der konventionellen Landwirtschaft dann hin zur Genmanipulation. Wie wird es dann im konventionellen Gesundheitssystem sein?

Bereits 1975 als Moto noch ein nach Muttermilch schreiendes Baby war und sich wenig Gedanken über Umwelt oder Gesundheit machte, hatte sein Landsmann Masanobu Fukuoka für sich erkannt, dass jeglicher Versuch die Natur zu kontrollieren kontraproduktiv ist. In seinem Buch „Der Große Weg hat kein Tor“ wird beschrieben, wie er es schaffte, auf seinen Feldern die besten Ernteerträge landesweit zu erzielen, gleichzeitig die Bodenqualität zu verbessern sowie die Artenvielfalt zu vergrößern, in dem er einfach der Vollkommenheit der Natur vertraute. Er besann sich auf die natürlichen Vorgänge von Fauna und Flora. Gleichzeitig verzichtete er bewusst auf den Einsatz von Maschinen sowie Chemikalien. Im Zuge dessen hat er erkannt, dass sein Vorgehen sich nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern im Prinzip auf alle Lebensbereiche wie etwa Gesundheit oder Erziehung sinnvoll übertragen lässt. Als einer der bedeutendsten Vorreiter der Permakultur-Bewegung, hat er mit seinen Erkenntnissen sowie Veröffentlichungen nicht nur die Landwirtschaft revolutioniert, sondern eine Philosophie kultiviert, anhand der die Menschen glücklich im Einklang mit der Natur leben können. Bezeichnenderweise hat sein radikaler Lebenswandel von einem im Labor arbeitenden Pflanzenpathologen hin zu einen philosophierenden Öko-Bauern damit begonnen, dass er sich als 25 Jähriger eine akute Lungenentzündung zuzog und in eine Sinnkrise verfiel. Seitdem war er bis weit über seine achtziger Lebensjahre als Bauer aktiv, wurde 95 glückliche Jahre alt und hielt noch wenige Jahre vor seinem Tod Vorträge über die natürliche Lebensweise.

Wir gehen davon aus, dass Fukuoka-Sensei kein Befürworter von pharmazeutischen Impfmaßnahmen war.

Alles nur unsere Meinung und bevor wir hier noch weiter ausschweifen, wollten wir einfach nur sagen, dass wir uns weitgehend an alle Maßnahmen halten und keine Fake-News verbreiten. Wir haben uns weder einer fremdenfeindlichen Partei, einer freiheitsberaubenden Sekte noch einer ideologischen Gruppierung angeschlossen und sind auch keine Sympathisanten von solchen intoleranten Vereinigungen. Nichtsdestotrotz verurteilen wir niemanden, auch wenn wir dessen Handlungen nicht gutheißen.

Kein Mensch ist bösartig, manche sehen nur nicht was sie anderen antun oder haben sich nicht mehr unter Kontrolle. Viele der gesellschaftsschädlichen Wertevorstellungen haben sich durch eine missglückte Kindheit und/oder Jugend bei diesen Menschen über die Jahre hinweg entwickelt. Wenn Erwachsene Kindern immer wieder in unnötige Stresssituationen zwingen und ihnen wenig Aufmerksamkeit schenken, ist es unseres Erachtens auch nicht verwunderlich, wenn diese dann irgendwelche Psychosen entwickeln. Gerade misshandelte Kinder neigen dazu als Erwachsene vergleichbare Fehler wie ihre Eltern zu machen. Hinzu kommen dann all die Süchte, von denen sie nicht mehr loskommen. Jeder der mal an einer Sucht gelitten hat wird es bestätigen können. Auch wenn man genau weiß, dass es nicht gut für einen und die Umwelt ist, setzt der Verstand aus und man tut Dinge, die man eigentlich lassen sollte. Langfristig kann aber jeder sich von selbstschädigenden Verhaltensmustern befreien, wenn man ihnen immer wieder mit Aufmerksamkeit und Liebe eine echte Chance gibt, aus ihrem Teufelskreis auszutreten.

Entsprechend halten wir uns an den spirituellen Ansatz aller Weltregionen des liebevollen Umgangs mit allen Geschöpfen. Wir sehen die ganzen Veränderungen um uns herum weiterhin als Chance für die Menschheit, umweltschädigende Denkstrukturen aufzubrechen, ein verständnisvolles Miteinander zu kultivieren und gesundheitsfördernde Gewohnheiten zu beleben. Wir hoffen Ihr könnt uns da ein wenig zustimmen und könnt wie wir hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Frohköstliche Erlebniswochen

In den restlichen Sommerferien 2019 nach unserem Besuch in Telgte  haben wir uns weiter sehr gut erholt und zugleich sehr viele neue Erkenntnisse sammeln können. Hinsichtlich unseres Grundstücks in Gründau läuft noch der Befriedungsprozess. Bald kommt auch ein kleiner Beitrag dazu in der ZDF-Sendung Terra Express. Mit dem NABU Main-Kinzig-Kreis haben wir angefangen Schritt für Schritt geeignete Naturschutzmaßnahmen vorzunehmen, um die natürliche Artenvielfalt auf unserer Wiese zu fördern. Dabei haben wir tolle Unterstützung von in der Nähe lebenden Pferdebesitzern erhalten, die uns die Wiese kurzfristig schonend gemäht haben.

Die meiste Zeit der Ferien waren wir Zuhause und haben in Besinnlichkeit gelebt. Wir waren oft im Wasser, sei es im Main bei Mühlheim, im Panoramabad in Bornheim, im Gartenbad in Fechenheim, bei Oma Keiko und Opa Norbert im Kahler See oder im Planschbecken auf der idyllischen Gartenwiese von Oma Doro und Opa Jürgen. Wir haben viel musiziert, einige Bücher aus der Bücherei gelesen, von denen die meisten bei den letzten Blogs als Buchtipps auftauchen, täglich frisch gepressten Obst- und Gemüsesaft getrunken und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Zwischen-zeitlich hatten wir das Vergnügen bei Lottis super cooler Geburtstagsfeier auf ihrem beneidenswerten Familiengartengrundstück mit Streuobstwiese zu zelten. Wir waren auch auf einer Demo für die Schließung aller Schlachthäuser in Frankfurt dabei und waren freudig überrascht über die gute Organisation sowie rege engagierte Teilnahme, insbesondere von vielen jungen Menschen.

Moto hat sich zwischenzeitlich 3 Wochen fast ausschließlich von frischgepressten Gemüse- und Obstsäften ernährt, öfters mit Einläufen den Darm gespült und hat zweimal eine Leber-Gallen-Reinigung nach Florian Sauer durchgeführt. Dabei war er die meiste Zeit erstaunlich fit, zeitweise fitter als mit fester Nahrung. Und wieder kam eine ordentliche Portion an Giftstoffen in Form von alten Kotablagerungen und Gallenausscheidungen zusammen, die ihren Weg hinausgefunden haben. Moto ist seitdem nicht nur körperlich sondern auch mental sehr erleichtert und vital.

Eine besondere Woche verbrachten wir wieder bei Sonja Watt im Odenwald. Bei ihrem alljährlichen Rohkost-Sommercamp bei dem wir zum dritten und Yasu zum ersten Mal außerhalb von Lisas Bauch dabei waren, konnten wir erneut ein rohköstliches Gemeinschaftsleben der wundervollsten Art genießen. Jeden Morgen gab uns Heidi mit ihren sanft angeleiteten Yoga- und Meditations-Übungen den nötigen Kick für den Tag. Mindestens ein Mal am Tag knüpften wir einen harmonisierenden Gesangsteppich mit Corinna beim Circle Singing. Hinzu kamen wieder die interessantesten Vorträge und Kursangebote wie etwa Obertonsingen, Gemeinschaftstänze, ganzheitliche Bildung, Augentraining, Selbstversorgergarten, Rohkost-Zubereitung, Feuerritual, Clearing Breath Work, Seelengesang oder auch über DMSO, ein vielseitig einsetzbares, wirksames und kostengünstiges Heilmittel, über das die pharmazeutische Schulmedizin ungern spricht. Eine weitere Besonderheit war die Ceragem-Therapie-Liege die Andreas der Gemeinschaft zur Verfügung stellte und die jeder kostenfrei nutzen konnte, um sich eine erholsame Massage zu gönnen.

Die zahlreichen Kinder auf dem Camp konnten jederzeit sehr aktiv ihre Freizeit gestalten. Wenn sie mal tatsächlich genug davon hatten sich draußen mit ihren Laufrädern, Wasserpistolen, Bällen oder selbst gebastelten Morgensternchen in der freien Natur auszutoben, konnten sie im Haus Kickern, Kneten, Malen, Rohkost-Power-Bällchen mit Nicola zubereiten oder Tischtennis spielen. Beim Kamishibai von Gabriele  konnten sie ihre schauspielerischen Talente unter Beweis stellen, mit Marco & Corinna  wurden neue Lieder erfunden, im nahegelegenen Kneipp-Becken im Wasser spielen, mit Elke wurde auf Alltagsgegenständen getrommelt und bei der Nachtwanderung konnten sie den Sternenhimmel bewundern.

Als jüngster Rohköstling auf dem Camp beobachtete Yasu täglich fasziniert das fröhliche Treiben der größeren Kinder und war sehr glücklich in der Natur zu verweilen. Oft war er damit zufrieden im Gras zu sitzen, die Wildkräuter auszuzupfen und diese zu probieren. Hinzu kamen noch viele beruhigende Spaziergänge im Bondolino durch Wald und Wiese. Er freute sich auch immer wieder über die vielen netten Menschen auf dem Camp, die ihm viel Aufmerksamkeit schenkten. Hochverzückt war er, als er einen aus Wiesenblumen geknüpften Kranz aufgesetzt bekam und somit in der Rohkost-Gemeinschaft willkommen geheißen wurde. Nachts hatten wir immer einen angenehmen Schlaf zu dritt in unserem altbewährten Zelt.

