Happy Birthday, Lisa!

Liebe Freunde und Familie,

c’est la vie, c’est le rire, Sellerie! Das Leben ist wie es ist, Hauptsache wir können immer wieder darüber lachen! (Achtung: Es wird jetzt gleich etwas esoterisch!) Wahrscheinlich hatte uns irgendeine höhere Kraft (vielleicht das Universum?) vorsorglich mit dem Frohen Neuen JA und dem inneren Neujahrsputz mental gestärkt, damit wir mit schwierigen Situation besser zurechtkommen und das Beste daraus machen. Lisas einziger Wunsch zum Geburtstag war es, die Nacht vorher in der Jurte zu übernachten, damit sie durch die offene Dachkuppel optimal von ihrer Sternenkonstellation energetisiert wird. Nun ja, eine andere höhere Kraft (vielleicht ein Orkan, eine Horde Wildschweine oder ein betrunkenes Trampeltier?) war mit dieser Idee nicht ganz einverstanden und hat während unserer Abwesenheit die Jurte mehr oder weniger sauber zusammengelegt. Unser jüngstes Familienmitglied so vorzufinden, war wahrlich der unwitzigste Moment in unserem kurzen Familienlandsitz-Dasein. (Sorry, es wird noch etwas esoterischer!) Nachdem wir eine Stunde (oder auch zwei) alle Emotionen hochkommen ließen, uns selbst bemitleidet haben und wieder nach Frankfurt in unseren kleinen Kabuff gefahren sind, haben wir was gegessen und gewartet, bis wir wieder lachen konnten. Erstaunlicherweise konnten wir dann recht bald sehr gut lachen. Zum einen hat der Jurten-Rückschlag, wie ein Gegentor beim Fußball, die Angriffslust bei uns gesteigert und neue Energien freigesetzt. Zum anderen kam schnell die Erkenntnis, dass uns damit ja für unser Projekt neue Gestaltungsmöglichkeiten in vielerlei Hinsicht gegeben wurden. So wie wenn mehrere Triebe nachwachsen, wenn man die Spitze einer Brennnessel abpflückt. (Für alle Insider: Who ever did it, it’s their karma and our dharma!) Dementsprechend konnten wir uns wieder frohen Mutes auf Lisas besonderen Tag einstellen. Durch den spontanen Wechsel der Party-Location vom Grundstück zu unserer kuscheligen Wohnung in Bornheim, mussten wir uns dann auch keine Sorgen mehr machen, dass unsere Gäste nasse Füße bekommen. In den nächsten Tagen werden wir dann schauen, wie wir die Jurte wieder aufpeppeln können.

Ach ja, mit der Geburtstagsfeier und der Jurten-Wiederauferstehung hat man wieder neues Material für ´ne Story. Also, ihr müsst damit rechnen, dass wir mit unseren Beiträgen weiter den Klimawandel in der Blogosphäre vorantreiben werden. Im diesen Sinne: Fortsetzung folgt …  😉

Eure Lisa & Euer Moto

Neujahrsputz

Liebe Freunde und Familie,

geladen mit positiver Lebensenergie von den Festivaltagen, waren wir gut gerüstet für eine intensive Regenerationsmaßnahme direkt zu Beginn des Jahres. Bei Florian Sauer, einem hervorragenden Gesundheitslehrer, haben wir sechs unglaublich heilsame Tage verbringen dürfen. Ausgestattet mit qualitativ hochwertigen Revitalisierungs-Apparaturen vereint mit traditionellen Heilwissen wie etwa Shiatsu-Massagestuhl oder Infrarot-Sauna war unsere Übernachtungsstätte allein schon wie ein Erlebnispark für Erwachsene, was keine Langeweile aufkommen ließ. Hinzu wurden wir mit einer Gourmet-Vital-Küche verwöhnt, bei der jeder Teilnehmer, unabhängig von seinen bisherigen Essensgewohnheiten, wohlgenährt und zufrieden sein konnte. In Form von Seminaren durften wir teilweise die Verpflegung selbst zubereiten und haben dadurch praktikable Zubereitungsmethoden sowie eine Vielfalt an naturbelassenen nährstoffreichen Zutaten kennengelernt. Zwischendurch wurden den individuellen Anforderungen angepasste Schneewanderungen in einer märchenhaften Berglandschaft angeboten. Mit maximal 12 Anmeldungen von wirklich netten Menschen aus ganz Deutschland entwickelte sich schnell eine sehr harmonische Gruppenbeziehung. In dieser Wohlfühlatmosphäre wurden dann die Teilnehmer ganz behutsam und gut informiert auf eine natürliche Leber-und-Gallenreinigung vorbereitet sowie bei der Durchführung professionell unterstützt.