Wie die Rohkost selbst, waren auch die Camp-Teilnehmenden aus ganz Deutschland bunt gemischt: freiwillig Angestellte, zwangsläufig Verbeamtete oder zufällig Selbstständige, gemeinschaftsliebende Singles, Alleinerziehende in Freiheit, Patchwork-Familien oder Teilzeit-Großeltern, jeder mit eigenen Vorlieben und Vorstellungen. Genauso vielfältig waren auch die Übernachtungsvarianten, angefangen vom Ein-Frau-Zelt, umgebauten Feuerwehrauto bis zum modernen Familien-Wohnwagen draußen oder auch gut eingerichteten Familienzimmer drinnen. Nichtsdestotrotz erlebten wir ein sehr harmonisches Miteinander, kaum Stress und dafür sehr viele inspirierende Gesprächsthemen rund um nachhaltiges, erfülltes Leben.

Unser Essen haben wir meist selbst in der geräumigen Gemeinschaftsküche zubereitet. Dabei wurden wieder viele neue Rezeptideen, Bezugsquelleninfos, Küchentipps und -tricks sowie Zutaten ausgetauscht. Wir konnten dabei jeden Tag direkt vor Ort Bio-Rohkost-Lebensmittel überwiegend aus der Region einkaufen. Mit Passioflora verweilte auch ein Direktimporteur bei uns, der weitere sonnengereifte Rohkost-Leckereien wie Avocados, Mangos, Sapote Blanco, Duriane, aber auch Nüsse und Oliven überwiegend aus Spanien zu fairen Preisen verkaufte. Das Sommer-Camp gönnte sich auch den Luxus, frische Kokosnüsse von Dr. Goerg liefern zu lassen, was Groß und Klein sehr erfreute. Aufgrund von Anfragen bezüglich der Ökobilanz von Kokosnüssen, hier ein Link dazu.

Ach ja, hier auch noch eine kurze Zusammenfassung für Interessierte was die Rohkost alles zum Essen anbietet und wie wir vorgehen:

– Obst (über 40000 Arten und Sorten weltweit) frisch und getrocknet
– Gemüse
– Wildkräuter
– Algen (Nori, Chlorella, Spirulina, etc.)
– Nüsse (in Wasser eingeweicht) und deren Rohmuse
– Saaten (Sesam, Hanf, Chia, etc.) und deren kaltgepressten Öle
– Sprossen
– Fermentationsprodukte (Sauerkraut, Cashewjoghurt, Tamari, etc.) sowie
– Gewürze

Die Auswahl in der Rohkost ist erstaunlich vielseitig, mindestens genauso wie die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen dieser Welt. Entsprechend ist gerade für Rohkost-Neulinge die Herausforderung groß für jede Lebensphase eine zufriedenstellende Zusammensetzung für den eigenen Körper und Geist zu finden. Jeder Rohkostweg ist anders und beinhaltet meist eine intensive sowie spannende Auseinandersetzung mit Lebensmitteln der reinsten Form. Mittlerweile gibt es eine sehr große Auswahl an wissenschaftlichen Studien und Erfahrungsberichten in Form von Literatur, Internetseiten oder Videos. Wir sind bisher gut damit gefahren, uns vielseitig zu informieren, alles mal für eine Weile immer mal wieder auszuprobieren, dabei auf unsere Intuition sowie Körpersignale zu achten und mit Freude zu essen. Gerade zu Beginn unseres Lehrpfades hat uns die rohköstliche Verarbeitung in Form von Säften aus einem Slow Juicer, Smoothies und Cremes aus einem Hochleistungsmixer, aber auch Fermentation sehr geholfen, um gleich eine hohe Bekömmlichkeit und effiziente Nährstoffaufnahme zu erhalten.

Beim Rohkost-Camp haben wir uns oft einfach mit einen Korb voll mit frischen Obst und Gemüse auf die Wiese gesetzt. Wir haben dann alle drei nach Lust und Laune ohne großen Zubereitungs- und Abwaschaufwand gegessen worauf wir Lust hatten. Herrlich, das werden wir wohl jetzt öfters machen! Andererseits hatten wir auch unsere Gaumenfreude durch die Zubereitung von exquisiten Gourmet-Rohkost-Gerichten, wie etwa einer Wildkräuter-Quiche oder einer Buchweizencreme. Das Rohkost-Sommercamp ist mittlerweile ein fest eingeplantes Sommerferien-Highlight für uns. Wir freuen uns die wachsende Gemeinschaft jedes Jahr wieder zu sehen. Wir danken der bewundernswerten Sonja Watt für ihr motivierendes Engagement voller Liebe und Enthusiasmus mit der sie unsere Welt aufblühen lässt!

Am Ende der ersten Sommerferien von Yasu hatten wir noch einen ganz besonderen Besuch aus Frankreich. Die Großfamilie Dietzmann mit Sandra, Muzius, Kyana, Eiryne, Angie und Tao hatte sich auf den Weg gemacht, um quer durch Deutschland zu reisen. Bei ihrem mehrtägigen Zwischenstopp bei uns hatten wir eine Riesengaudi. Wir haben die Spielplätze der Umgebung unsicher gemacht, am Bahnhof gemeinsam musiziert und Yasu wurde mit Extra-Kuschel-und Knuddel-Einheiten beglückt. Wenn man bedenkt, dass Motos Familie lange Zeit nur aus seiner Mutter Keiko und ihm bestand, war es ein wundervolles Ereignis beim gemeinsamen Familienessen am Kahler See bei Oma Keiko und Opa Norbert zum ersten Mal mit sechs Erwachsenen sowie drei Kinder am Tisch zu sitzen. Ein paar Tage zuvor hatte Lisa ihren letzten Auftritt mit ihren Freundinnen vom Flötenspektakel bei Musik im Park in Rumpenheim. Nach rund 10 unvergesslich schönen lehrreichen Jahren beginnt ein neuer musikalischer Abschnitt fern des Übens und Einstudierens. Spontane Klänge, gemeinsames Improvisieren und fröhliches Beisammensein kennzeichnen ab jetzt ihre Idee von Musik. Om singen im Kreis, miteinander Atmen, sich anbinden und Melodien empfangen, gemeinsam im Hier und Jetzt sein, Klangteppiche weben, Familienband  – all das und noch mehr erfüllt sie mit Freude.

Wir sind unendlich dankbar so schöne Sommerferien mit Yasu erlebt zu haben und freuen uns auf die unzähligen weiteren Sommerferien die noch kommen werden!

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Am Sonntag dem  8. September findet in Rahmen der Klimagourmet-Wochen ab 11 Uhr ein Rohkost-Potluck für alle Interessierte statt. Weitere Infos hier.

Veganer Rohköstling

Anfang der Sommerferien 2019 haben wir die Urgroßeltern von Yasu in Telgte besucht. Dort wurden wir mit frischem Gemüse, Wildkräutern und Kartoffeln aus dem eigenen Garten sowie zwei leckeren Kirschkuchen verköstigt. Übernachtet haben wir wieder bei Tante Anke, die uns wie immer sehr herzlich empfing. Wir erlebten dort auch eine wunderschöne Abschlussklassenfeier der Waldorf-Schule in Everswinkel. Es wurde eine Vielfalt an künstlerischen und musikalischen Beiträgen von sehr aufgeweckten sowie kreativen Schülerinnen und Schülern dargeboten. Auch sonst ist diese von Tante Christiane mitgestaltete Schule ein herrlicher Lernort mit einem tollen Schulgarten und gepflegtem Tierrefugium.

Im nahe gelegenen Münster haben wir bei einem Tagesausflug die Gelegenheit wahrgenommen uns von der veganen Kochkost zu verabschieden. Es war eine herrliche vegane Schlemmertour! Zuerst waren wir bei Gustav Grün und haben uns eine leckere Falafelbox geteilt. Danach waren wir im Krawummel und verspeisten eine nahrhafte California Bowl. In Deutschlands derzeit größtem Unverpacktladen Einzelhandel wurde ein sündhaft süßer Brownie verputzt. In der neueröffneten Fairteilbar gab es noch Bananenbrot und Petersilienpestostulle aus geretten Lebensmitteln sowie ein ChariTea. Zuletzt gönnten wir uns noch eine große Portion Frozen Soja-Yogurt von Yomaro mit Erdbeersoße, Blaubeeren und Oreos.

Yasu war sehr begeistert von diesem Besuch bei seinen Verwandten mütterlicherseits. Die Tage in Telgte waren ein wunderschöner Start in die Ferien! Gleichzeitig markieren sie den Beginn eines kochkostfreien Lebens für die kleine Familie Watanabe.

Mit unserem Selbstversuch der Eine-Mahlzeit-Am-Tag-Ernährung nach Dr. Nun Amen-Ra Anfang 2018 und den vielen Ausnahmen, die wir seitdem bei Besuchen und Feierlichkeiten gemacht haben, waren wir ein ganzes Stück von unserer Idealvorstellung, ausschließlich rohköstlich zu leben, abgewichen. Dabei hatten die längeren Phasen zuvor, wo wir uns zumindest 99% roh ernährt hatten, uns gesundheitlich so gut getan! Nichtsdestotrotz bereuen wir die ganzen Kochkostausnahmen nicht. Vieles davon waren ja extra für uns zubereitete vegane Köstlichkeiten gewesen und wir hatten damit unsere Gaumenfreuden! Herzliches Dankeschön an alle die sich so viel Mühe für uns gemacht haben! Gleichzeitig konnten wir wertvolle Erkenntnisse daraus ziehen welchen Effekt die Kochkost auf uns hat, da wir uns sonst nur überwiegend roh ernährten. Somit fiel uns auch die Entscheidung leichter in Zukunft nur noch rohköstlich zu essen. Wir haben u.a. festgestellt, dass wir nicht so schnell von der rohköstlichen Enzymverdauung zur kochköstlichen Gärverdauung umstellen konnten, so dass die Verdauung nach den Kochkostausnahmen eher suboptimal war. Dies führte dazu, dass wir emotional labiler und unsere Schlafphasen weniger erholsam waren. Ein weiterer wichtiger, wenn nicht gar der entscheidende Faktor, der zu unserer Entscheidung geführt hat, war unser kleiner Rohköstling.