Das Ergebnis dieser 6 Tage war für uns der Hammer! Leute macht diesen Kurs! Es ist nach unserer Erfahrung eine der besten Möglichkeiten zur Investition Eures Geldes und Eurer Zeit, die Ihr derzeit auf dem Markt tätigen könnt, ganz egal auf welchem gesundheitlichen Niveau Ihr Euch befindet. Körperlich fühlen wir uns jetzt fast wie neugeboren. Auf geistiger Ebene haben wir gefühlt unser Gesundheitswissen verdoppelt. Die vielen Maßnahmen haben allerlei fein- und grobstoffliche Altlasten aus uns hinausbefördert und die unterschiedlichsten Selbstheilungskräfte in uns gefördert, so dass unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit ein neues Level erreichen konnten. Unsere geistige Aufnahmefähigkeit hat sich verbessert und wir haben die Informationen in Form von spannenden Gesundheitsvorträgen aufgesaugt wie ein Schwamm. Weitere Details könnt Ihr auch bei folgendem Workshop von uns erfahren.

Wir bieten im neuen Jahr einen Workshop zum Thema „Rohkost und Gesundheit“ in Frankfurt am Main an. Es findet ein Erfahrungsaustausch mit Praktikern in Rahmen eines Mitbringbuffets sowie ein Vortrag von einer Rohkost-Expertin statt. Würden uns sehr freuen, wenn viele von Euch dabei wären! Anbei die wichtigsten Infos:
Freitag 2.2.2017, ab 13:00 bis etwa 16:00 Uhr.
Adresse: Bitte per Kontakt oder Mail melden!
Programm: 
13:00 Empfang der Teilnehmer mit Buffetbeiträgen
13:30 Eröffnung des Rohkostbuffet und Erfahrungsaustausch mit Praktikern
14:30 Vortrag von der Rohkost-Expertin Sonja Watt (www.sonjawatt.com/ueber)
Kosten: Statt einem Geldbeitrag b
itte für das Buffet eine Köstlichkeit aus der roh-veganen Küche oder einfach rohes Obst/Salat/Gemüse/Nüsse mitbringen.
Hier noch zwei Rezepte-Links:  nordischroh.com rohkostlady.de

Eure Lisa & Moto

Frohes Neues JA(hr)!

Liebe Freunde und Familie,

wir wünschen Euch allen ein glückliches Neues Jahr 2018 voller Zuversicht und Lebensfreude!

Den Jahreswechsel haben wir im Rahmen eines wundervollen Festivals in Butzbach gefeiert. Wie bei einer Kinderfreizeit wurden wir bei diesem mehrtägigen Gemeinschaftstreffen rundum versorgt, haben viel erlebt und konnten uns optimal erholen. Für unser leibliches Wohl gab es Bio-Vollverpflegung mit leckeren veganen sowie roh-veganen Speisen. Für das seelische Wohlbefinden wurde täglich eine Auswahl an angeleiteten Entspannungsübungen in Kleingruppen angeboten und der Geist wurde immer wieder mit anregenden Vorträgen und Workshops gefüttert.