Bis auf die gelegentlichen Ausnahmen über die Muttermilch, hat Yasu bisher nur rohköstlich gegessen. Für die kommenden Monate, wir denken so etwa bis ein Jahr, wird Yasu noch hauptsächlich und danach, wir denken maximal bis 2,5 Jahren, ergänzend durch Muttermilch genährt. Sukzessiv wird der Anteil an fester Nahrung zunehmen. Bekanntlich interessieren sich die Kinder besonders für das, was die Eltern so essen. Bereits jetzt verfolgt unser Leckermäulchen aufmerksam alles was wir uns zu Munde führen, und freut sich, wenn er auch was davon probieren kann. So hat er schon diverse Häppchen von grünen Smoothie-Bowls, Rohkostkuchen und -brot, Sauerkraut, Cashew-Joghurt, aber auch viel einfaches Obst sowie Gemüse mit seinen kräftigen kleinen Händchen zerquetscht, genüsslich abgeschleckt und uns nebenbei noch ein kulinarisches Schlachtfeld hinterlassen. Oft hat er auch seinen Spaß dabei einfach ein Blatt oder Blüte von Wildkräutern in den Mund zu nehmen und darauf zu kauen.

Sein bisheriges Interesse für die Rohkost wollen wir in Zukunft weiter fördern. Wir sind sehr zuversichtlich, dass diese Ernährungsform, wie wir sie bisher kennengelernt, praktiziert und verinnerlicht haben, für die physische und psychische Entwicklung unseres Kindes nur von Vorteil sein wird. Allein die damit einhergehende Vermeidung von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln würde das Risiko minimieren, das Yasu irgendeines der bereits bei Wohlstandskindern weitverbreiteten und derzeit zunehmenden Zivilisationsbeschwerden wie etwa Allergien, Übergewicht, ADHS, Hautirritationen, Immunschwäche, Karies, Diabetes, etc. erleiden muss. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an positiven Erfahrungsberichten von Rohkostfamilien (z.B. Link Erdbeerkinder, Nordischroh, Sonja Watt) und eine ganze Reihe an Fachliteratur (Buchtipp: „Kinderernährung – lebendig und schmackhaft“ von Dr. Urs Hochstrasser), die die Vorteile einer gut geplanten und ausgewogenen rohköstlichen Ernährung für Kinder beeindruckend belegen. Die in der Rohkost übliche große Auswahl an natürlichen, geschmacklich unverfälschten Lebensmitteln festigt und fördert zudem die angeborene Fähigkeit, die richtige Menge, Art und Zusammensetzung der Speisen zu sich zunehmen, die der Körper gerade braucht und die zu meiden die eher schädlich sind (Buchtipp: „Somatische Intelligenz“ von Thomas Frankenbach). Zudem isst man achtsamer und bedachter, wenn die natürliche Konsistenz der Lebensmittel erhalten bleibt (Buchtipp: „Yoga der Ernährung“ von Omraam Mikhael Aivanov).

Sicherlich ist die rohköstliche Ernährung nur ein Puzzleteilchen von vielen für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Dafür ist es aber eines, welches großen Einfluss auf die anderen Puzzleteilchen hat. Mit der Rohkost kann man schon von frühauf das angeborene Gespür für alles Natürliche erhalten und weiterentwickeln. Wildkräuter- und Streuobstwiesen, Beerensträucher sowie Permakulturgärten werden beliebte Ausflugsziele für Naschereien sein. Die Empathiefähigkeit des Kindes wird durch den ungetrübten Umgang mit anderen Lebewesen, angefangen von den Säugetieren, den Vögeln bis hin zu den Insekten, aber auch allen Wasserwesen, gefestigt und gestärkt. Wir selbst werden noch mit regelmäßigen Besuchen in Gnadenhöfen (z. B Tierrefugium Hanau, Erdlingshof) aber auch das Erkunden von Naturschutzgebieten sowie auch unseres eigenen Grundstücks in Gründau, unsere Verbundenheit zu anderen Erdlingen weiter verinnerlichen. Entsprechend kann das Kind seine naturgegebene Intuition, die für alle seine Lebensentscheidungen wichtigste mentale Kompetenz, aber auch seine Kreativität erhalten und weiterentwickeln.

Für die Rohkost-Frühförderung unseres Zöglings ist es aber auch wichtig, dass wir als Eltern mit bestem Beispiel vorangehen. Aus Erfahrungsberichten wissen wir, dass jegliche Kochkostausnahmen durch die Eltern dazu führen, dass auch das Kind die Ausnahmen mitmachen will. Einmal auf den Geschmack gekommen, ist es gerade für ein Kind trotz aller Vorteile schwer zu verstehen, warum es sich wieder komplett auf Rohkost umstellen soll. So stellen wir uns der Herausforderung unserem pflanzlich genährten Kraftpäckchen ein Umfeld zu erschaffen, wo er und auch wir als seine Essensvorbilder jederzeit Zugriff auf leckere roh-vegane Speisen haben, so dass wir keine Ausnahmen mehr machen müssen. Wir sind selber gespannt, wie wir dieses Umfeld aufbauen und wie lange es nötig sein wird. Solange Yasu damit gesund, zufrieden und glücklich ist, werden wir unser Bestes geben, dass er die Faszination Rohkost mit allen Sinnen erleben kann. Praktisch heißt es für uns, dass wir vieles vorausplanen und stets in gutem Austausch mit unseren Mitmenschen sein müssen. Dabei können wir sehr gut auf unseren bisherigen Erfahrungen hinsichtlich Organisation und Kommunikation zurückgreifen, seit wir selbst unsere Ernährung umgestellt haben.

Anfangs noch sehr aufwendig, haben wir mittlerweile Routine darin, zu Hause rechtzeitig Proviant vorzubereiten, um unterwegs ausreichend versorgt zu sein. Für Feierlichkeiten und Besuche haben wir es uns angewöhnt ein/ zwei roh-vegane Essensbeiträge mitzubringen. In der Regel reicht die Menge, dass alle Interessierten was probieren können und wir davon satt werden, falls es keine Alternativen für uns gibt. Wobei es selten der Fall ist, dass es nichts für uns gibt. Obst und Frischkostsalate mit einem Essig-Öl-Dressing gibt es fast überall und auch Gemüse-Sticks sind beliebte Buffet-Dekorationen. Zu Hause sind wir küchentechnisch auch für die Gourmet-Rohkost-Zubereitung optimal ausgerüstet und können die Hitparade der beliebtesten Kinderspeisen, angefangen von Nudeln mit Tomatensauce bis hin zu Pizza Hawai in der Rohkostvariante herbeizaubern. Wir haben stets einen gut gefüllten Kühlschrank sowie Vorratsschränkchen, so dass wir auch für Überraschungsgäste gut gewappnet sind. Mit zunehmendem Alter von Yasu werden wir sicherlich noch ganz andere Vorkehrungen treffen müssen, aber wir betrachten diese als willkommene Entfaltungsmöglichkeit unserer Kreativität und Problemlösefähigkeit. Wir gehen davon aus, dass es für uns ein lohnenswerter Lernprozess sein wird, bei dem wir alle drei unseren Horizont erweitern können.

Uns ist natürlich bewusst, dass diese Art der Ernährung für viele Menschen ungewohnt, befremdlich bis hin zu besorgniserregend sein kann. Aber die rohköstliche Ernährung von Kindern ist gar nicht mal mehr so selten und das öffentliche Interesse daran steigt, dass sogar ein Massenmedium wie Spiegel Online noch verhalten aber positiv darüber berichtet. Wie bei allen unseren bisherigen alternativen Maßnahmen, wie etwa der Hausgeburt, Windelfrei, unverpackt einkaufen, Leber-Gallen-Reinigung etc., haben wir uns auch diesmal intensiv mit den Hintergründen auseinander gesetzt und uns gewissenhaft auf mögliche Schwierigkeiten eingestellt. Die zwei wohl häufigsten Bedenken sind Nährstoff-Mangel und soziale Ausgrenzung insbesondere beim Kind. Im Folgenden haben wir unsere Gedanken dazu aufgeschrieben.

Nährstoff-Mangel: Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass man bei richtiger Zusammensetzung der Rohkost, keinen Nährstoff-Mangel erleidet. Für Erwachsene spielt der Faktor Zeit bzw. Geduld eine entscheidende Rolle bei der Umstellung auf eine optimale Rohkost-Ernährung. Diese Ernährungsform löst zu Beginn immer auch einen Reinigungsprozess im Körper aus. Je nach Vorbelastung durch Industrienahrung und je nach Intensität der Rohkost, werden Schadstoffe die sich über die Jahre im Körpergewebe angesammelt haben, in großen Mengen gelöst und hinaus befördert. Einhergehend mit einem deutlichen Gewichtsverlust kann dies mitunter zu heftigen Beschwerden wie etwa Durchfall, Hautausschlägen, erhöhter Blasendrang oder auch zu Erkältungen mit erhöhter Schleimbildung führen. Diese Entgiftungsmechanismen helfen dem Körper die gelösten Schadstoffe schnell aus dem Körper zu befördern, bevor es zu einer Rückvergiftung kommt. Erst nachdem der gröbste Reinigungsprozess, welcher mitunter Jahre dauern kann, durchgestanden ist, kann der Körper die lebensnotwendigen Nährstoffe optimal aufnehmen und verarbeiten. Deshalb sind adäquate Nahrungsergänzungsmittel gerade in dieser Phase sehr empfehlenswert, um einem Nährstoff-Mangel vorzubeugen. Der Reinigungsprozess kann zusätzlich mit regelmäßigen frischgepressten Obst- und Gemüsesaft-Fastenkuren und Darmspülungen unterstützt werden. Früher oder später stellt sich dann aber auch der spürbare positive Effekt, in Form von mehr Energie, erholsameren Schlaf, klarerem Kopf, weniger allergischen Reaktionen etc. ein. Der ganze Verdauungstrakt ist deutlich entlastet und kann durch die sogenannte Enzymverdauung, bei der die nur in der Rohkost erhaltenen Enzyme verwendet werden, alle nötigen Nährstoffe effizient aufnehmen und verarbeiten.

Im Falle unseres friedvollen Energiebündels, bedarf es allerdings keiner Umstellung mehr. Sein Verdauungssystem ist noch weitgehend unbelastet und ist ohnehin auf die wesentlich energieschonendere Enzymverdauung eingestellt. Entsprechend dürfte er keine Probleme haben, alle seine notwendigen Nährstoffe über die Rohkost zu erhalten. Bereits jetzt achten wir darauf, dass wir täglich frisch gepflückte Wildkräuter(Buchtipp: „Wildkräuter“ von Ralf Brosius) und sogenannte Superfoods in unseren Speiseplan integrieren, welche eine deutlich höhere Nährstoffdichte als das kultivierte Gemüse aufweisen und oft noch andere wichtige Inhaltsstoffe bereithalten.

Nichtsdestotrotz werden wir zusätzlich zu den kinderärztlichen Pflichtuntersuchungen auch alternative Kontrollen durchführen, um die Nährstoffversorgung zu überprüfen. Mittlerweile gibt es für alle lebensnotwendigen Nährstoffe die entsprechenden veganen Nahrungsergänzungsmittel, so dass wir allein schon bei Verdacht recht unkompliziert vorbeugend einwirken können. Für die B12-Versorgung greifen wir auf eine breite Palette an veganen Quellen und Kontrollmaßnahmen zu.

Soziale Ausgrenzung: Es kann passieren, dass Yasu außerhalb seines Zuhauses, Dinge sieht, die er aus Interesse gern probieren möchte, aber wir ihn nicht lassen. Wir hatten bereits Situationen, in denen er z.B. etwas aus minderwertigem Kunststoff zum Mund führen wollte und wir es ihm weggenommen haben. Bis jetzt hat er sich nicht groß beschwert und war meist wieder sehr zufrieden, wenn er dafür etwas anderes wie z.B. einen Holzlöffel bekam. Wie zuvor beschrieben, gehen wir davon aus, dass wir mit geeigneten Vorkehrungen bei der Essensversorgung für unterwegs, solche Situationen weitgehend vermeiden können oder zumindest immer zufriedenstellende Alternativen bieten können. Wir sind zuversichtlich, dass Yasu mindestens bis zu seiner Pubertät sich bei seinen Essengewohnheiten an uns orientiert und uns vertraut.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir uns in Zukunft intensiver mit nachhaltig und roh-vegan orientierten Menschen austauschen werden sowie uns noch mehr mit Rohkostfamilien vernetzen werden. Gleichzeitig werden wir aber auch den engen Kontakt zu unserer Familie und zu unseren bisherigen vertrauten Freunden beibehalten. Hinzukommen noch die Begegnungen mit anderen Altersgenossen bei den diversen Förderungsangeboten wie etwa Babyschwimmen, Babysignal, Windelfreitreffen, Musikkrabbelgruppen etc. die wir wahrnehmen werden. Bis zur Einschulung werden das die wesentlichen sozialen Kontakte von Yasu sein. Diese müssten erst mal ausreichen, um sich an das Leben in einer größeren Gemeinschaft zu gewöhnen. Derzeit tendieren wir dazu die vorschulische Förderung selbst zu übernehmen. Die finanziellen Mittel, die Zeit und das Selbstvertrauen haben wir. Deshalb freuen wir uns, noch lange die Entwicklung unseres Jungen selbst unterstützen und miterleben zu können.

Wir wollen ihm eine breite Palette an frühkindlichen Bildungsmöglichkeiten anbieten, ohne ihn zu überlasten. Wir werden versuchen seinen Weg so zu ebnen, dass er immer wieder seine innere Ruhe und äußere Gelassenheit finden kann (Buchtipp: „Mentales Stressmanagement“ von Tanja Madsen). Der Film „Alphabet“ von Erwin Wagenhofer hat uns in dieser Hinsicht sehr inspiriert. Wir haben auch angefangen uns in die entsprechende Fachliteratur einzulesen (Buchtipp: „Kinder fördern nach Montessori“ von Tim Seldin). Wir sind frohen Mutes, dass wir es schaffen, dass unser kleiner Rabauke frühzeitig imstande ist sich in einer Gemeinschaft positiv einzubringen, zugleich seine Eigenarten beibehalten kann und mit seinen schrägen Eltern klar kommt. Im Idealfall wird er früh erkennen, dass es im Leben nicht nötig ist, die gleichen Dinge zu tun oder zu haben wie andere, sondern dass es mehr darum geht alle Mitmenschen mit egal welchen Besonderheiten zu achten sowie seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Gleichzeitig werden wir stets darauf achten, dass wir alle drei bescheiden auf dem Boden der Tatsachen bleiben, uns selbst nicht allzu ernst nehmen sowie das Leben in dieser schönen bunten Gesellschaft würdigen und genießen (Buchtipp: „Thrive“ von Arianna Huffington). Wir erschaffen uns unsere eigene wunderbare Welt und sind zugleich ein Teil davon (Buchtipp: „Du bist das Universum“ von Kafatos/Chopra).

Bis dahin und auch danach wird noch vieles passieren, was wir nicht vorhersehen können. Wir sind uns bewusst, dass nicht alles richtig sein muss, was wir machen. Wir wollen weiterhin alle unsere Entscheidungen intuitiv, pragmatisch und zielorientiert treffen und dabei flexibel in unserem Handeln bleiben. Mit unseren Blogs hoffen wir, dass die Mitmenschen unsere Lebensweise zumindest besser verstehen, uns vielleicht etwas zutrauen und notfalls auch beistehen. Am Ende wollen wir, dass Yasu auch als Erwachsener glücklich und zufrieden sein kann, wie wir es sind (Buchtipp: „Willkommen im Reich der Fülle“ von Robert Betz). Wir haben das Glück Eltern und Stiefeltern zu haben, die immer für uns da waren, uns immer gut genährt haben und uns die beste Bildung ermöglicht haben. Auf ihre Art und Weise haben sie voller Güte und authentisch immer das Beste für uns getan. Dafür sind wir ihnen unendlich dankbar und in ewiger Liebe verbunden! Wir hoffen, dass Yasu irgendwann auch das gleiche über uns sagen kann. Wir sind jetzt schon gespannt, welche Verrücktheiten er dann unseren Enkeln bieten wird. 🙂

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Mittlerweile häufen sich die Demonstrationen gegen die Einführung der Masern-Impf-Pflicht. Im letzten Blog haben wir über Impfungen allgemein berichtet. Wäre toll, wenn Ihr Euch weiter informiert und die Demonstrationen in irgendeiner Form unterstützen könntet!

Eine Welt voller Güte, Liebe, Toleranz und gegenseitigem Verständnis

Unser süßer Yasu ist mittlerweile über ein halbes Jahr alt und bereitet uns täglich viel Freude damit, dass er einfach da ist. Mal lacht er über die Lampe an der Decke, mal weint er, weil er schlafen will. Dann kuschelt er sich liebevoll an uns und schreit uns später an, wenn er nicht sofort an Mamas Brust darf. Er nimmt sich ganz viel Zeit für uns, ist geduldig und hat sehr viel Nachsicht mit uns. Er liegt viel mit uns im Bett, lässt sich gern tragen und gibt uns viel Aufmerksamkeit. Wir spüren täglich seine Liebe für uns und dass tut uns unheimlich gut. In einer Gesellschaft die sich im ständigen Wandel befindet und sich rasant fortentwickelt, gibt uns unser Junge die nötige Gelassenheit und Energie. Deshalb sind wir auch sehr dankbar, dass wir in einer Gesellschaft leben, die es uns ermöglicht, unsere Lebensweise selbst zu bestimmen. Wir können selbst entscheiden was wir essen und trinken, was wir anziehen, was wir kaufen, wie und wo wir hinfahren, welche Menschen wir treffen und wann wir schlafen gehen. Wir können uns roh-vegan ernähren, bei der Kleidertauschparties unser Outfit erneuern, bio und unverpackt (z.B. bei natuerlichfrei) einkaufen gehen, so ziemlich überall mit öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder Fahrrad hinfahren, uns mit den schrulligsten Querdenkern oder verrücktesten Gegen-den-Strom-Schwimmern treffen und im Sommer noch vor dem Sonnenuntergang ins Bett gehen.

Ach ja, und wir können selbst entscheiden wann und welche Impfmaßnahmen wir durchführen. Bisher haben wir keine pharmazeutische Impfung durchgeführt, haben aber alle die uns bekannten notwendigen Vorkehrungen getroffen, damit unser Kind vor Infektionskrankheiten ausreichend geschützt ist und auf natürliche Weise eine körpereigene hohe sowie nachhaltige Abwehrkraft entwickeln kann. Allem voran achten wir auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung (mehr dazu im letzen Blog), auf sauberes Wasser sowie auf die Einhaltung der Hygienestandards. Diese Vorkehrungen sind statistisch erwiesen und medizinisch anerkannt die Hauptgründe für den massiven Rückgang von Infektionskrankheiten in unserer Wohlstandsgesellschaft. Zusätzlich achten wir darauf, dass wir uns soweit wie möglich von stressverursachenden schädlichen Umwelteinflüssen wie Elektrosmog, Mobilfunk, Lärm, Massenmedien, Anpassungs-, Termin- und Erfolgsdruck etc. fernhalten und viel in der Natur verweilen. Bisher konnten wir uns nicht für eine pharmazeutische Impfmaßnahme entscheiden zumal bis dato von der Wissenschaft kein Beweis dafür geliefert werden konnte, dass diese in irgendeiner Form wirksam, sicher oder überhaupt notwendig ist. Nach unseren neusten Informationen sind wir mittlerweile sogar überzeugt, dass pharmazeutische Impfmaßnahmen eher das Gegenteil bewirken als sie versprechen.