Wir waren umgeben von einer erfrischenden Naturlandschaft und liebevollen Menschen, mit sehr verschiedenen und interessanten Lebenserfahrungen. Innerhalb von nur wenigen Tagen haben wir wieder viele neue Erkenntnisse für unser Familienprojekt gewonnen und eine Überdosis positive Energie getankt. Wir haben einiges über natürliche Geburten, alternative Schul- und Gemeinschaftskonzepte erfahren und haben u.a. miterlebt, wie ein Baby von früh an ins Töpfchen machen konnte und weitgehend ohne Windeln auskam. Mit „Ho’oponopono“ oder auch der „Gewaltfreien Kommunikation“ haben wir Methoden kennengelernt, wie wir Streitigkeiten besser bewältigen und eine harmonische Beziehung zu unseren Mitmenschen fördern können.

Unter hervorragenden Musikern wie dem Duo Herzenswind, Peter Fehr (Schaut Euch dieses Video an!), Tara und Ainjali durften wir am Sylvesterabend unseren eigenen bescheidenen Premierenauftritt als „Lisaconmoto“ auf der Bühne mit dem Lied „Creation Happens Every Day“ feiern. Nebenbei wurde noch viel gelacht, geweint, gesungen, gequatscht und ausgelassen getanzt. Erstaunlicher Weise konnten wir zudem immer ausreichend Schlaf- und Entspannungspausen einlegen. Wir danken ganz herzlich den Veranstaltern vom ÖKODORF Institut sowie allen Helfer für die bedachte und unkomplizierte Organisation dieser faszinierenden Ferientage!

Bleibt alle gesund und fröhlich! Wir umarmen Euch alle ganz herzlich!

Eure Lisa &Euer Moto

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Was wir im alten Jahr noch loswerden wollten…

Seitdem die Bücher von Wladimir Megre auch in Deutschland an Popularität gewonnen haben und viele sogenannte Anastasia-Leser angefangen haben die Ideen daraus zu realisieren, mehren sich die kritischen und oft negativen Berichterstattungen von teils auch sehr renommierten Medien. Eine ausführliches Beispiel findet ihr auf diesem Link. Kritikpunkte sind etwa, dass antisemitische Inhalte propagiert werden und die Nazi-Szene gefördert wird, dass die fiktiven Darstellungen der Protagonistin mit übernatürlichen Fähigkeiten sektenähnliche esoterische Tendenzen hervorbringe oder dass die Bücher die Geschlechtergleichstellung gefährde, indem ein starres Frau-Mann-Bild vorgeschrieben werde.

Alles sehr schwerwiegende Aspekte die von uns definitiv nicht ignoriert und erst recht nicht toleriert werden. Es ist sehr unangenehm, mit solchen Vorwürfen in Verbindung gebracht zu werden. Wir sind fernab von nationalsozialistisch orientiert, wir wollen keinem Dogma folgen, geschweige einer Sekte angehören oder gar eine gründen und wir haben auch nicht vor die Emanzipation rückgängig zu machen.

Deshalb hier unsere Stellungsnahme, warum wir trotz allem die Ideen aus den Anastasia-Büchern gut finden und ein Link zu einem offenen Brief von anderen die ähnlich wie wir denken.

Wir haben alle 10 Bänder der Anastasia-Reihe gelesen und haben uns viel extern über die inhaltlichen Hintergründe informiert. Überzeugt hat uns die Grundidee von der Protagonistin Anastasia, dass es möglich ist, mit einem selbst-bewirtschafteten Hektar Land mit seiner Familie weitgehend autark zu leben. Eine Lebensweise mit der man unglaublich viel für die Umwelt leisten kann und zugleich die eigene körperliche und geistige Gesundheit fördert. Durch den eigenen veganen, regionalen und saisonalen Anbau erhält man die frischesten Lebensmittel in höchster Bio-Qualität. Man verbringt viel Zeit in der freien Natur, bewegt sich ausreichend und atmet frische Luft. Hinzu kommt, dass man den ganzen Transportaufwand spart und somit zusätzlich die Umwelt schont. Durch das Waldgarten-Prinzip erschafft man viel neuen Lebensraum für einheimische Tiere sowie Pflanzen und fördert die Artenvielfalt. Die entsprechende Humusbildung wirkt dem Klimawandel entgegen.