Hier ein kurzes Resümee unserer Erkenntnisse:

Zur Wirksamkeit – In Deutschland und weltweit gibt es genügend Beispiele dafür, dass viele pharmazeutisch Geimpfte trotzdem die Krankheit bekommen und die Maßnahmen somit unwirksam sind. In China z.B. liegt die Durchimpfungsrate aufgrund einer Impfpflicht für Masern bei 99%. Trotzdem wurden im Zeitraum von 2005 bis 2013 ca. 400.000 Masernfälle und 368 Maserntodesfälle gemeldet. Zudem haben wir bisher keine einzige Hersteller-unabhängige Studie gefunden, die die positive Wirksamkeit von pharmazeutischen Impfungen ausreichend belegt und alle Kriterien für eine wissenschaftlich korrekte Zulassungsstudie erfüllt. Falls Ihr doch eine findet, sagt uns bitte Bescheid!

Zur Sicherheit – Bei keinen der pharmazeutischen Impfungen kann eine gesundheitsschädliche Nebenwirkung ausgeschlossen werden. Im Prinzip wird eine Garantie, dass der Patient nach der Impfung genauso gesund bleibt wie vorher, ausgeschlossen. Das würde auch gar nicht gehen. In den Impfstoffen sind Mittel wie Quecksilber, Aluminium, Formaldehyd und Ähnliches enthalten, die alle nicht besonders gesundheitsförderlich sind. Studien belegen, dass Impfstoffe mit vielfachen Gehirnstörungen zusammenhängen. Die Zahl der vor Gericht anerkannten Impfschadensfälle (z.B. Multipler Sklerose, Autismus) nimmt weltweit zu. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Zudem zeigte eine unabhängige Auswertung der staatlichen KiGGS-Studie von der Informatikerin Angelika Müller, dass nicht geimpfte Kinder und Jugendliche deutlich weniger von Heuschnupfen, Neurodermitis, Nickelallergien, ADHS, Skoliose, Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen, der Häufigkeit mancher Infektionen, der Notwendigkeit von Logopädie sowie dem Tragen einer Brille betroffen waren als ihre geimpften Spielkameraden.

Zur Notwendigkeit – Ein gutes Beispiel hierfür ist die allseits beliebte Tetanusimpfung. Schätzungsweise gibt es jährlich hunderttausende Kinder die nicht gegen Tetanus geimpft wurden. Und trotzdem gibt es in Deutschland jährlich nur fünf bis zehn Erkrankungsfälle sowie vereinzelte Todesfälle. Todesfälle bei Kindern unter 15 Jahren gibt es seit ca. 30 Jahren nicht mehr. Auch wenn man davon ausgeht, dass alle Tetanusfälle nur bei den ungeimpften Menschen aufgetreten sind, wäre das Risiko, an Tetanus zu erkranken und gar daran zu sterben nicht der Rede wert. Dies gilt im Prinzip für die meisten Infektionskrankheiten, wenn nicht gar für alle in unserer Wohlstandsgesellschaft. Dennoch wird in den Massenmedien oft und gern über die seltenen Erkrankungs- und noch selteneren Todesfälle berichtet. Die Zahlen der Todesfälle durch Infektionskrankheiten wie Influenza sind reine Schätzung und nicht konkret ermittelt. Gesundheits- und Seuchenämter haben in der Vergangenheit wiederholt dazu tendiert die Zahlen so hoch wie möglich zu schätzen.

Wir würden die „Ente“, unsere treue Hochzeits- und Familienkutsche und zudem noch unseren neuesten Küchengehilfen Magimix Compact 3200 XL (Sehr empfehlenswert! Super leise, effektiv und lange Garantie!) verwetten, dass wenn man, bei gleich bleibender Informationspolitik, die Leute einfach nur mit einer harmlosen Kochsalzlösung „beimpfen“ würde, es allein durch den Placebo-Effekt mindestens genauso wirksam und zudem 100% ohne gesundheitsschädlichen Nebenwirkung  wäre. Aber wenn das die Bevölkerung mitbekommen würde, wäre es natürlich ein Riesenskandal!

Trotz all dieser Erkenntnisse sind wir keine Impfgegner. Wir haben die gleichen Interessen wie die Mehrheit. Wir wollen sehr wohl, dass die Gesellschaft vor Seuchenepidemien ausreichend geschützt ist und bleibt. Genauso wollen wir aber auch, dass unsere Kinder gesund sind und frei von Allergien, Hautkrankheiten oder gar Nervenschäden bleiben. Wir sind für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, die allen Menschen ermöglicht auf natürliche Weise das körpereigene Immunsystem zu stärken und zu erhalten. Es macht unseres Erachtens keinen Sinn die Bevölkerung und erst recht Kinder mit einem Cocktail aus Giftstoffen und auf beispielsweise Hühnereiern vermehrten Erregern oder gar aus Zellen eines abgetriebenen Babys generierten Zelllinien zu injizieren, deren positive Wirksamkeit nie bewiesen wurde, und somit deren Immunsystem auf lange Sicht zu schwächen und ihre Anfälligkeit für Autoimmunkrankheiten (Mehr dazu hier) zu erhöhen.

Für dieses geschickt aufgebaute pharmazeutische Impfsystem bezahlen wir jährlich sehr viel Geld, welches am Ende nur den Großinvestoren der Pharmaindustrie zu Gute kommt. Selbst für die macht es aber keinen Sinn. Sie generieren zwar mit den verschiedensten Krankheiten, die durch Impfnebenwirkungen entstehen, noch höhere Profite, werden aber damit auch nicht glücklich. Ihre Sättigungsgrenze für Geld müsste schon längst überschritten sein. Mittlerweile müssten auch sie die Einsicht haben, dass man mit egal welcher Menge Geld keine Gesundheit, kein Glück und erst recht keine Liebe kaufen kann. Nicht mal die wirkliche Macht über das Leben und den Tod sind käuflich. (Filmtipp für hartgesottene Alles-ist-möglich-Denker: „Thrive“)

Wäre es nicht sinnvoller mit diesem Geld die oben genannten drei Hauptfaktoren für eine epidemiefreie immunstarke Gesellschaft: gesunde Ernährung, sauberes Wasser sowie Hygiene-maßnahmen, zu verbessern?

Es gibt genügend Handlungsbedarf. Allein die Abkehr von der konventionellen chemiebasierten Landwirtschaft und pharmazeutisch aufgeputschten Massentierhaltung hin zu einer ökologischen, nachhaltigen und regionalen Lebensmittelversorgung wäre ein enormer Fortschritt. Die Menschen würden wieder ausreichend natürliche Nährstoffe ohne chemische Zusätze zur Verfügung haben, die Wasserqualität würde sich deutlich verbessern und auch die Luft wäre weniger durch Pestizide u. ä. belastet. Gleichzeitig könnte man anfangen wirklich faire Handelsbedingungen für die wirtschaftlich ärmsten Länder zu schaffen und denen die optimalen Bedingungen ermöglichen selbst die drei Hauptfaktoren für eine epidemiefreie Gesellschaft zu etablieren.

Die vielen freiwerdenden Biologen und Chemiker aus der Pharmaindustrie könnte man wiederum im Sektor Hygiene einsetzen, um neue Konzepte und Ideen in unserem teils sehr vernachlässigten sanitären Reinigungssystem zu implementieren, durchzuführen und auszuwerten. Der Beruf des Reinigungspersonals könnte durch eine faire Belohnung und besseren Ausbildungsbedingungen deutlich aufgewertet werden.

Den Ärzten könnte man wieder mehr Zeit und Geld für eine echte gesundheitliche Beratung geben. Sie müssten sich keine Sorgen mehr um die vielen potentiellen Impfnebenwirkungen machen, die dem Patienten meist vorenthalten werden und hätten auch keine Einkommenseinbußen, wenn sich seine Schützlinge nicht pharmazeutisch impfen lassen. Langfristig kann damit der Arzt auch unabhängiger und fortschrittlicher sein. Wer weiß, vielleicht steigt damit auch seine Bereitschaft sich mit den kostengünstigeren pharmazeutisch unbelasteten Methoden wie Meditation, Fasten und Ernährungsumstellung zu beschäftigen, die nach den neuesten wissenschaftlichen Studien beeindruckend belegen, dass diese langfristig und nachhaltig zu einer deutlichen Verbesserung der mentalen als auch körperlichen Gesundheit beitragen. Und das ohne gesundheitsschädliche Nebenwirkungen!

Ach übrigens, Papa Moto ernährt sich seit nun 12 Tagen nur von frisch gepressten Gemüse- und Apfelsäften und fühlt sich blendend. Mit regelmäßigen Einläufen und Cassia Fistula wird der Darm zusätzlich von Altlasten gereinigt. Mit dieser Saftfasten-Therapie wird der gesamte Verdauungstrakt auf Vordermann gebracht und der Körper hat die Gelegenheit all die Giftstoffe, die sich über die Jahre im Gewebe angesammelt haben, loszuwerden. Somit kann der Körper dann wieder besser die notwendigen Nährstoffe aufnehmen und unnötige Umweltgifte schneller ausscheiden (Filmtipp zum Thema). Zudem wurde wieder eine Leber-Gallen-Reinigung durchgeführt. Fast täglich werden jetzt auch die fünf Tibeter praktiziert und Klimmzüge mit Baby Yasu in der Trage gemacht. Auf unserer neu erworbenen Therapie-Liege von Ceragem gönnen wir uns täglich Massage, Akupressur und Infrarot-Wärme in Kombination und stärken somit zusätzlich unsere körpereigenen Abwehr- und Heilungskräfte. Mit der KonMari-Methode (Buchtipp: „Magic Cleaning“) hat Mama Lisa in den letzten Monaten  unsere Wohnung effektiv entrümpelt und von bisher unbekannten materiellen Altlasten befreit sowie ein System geschaffen, bei der wir leicht Ordnung halten können und schnell alles wiederfinden. Somit haben wir deutlich weniger Aufwand für die Reinigung der Wohnung und bleiben stressfrei.

Das alles klingt naiv? Ok, warten wir ab. Wir sind zuversichtlich. Die Veränderung hat schon begonnen. Genauso wie fossile/atomare Energie, Massentierhaltung, Plastik-herstellung oder auch Großbanken, können monopolistisch orientierte Systeme die auf reine Profit- und Machtmaximierung, gezielte Fehlinformationen und massiven Lobbyismus (in anderen Worten: Gier, Angst und Manipulation) aufgebaut werden, sich in einer gesunden vernünftigen Gesellschaft nicht lange halten. Vergleichsweise entstehen solche schädlichen Monokulturen in einer intakten Naturlandschaft erst gar nicht. Auch in der Tierwelt gibt es keine Art die solche selbstzerstörerischen Tendenzen langfristig zulässt. Das deutet darauf hin, dass der Mensch vielleicht nicht unbedingt die intelligenteste Spezies auf dieser Erde ist. Nun ja, wir sind alle Kinder von Mutter Erde. Wie alle Kinder machen wir unsere Dummheiten und Fehler. Wir können froh sein, dass wir eine ausgeglichene Mutter Erde voll Geduld, Nachsicht und Verständnis haben, die uns sanft und beständig auf unsere Fehler hinweist. Jede andere stressbeladene Mutter hätte uns für alle unsere Missetaten an ihr schon längst mehrmals angeschrien, uns ihrer Liebe entzogen und ins Zimmer gesperrt. Wir würden wohl jetzt ein Kindheitstrauma durchleben. So können wir aber selbst aus unseren Fehlern lernen und Einsicht gewinnen.

Deshalb steigt auch die Zahl der Menschen, die aus diesen zuvor genannten Systemen, wie auch dem pharmazeutischen Impfsystem, austreten stetig. Gleichzeitig unterstützen und fördern diese Erdenbürger dann die auf Nachhaltigkeit orientierten Projekte und Gemeinschaften, die sich für eine faire Aufteilung der Erträge, achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie eine transparente Informationspolitik (In anderen Worten: Güte, Liebe und Verständnis) einsetzen. In Deutschland allein gibt es beispielsweise immer mehr unabhängige Ökostromanbieter (z.B. EWS), Vereine für solidarische Landwirtschaft, Unverpacktläden, Nachhaltigkeitsbanken oder auch Ärzte die sich der alternativen Gesundheitslehre zuwenden.

Jede Diskussion über einen Impfzwang führt dazu, dass, so wie wir, sich die Leute fernab der Massenmedien informieren (z.B. impfdilemma.de, Film: Wir Impfen Nicht!, seimutig.tv, Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.Libertas & Sanitas) und dann vielleicht auch noch einen Blog über ihre Erkenntnisse schreiben. Jede pharmazeutische Impfpflicht an Kindergärten, Schulen und Arbeitsplätzen führt langfristig dazu, dass Ungeimpfte motiviert werden passendere Alternativen zu finden oder gar zu gründen (z.B. Kindergärten/Schulen für ungeimpfte/gesunde Kinder mit den höchsten Ernährungs-, Wasser- und Hygienestandards sowie entsprechenden Lehrinhalten). Jede Gängelung, jede Diffamierung oder gar Mobbing ermutigt die Menschen sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen sowie gegenseitig zu unterstützen und notfalls auch, sich friedlich zu wehren.

Das alles heißt aber nicht, dass wir uns ausgrenzen wollen oder uns gar als besser als andere sehen, die es anders handhaben. Wir respektieren und akzeptieren alle Lebensweisen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen eines glücklichen und gesunden Lebens, hat andere Hintergründe, Vorgeschichten sowie Zukunftspläne.

Wir haben für uns entschieden, dass wir in einer Welt leben wollen, voll von innovativen regenerativen Energieformen, mit einer nachhaltigen natürlichen Landwirtschaft, mit der die Bauern, aber auch die Tiere wieder frei und unabhängig leben können und einem Gesundheitssystem, in dem Ärzte fair bezahlt werden, wenn sie mit ihren Patienten wirklich reden und diese gesund bleiben, statt auf die Zuwendungen von Pharmafirmen mittels Medikamentenverschreibungen angewiesen zu sein. Wir wollen in einer Gemeinschaft leben, die jederzeit Güte, Liebe, Toleranz und gegenseitiges Verständnis zeigt.

Wir danken dem Universum, dass wir dieses Leben bereits leben dürfen! Ihr seid alle jederzeit herzlichst eingeladen uns in unserer Welt zu besuchen! Wir freuen uns darauf Euch wiederzusehen oder neu kennenzulernen! 🙂

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S.: Demnächst kommt der Film „Game Changers“ weltweit in die Kinos. Das ist sehr wahrscheinlich der nächste wichtige Schritt hin zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung durch vegane Lebensmittel mit prominenter Unterstützung von James Cameron, Arnold Schwarzenegger, Jackie Chan, Lewis Hamilton, Novak Djokovic und vielen erfolgreichen Spitzensportlern aus der ganzen Welt! 🙂

Lisas Schlemmerblog Special zur Stillversorgung

Seitdem wir (Lisa am 1.11.2014 und Moto Februar 2011) unsere Lebensweise auf vegan umgestellt haben, erweitert sich unser Blick über den Tellerrand stetig. Es scheint so, dass wir einen bis zum Lebensende andauernden Lernprozess in Schwung gebracht haben. Wie eine Reise zu einem fernen Land entdecken und erleben wir immer wieder Ungeahntes und Faszinierendes. Unsere Wissens­schatz­kammer füllt sich fortwährend mit erstaunlichen Erkenntnissen.

Anfangs waren es noch die banalen und doch recht nützlichen Auseinandersetzungen mit unzähligen Küchengerätschaften. Mittlerweile sind wir sehr versiert mit dem Keramikmesser, kennen die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines 2PS-Mixers, sind routiniert im Entsaften mit dem Slow-Juicer und können aus dem Dörrgerät die mit herkömmlichen Kartoffelchips wettbewerbs­fähigen Grünkohlchips zaubern.

Wesentlich tiefgründiger waren unsere Erfahrungen mit Entgiftungs- und Reinigungsmaßnahmen, um insbesondere unser Verdauungssystem wieder auf Vordermann zu bringen. Alle vom Menschen benötigten Nährstoffe, inklusive dem ominösen B12, findet man zu Genüge in der Pflanzenwelt. Meist ist unser Körper aber durch jahrelangen Konsum von tierischer und industriell-gefertigter Nahrung mit Schlacken sowie Schadstoffen so sehr belastet, dass die Aufnahmefähigkeit dieser Nährstoffe fernab von optimal ist. So haben wir die verschiedensten Detox-Maßnahmen, angefangen von einfachen Fastenkuren, Intervallfasten bis hin zur Leber-Gallen-Reinigung ergriffen und teils auch in unseren Alltag integriert, womit wir uns von vielen Altlasten befreien konnten. Ein sehr unterhaltsamer Film zu diesem Thema den wir uns angeschaut haben und der bei uns einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, war „Fat, sick and nearly dead“ von Joe Cross. Da sich in unserem Geist ebenfalls allerlei psychologischer Müll ansammelt, haben wir hierzu auch die interessantesten Methoden durchgeführt und sind auf unserer Entdeckungsreise einiges an Ballast losgeworden.

Relativ bald entdeckten wir auch die roh-köstliche Küche und konnten uns ihrer verführerischen Anziehungskraft nicht entziehen. Hier tauchten wir ein in eine Welt voller kulinarischer Neuheiten.

Unzählige essbare Wildpflanzen aus der Umgebung, die geschmacklich erstaunlichsten Fruchtsorten aus den Tropen oder die Vielzahl sowohl an einheimischen als auch exotischen Superfoods haben es uns sehr erschwert eine einseitige Ernährung fortzuführen. Hinzu kommen noch die qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungs-mittel die von der neuen Generation von Rohkostexperten nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen konzipiert, hergestellt und z.B. hier vertrieben werden. Diese kleinen Pillen und Tabletten sind insbesondere dann praktisch, wenn man mal, wie rund um Weihnachten, seinen optimal ausgeklügelten Ernährungsplan dann doch nicht mehr so genau nimmt oder gerade in der sonnenarmen Winterzeit einfach auf Nummer sichergehen will.

Am Anfang unseres Weges war alles noch sehr übersichtlich. Mittlerweile befinden wir uns in einer paradiesischen Dschungellandschaft wo die Artenvielfalt täglich zunimmt. Die pflanzenbasierte Ernährungsform mit all seinen Facetten bietet mittlerweile für jede Lebenssituation sowie –phase schmack- und nahrhafte Auswahlmöglichkeiten. Bisher hatten wir uns recht wirksam darauf konzentriert unsere eigene Gesundheit und Fitness mit der veganen Ernährung zu optimieren. Mit der Schwangerschaft und Geburt unseres Sohnes haben wir in dieser Hinsicht wieder ein neues Terrain betreten. Jetzt geht es auch darum den wundervollen Wachstumsprozess von unserem kleinen Energiebündel so bedacht und vollwertig wie möglich zu unterstützen, bis es dann selbst die eigene kulinarische Forschungsreise starten kann. All unsere bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse gehen somit nun in die Ernährung unseres Säuglings ein.

Eine typische Still-Versorgung verteilt über den Tag zwischen 9 und 19 Uhr sieht bei Lisa derzeit wie folgt aus:

Detox-Kombi: Glas warmes Wasser mit lugolscher Jodlösung und Chlorella-Presslinge
Vitamin-Booster: Glas warmes Wasser mit Zitronensaft, B12, Kombucha sowie Vitamin C und Vitamin D3 + K2 Tabletten
Green-Smoothie-Bowl: Mix aus Banane, Birne, Gurke, Brokkoli, Wildkräuter/ Grassaftpulver, Baobab, Lucuma, Ingwer, Kurkuma, Pfeffer und Wasser in einer Bowl serviert mit einer Einlage aus Chia-Samen, Goji-Beeren, Rosinen, Berberitzen sowie einer halben Kaki und einem Topping aus Hanfsamen, Kokosflocken und Zimt.
Protein-Kick: Durian mit einem Glas Kokoswasser
Iron-Mix: Teller mit getrockneten Aprikosen sowie Pflaumen, Tamarinde, Feigen, Datteln (gefüllt mit Kokosöl, Paranüssen sowie Zimt), Apfel, Mandarinen und Spirulina Tabs.
Vital-Mix: Große Schüssel voll mit Feldsalat, kleingehackten Gemüse (Rote Beete, Kohlrabi, Fenchel u.ä.), getrockneten Sprossen (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne u.ä.), aktivierte Walnüsse, Pistazien, Hefeflocken, Wakamealgen sowie Granatapfel und einer abwechselnden Dressing-Mischung aus Oliven-, Avocado-, Sesam-, Lein-, Hanf- sowie Kürbiskernöl, Balsamico, Senf, Tamari, Kurkuma, Pfeffer, Dill und Bockshornklee.
Energie-Kugeln: Abwechselnd zusammengesetzt aus gekeimtem Buchweizen, gepopptem Amaranth, Erdmandelmehl, Mesquite, Carob, Lucuma, Kokosmus, Chia-Samen, aktivierten Mandeln, rohen Erdnüssen, Haselnussmus, Tahin, getrockneten Sauerkirschen sowie Rosinen gemischt mit warmem Wasser und eingerollt in Kokosflocken.
Milky-Shake: Mix aus Banane, Mandelmus, Vanille und Wasser.
Ego-Nahrung: Ein herzhaftes Gericht wie z.B. Zuchini-Nudeln mit Cashew-Tomatensauce oder Süßkartoffel-Erdnuss-Pasta.
Vitamin-Hupferle: Kapseln mit Moringa, DHA-EPA-Algenöl und Selen sowie Zinktabletten

Dazu wird über den ganzen Tag verteilt viel Aquion-Wasser (gefiltert und basisch) und Tee getrunken. Eine Extraportion Magnesium gibt es noch durch das Auftragen von Magnesiumöl auf die Haut mit Hilfe eines Sprays. Die B12-Versorgung wird noch zusätzlich über eine spezielle Zahnpasta gesichert. Der Mineralienhaushalt wird zudem immer wieder mit den Phyto Essentials aus den Rocky Mountains aufgefrischt.

Mit diesem Arsenal an täglichen Nährstoffen haben wir zumindest aus der aktuellen ernährungs­wissenschaftlichen Sicht  das Soll für eine optimale Muttermilch-versorgung erfüllt. Seitdem wir die anfänglichen Stillprobleme bewältigt haben und nicht mehr zufüttern müssen, legt Yasu täglich im Schnitt ca. 40 Gramm zu. Ein guter Indikator, dass die Muttermilch und die entsprechenden Zutaten was taugen. Aber wie wir es nun oft genug erlebt haben, können sich (z.B. durch ein neues Forschungsergebnis oder neu- oder wiederentdeckte besonderen Nährstoffe) die Ernährungs-Empfehlungen wieder sehr schnell ändern. Also bleiben wir weiter am Ball, verfolgen die neuesten Studien sowie Erfahrungsberichte und versuchen dabei doch gelassen zu bleiben.

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

P.S: Außer Muttermilch erhält unser kleiner Erdling für sein Wachstum natürlich noch viel Aufmerksamkeit, Liebe und frische Luft. 🙂

Das Känguru-Prinzip

Trotz ET+10 (tatsächliche Geburt fand 10 Tage nach erwartetem Termin statt) ist unser Kind (wie jedes Kind) im Prinzip eine Frühgeburt. Mit seinem bisherigen Entwicklungsstand und entsprechenden Bedürfnissen wäre er im Mutterbauch für weitere drei Monate am besten aufgehoben gewesen. Hier hätte er unkompliziert weiter die meiste Zeit mit Schlafen und Gefüttertwerden verbringen können. Da aber aus evolutionären Umständen sein Kopf zu groß für den Geburtskanal gewesen wäre, hat die Natur uns unreife Eltern dazu bestimmt die besten Bedingungen für ein Nachreifen unseres Neugeborenen außerhalb von Lisas Bauch zu schaffen. Die Rolle der Plazenta haben nun die Brüste von Lisa übernommen. Die schaukelnden Bewegungen in der Gebärmutter sowie deren festumschließende warme Wand werden nun überwiegend mit einem Trage- oder Pucktuch simuliert. Die im Uterus hörbaren Geräusche (rauschendes Blut, Verdauung) werden je nach Situation mit Schhhh-Lauten, Staubsauger oder einer CD mit Regenklängen simuliert. Viele hilfreiche Tipps und Hintergrundinformationen für dieses Känguru-Prinzip fanden wir im Buch „Das glücklichste Baby der Welt“ von Dr. Harvey Karp.

Hätten wir zudem „Das Stillbuch“ von Hannah Lothrop schon vor der Geburt gelesen und frühzeitiger eine erfahrene Stillberaterin konsultiert, wären wir wohl entspannt und bestens vorbereitet für das sogenannte „vierte Trimester“ unseres kleinen Säug- und Traglings gewesen. So durften wir stattdessen wohl die lehrreichsten und intensivsten sechs Wochen unseres bisherigen Lebens verbringen. Eine ungünstige Kombination aus suboptimaler Brustwarzenform, Anfangsfehler beim Anlegen, ungewohnten Schmerzempfindungen und Unsicherheit bezüglich der Stillzeiten hatten in den ersten zwei Wochen zu wunden Brustwarzen sowie einem Milchstau geführt, welche später eine Brustentzündung begünstigten. Als kurzfristig Yasus Gewicht (mit 3000 Gramm) unter einen kritischen Wert gefallen war, haben wir auf Anraten unserer damaligen Wochenbetthebamme bei drei Stillmahlzeiten mit einem Babypulver auf Kuhmilchbasis zugefüttert. Nachdem sich die Muttermilchversorgung mit Hilfe einer Milchpumpe, zusätzlicher Brustmassage, positiven Gedanken sowie einem strikteren Stillzeitplan verbessert hatte, haben wir uns entschlossen das Zufüttern nicht fortzuführen. Yasu hatte zudem nach dem Zufüttern eine belegte Zunge bekommen und beim vierten Mal ganz die Beigabe von Kuhmilch-Pulver verweigert. Hinzu kamen auch unsere gesundheitlichen Bedenken bezüglich der Kuhmilch im Allgemeinen, die uns aus diversen Studien (siehe z.B. „Milchlüge“) bekannt waren.

Wir hatten mit unserem Vorgehen eine angemessene Gewichtszunahme von über 200 Gramm innerhalb von 10 Tagen erreicht. Die U2 und U3 sowie die dazugehörigen Laboruntersuchungen von Yasu waren unbedenklich, es gab regelmäßig „Kaka“ und „Pipi“, leuchtende Augen, gesund wirkende Haut und es wurde schon seit dem 11. Tag immer wieder mal gelächelt. Zwischenzeitlich hatten wir persönlich oder telefonisch stillerfahrene Mütter aus unserem Bekanntenkreis, darunter auch eine Stillberaterin sowie eine Hebamme, nach Ratschlägen und ihrer Meinung gefragt. Die meisten Empfehlungen unterstützten die folgende Aussage aus dem zuvor erwähnten „Das Stillbuch“: „Dies (das Zufüttern) ist nur in manchen Ausnahmefällen sinnvoll. Wenn wir zufüttern, kommt die Milchproduktion gar nicht richtig in Gang, im Gegenteil – sie nimmt sehr schnell wieder ab. Zufüttern initiiert eigentlich den Abstillprozess. Anstatt Mütter durch mancherlei Anweisungen zu verunsichern, sollten sie in ihrem Vertrauen gestärkt werden, dass sie ganz sicher ihrem Baby alles geben können, was es braucht.“ Da wir unserem Kind neben der emotionalen Bindung auch die durch wissenschaftliche Studien belegten gesundheitlichen Vorteile (im Vergleich zur Flaschenernährung signifikant niedrigere Wahrscheinlichkeit von Fettsucht/ Zuckerkrankheit/ Multiple Sklerose/ Krebserkrankungen/ plötzlicher Kindstod/ Karies/ Suchtanfälligkeit etc., höhere IQ-Werte, besseres Sehen etc.) durch das Langzeitstillen gewährleisten wollen, sind wir bemüht auch durch Inkaufnahme von Schmerzen und höheren Zeitaufwand die optimalen Bedingungen hierfür zu schaffen.

Leider verschlechterte sich dann stressbedingt die Stillsituation wieder zwischenzeitlich und das Gewicht von Yasu fiel wieder kritisch bis 3100 Gramm, so dass wir uns auch auf Anraten von zwei weiteren Stillberaterinnen dann doch erneut entschieden ihn zeitweilig zuzufüttern. Unter Rücksprache mit unserem Kinderarzt verwendeten wir zum Zufüttern abwechselnd Muttermilchspenden von zwei anderen stillenden Müttern (Danke Edwina und Pia!) und die weitgehend pflanzenbasierte SL-Milch von Humana. Einen guten Überblick über Kuhmilch-freie Muttermilch-Alternativen findet man hier bei tofufamiliy.de.

Mit dieser Zufütterungsmaßnahme hatten wir bereits nach vier Tagen eine überdurchschnittliche Gewichtszunahme erreicht. Da sich zugleich auch das Stillen wieder deutlich entspannter gestaltete, wurden die fremdbezogenen Milch-Beigaben wieder abgesetzt. Zur milchfördernden Still-Entspannung beigetragen haben dabei unter anderem die Aroma-Öle von doTerra, Katherinas Emotionalcoaching, die innere und äußere Anwendung von Kurkuma, Donut-Schutzvorrichtungen für die Brustwarzen, Malzbier, Dill, Bockshornklee, Kohlwickel, Wärmeente, Heiß-Kalt-Duschen, Yoga, Mantralieder, Massagen, Healing Codes, Fussbad sowie eine beherzt anpackende Hebamme, die Lisa zeigte wie man den letzten Rest an Warzenvorhof in Yasus Mündchen bekommt. Ach ja, und der unglaublich wertvolle Hinweis zum richtigen Augenblick von einer guten Freundin: „Ihr macht das schon richtig, lasst Euch nicht verrückt machen!“

Seitdem verspüren wir wieder täglich ein Aufblühen unseres jungen Familienglücks. Yasu nimmt kontinuierlich zu, Lisas Brustwarzen werden immer ansehnlicher sowie schmerzfreier und wir haben wieder die Muse einen Blog zu schreiben. Auch das windelfreie Abhalten klappt immer besser. Mama und Papa haben einen Riesenspaß dabei die großen und kleinen Geschäfte ihres Sohnes über dem Waschbecken zu unterstützen. Es ist faszinierend zu sehen wie konzentriert ein so kleines Wesen dabei schon schauen kann und wie sich die Freude über die anschließende „Erleichterung“ in einem Babylächeln widerspiegelt.

Wir haben in dieser herausfordernden Zeit sehr viel Unterstützung und Zuspruch in verschiedenster Form durch unsere Familie und unsere Freunde erfahren dürfen. Wir haben alle möglichen Babysachen, angefangen von Babybekleidung bis hin zur Babywiege, geschenkt bekommen, so dass wir außer einem gebrauchten Kinderwagen nichts mehr hinzukaufen mussten. Hinzu kamen noch großzügige Geldspenden, die vielen lieben Glückwunschkarten, -anrufe und –emails sowie abwechslungsreichen Besuche. Desweiteren wurden wir auch reichlich mit nahrhaften Essenslieferungen für Lisas Milchproduktion beglückt. Das alles hat uns sehr geholfen und wir sind allen Beteiligten unendlich dankbar! Es tut so gut, Freundschaften und Familienverbundenheit in dieser Form zu erleben!

Das vierte Trimester ist noch nicht vorüber, aber wir sind wieder sehr zuversichtlich die optimalen Bedingungen für unseren Strampler geschaffen zu haben, um ihm eine achtsame und gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Wir werden uns weiter aktuell und vielseitig informieren, so dass wir mit unserer Intuition zusammen die besten Entscheidungen für unser Kind treffen können.

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

Hausgeburtstagsparty

Unser Sohn Yasuki erblickte an einen herbstlichen Sonntagmorgen in unserem Wohnzimmer die Welt. Es war eine unkomplizierte und kurzweilige Angelegenheit. Nachdem gegen halb drei Uhr morgens bei Lisa die Wehen einsetzten, begannen wir mit den letzten Vorkehrungen für die Ankunft unseres neuen Erdenbürgers. Das Wasser im Geburtspool wurde eingelassen, die Heizung wurden aufgedreht, die Kerzen angezündet und der Tee wurde gekocht. Eine Pause zwischen zwei Wehen nutzte Lisa dafür drei Engelchen aus der Bio-Bengelchen Tee-Probier mal!-Packung von Sonnentor zu basteln. Halb Sieben war dann eine gute Zeit, um unsere Hebamme Michelle anzurufen. Wir wollten ihr noch etwas Schlaf gönnen. Hätten wir gewusst, dass sie schon seit 3 Uhr morgens wach war und Serien angeschaut hatte, haha.

Während unser Fruchtwasserwesen die erste Hälfte des Geburtskanals gemächlich durchrutschte, verweilte Lisa im Geburtspool und atmete in den einzelnen Wellen nach der Hypnobirthing-Methode. Mit unterschiedlichen Körperhaltungen und Positionsänderungen unterstützte Lisa die Rutschpartie. Im Hintergrund lief Mantramusik von Snatam Kaur. Moto hatte die ehrenvolle Aufgabe immer wieder Lisas Kreuzbein mit den Handflächen zu drücken. Währenddessen wurden wir sehr rücksichtsvoll von unserer Hebamme betreut. In regelmäßigen Abständen überprüfte sie die Herztöne und gab uns stets die Zuversicht, dass alles gut verläuft. Wir hatten dann auch noch den Luxus, dass mit Melanie und Sarah zwei weitere Hebammen hinzukamen. Somit hatten wir zu den gebastelten drei Engelchen auch noch die Originale als Unterstützung dabei. (Die Original-Engel können hier bestellt werden)

In der zweiten Hälfte der Geburtskanalreise erhöhte sich der Wellengang. Hierfür stieg Lisa aus dem Pool, um es sich auf der vorbereiteten Matte unter unserem Hängesessel gemütlich zu machen. Die Geburtsbegleitmusik wechselte von sanften Mantragesängen zu den mehr rhythmusbetonten Popliedern von  Lisa Stansfield und Gabrielle. Frauen-Power pur! Die Abstände zwischen den Wehen wurden kürzer und auch der Umgangston wurde ruppiger (O-Töne Lisa: „F…!“, „Das mach ich nie wieder!“). Moto hatte weiter die ehrenvolle Aufgabe Lisas Kreuzbein mit den Handflächen zu drücken.

Um 9:13 war es dann soweit. Lisa hielt sich am Hängesessel fest und kniete auf dem Hochzeitstuch mit Herzausschnitt durch das sie Moto genau 20 Monate vorher getragen hatte. Moto kniete vor Lisa auf dem Boden mit geschlossenen Augen und war gerade dabei eine meditative Entspannungsübung anzusetzen, um alle Sorgen rund um die Geburt loszulassen. Dann machte es flutsch und es war da! Moto durfte dieses glitschigen Knäuel zuerst in die Arme nehmen, welches sich dann sehr bald mit kräftigem Begrüßungsschrei zu einem Baby entfaltete. Die Übergabe des kleinen Wesens mit Meister-Yoda-ähnlichen Gesichtszügen an Lisa erfolgte relativ schnell, zumal Moto mit so viel Verantwortung auf einmal zu diesem Zeitpunkt etwas überfordert war. Leicht blutverschmiert ruhten dann farblich passend Mutter und Kind eine Weile auf dem rot-schwarzen Eintracht-Frankfurt-Handtuch. Zur Begrüßung unseres konfessionslosen Erdenkindes läuteten im Hintergrund die Kirchglocken.

Im Nachgang leistete uns noch die Plazenta Gesellschaft. Wir warteten ab bis unser neuer Herr im Haus den letzten Tropfen Blut aus seiner treuen Fruchtblasengenossin ausgesaugt hatte, bevor Moto voller Ehrfurcht die Nabelschnur durchtrennen durfte. Als Dank für ihre aufopfernden Dienste aßen wir frisch gebackenen Eltern noch eine Woche lang ein Stückchen von ihr. Einmal pur und die weiteren Male vermischt im Frühstücks-Smoothie verzehrt, sollten diese Leckerlis u.a. die Abwehrkräfte gegen Wochenbettdepressionen stärken. Ein weiteres Stückchen wurde für die Herstellung von Plazenta-Globolis an Mentop geschickt, welche künftig als heilpraktische Erinnerungskügelchen für unseren heranwachsenden Sohnemann an seiner Weggefährtin dienen sollen. Der Rest wartet in der Gefriertruhe darauf bald an einem schönen Platz vergraben zu werden, um darauf einen Baum für unseren neuen Erdling zu pflanzen.

Nachdem die wesentlichen Formalien, wie etwa Großeltern, Tanten und Onkel anrufen sowie das Wiegen (3380 Gramm) und Messen (54 cm), erledigt wurden, konnte die Hausgeburtstagsparty richtig beginnen. Lisa hatte extra für dieses Event eine Cashew-Käse-Torte (Rezept-Link) zubereitet. Unsere Hebammen und alle unsere Besucher in der ersten Woche erhielten ein Stückchen von diesem Geburtstagskuchen. Am Geburtstag an sich gesellten sich noch die Großeltern mütterlicherseits zu uns. Dabei betrieb der Großpapa ein Event-Hopping der besonderen Art. Heute mit seinem neuen Enkelkind gefeiert, am nächsten Tag schon auf dem Flug nach Hawai, um dort den Marathon zu laufen. Die Großeltern sorgten auch gleich dafür, dass die weiteren Verwandten benachrichtigt und mit Fotos versorgt wurden, zumal sie in Gegensatz zu uns auch mit modernster Smartphone-Technologie ausgestattet waren. Abschließend wurde noch etwas mit der Gitarre musiziert. U.a. wurde das Lied „Kind der Erde“ vom Papa und „Wie schön dass Du geboren bist“ von der Großmama gespielt und besungen.

Dank einer hervorragenden Betreuung durch das Team der Milla Hebammenpraxis durften wir somit eine wunderschöne Geburt in unserem vertrauten Wohnzimmer erleben. Es war ein emotionaler Höhenflug mit leichten Turbulenzen und einem sanften aber dennoch imposanten Flutsch durch den Zielausgang. Ein unvergessliches Ereignis wovon wir sicher noch unseren Urenkeln erzählen werden. Für uns war es zudem ein gelungener Start in ein neues Leben zu dritt. Wir sind unendlich dankbar für diese enorme Bewusstseinserweiterung. Voller Zuversicht und Vorfreude erwarten wir nun all die vielen Abenteuer sowie Herausforderungen die uns bald bevorstehen.

Ach ja, hier noch drei Empfehlungen von Büchern, die uns kurz vor der Geburt noch eine Extraportion Selbstvertrauen für eine natürliche Hausgeburt gegeben haben: Für eine positive Grundeinstellung lieferte Joe Dispenza mit seinen Buch „Ein neues Ich“ sehr praktische Meditationsanleitungen und für eine bessere spirituelle Verbindung zu unseren Kind fanden wir viele Anregungen in den Büchern von Neale Donald Walsch („Gespräche mit Gott“) sowie von Anne und Daniel Meurois-Givaudan („Die neun Schritte ins Leben“).

 

Mit ganz lieben Grüßen,

Lisa, Yasu und Moto

 

P.S.: Yasuki ist ein japanischer Name und lässt sich zu Deutsch übersetzen als „friedvolle Lebensenergie“. Wir rufen ihn „Yasu“ (sprich Jassu). J