Darüber hinaus werden in den Büchern nahezu alle Aspekte der derzeitigen industrialisierten Gesellschaft, wie Lebensmittelproduktion, Energieversorgung, politische Mitentscheidungsmöglichkeiten, Religion, Medien, Gesundheits-, Bildungs-, Kapital- sowie Rechtssystem kritisch durchleuchtet. Hierbei werden, soweit uns bekannt ist, keine Unwahrheiten beschrieben und ein Großteil der Informationen ist wissenschaftlich belegt.Zudem appelliert der Autor stets, seine Darlegungen mit dem eigenem gesunden Menschenverstand zu beurteilen, indem man logische Schlussfolgerungen zieht und sich seine eigene Meinung bildet. Dementsprechend liefern die Bücher hilfreiche Hintergrundinformationen, die jeder für sich nutzen kann oder auch nicht.

U.a. wird gefragt, warum Ärzte mehr verdienen, wenn sie pharmazeutische Medikamente verschreiben oder operieren, als wenn sie die Selbstheilungskräfte der Patienten kräftigen, warum Lehrer mehr Zeit mit der Benotung verbringen als mit der Talentförderung ihrer Schüler oder warum die Journalisten mehr über ergebnislose Verhandlungen von Politikern berichten als über erfolgreiche Umweltprojekte.

Weiterhin werden sowohl Judentum als auch Christentum als Vertreter der Weltreligionen vom Autor kritisiert. Wobei er sich in einem der späteren Bücher bei den religiösen Vertretern entschuldigt, weil er zu vehement argumentiert habe.

Im Buch werden auch spirituelle Dinge erzählt, aber es ist jedem Leser selbst überlassen, wie weit er sich darauf einlässt oder nicht. In den Büchern werden keine Dogmen vorgegeben. Hier sollte vielleicht nur darauf hingewiesen werden, dass zahlreiche wissenschaftliche Studien zu der Erkenntnis gekommen sind, dass spirituelle Praktiken wie die Meditation die Sozialkompetenz effektiv stärken und fördern.

Es ist verständlich, dass die ungewöhnliche Art und Weise wie das Buch geschrieben ist, nicht jedermanns Geschmack ist. Mittlerweile gibt es das Buch „Das neue Dorf“ vom etablierten Professor Ralf Otterpohl, welches sich in einem rein sachlichen Kontext mit der Thematik befasst und viele der Anastasia-Ideen widerspiegelt. Wir können dieses Buch guten Gewissens als Alternative weiterempfehlen.

Es gibt mittlerweile Hunderte von Anastasia-Familienlandsitz-Siedlungen, die meisten davon bisher in Russland. Ihr könnt davon ausgehen, dass jede Siedlung anders ist. Familienlandsitze werden unabhängig von Religionsangehörigkeit, Bildung, Beruf, Herkunft, Alter oder politischen Einstellung gegründet. Auch unser Familienlandsitz wird individuell sein. Wir wollen unsere eigenen Ideen realisieren und es gibt keine Organisation oder Vereinigung, die uns dabei was vorschreibt. Uns ist bekannt, dass es auch nationalistisch eingestellte Anastasia-Anhänger gibt. Gut möglich, dass es auch sektenähnliche Gruppierungen gibt, die die Ideen von Anastasia für ihre Zwecke missbrauchen oder auch einzelne Leser, die schlichtweg nicht alle Tassen im Schrank haben. Wir haben diese bisher nicht kennengelernt und wir haben auch kein Interesse daran.

Wir sind überzeugt, von dem was wir tun. Wir wollen nicht, dass eine sehr gute Idee, die vielen Menschen und somit auch der Gesellschaft helfen könnte, eine nachhaltige positive Veränderung zu bewirken, durch eine Minderheit diskreditiert wird. Deshalb stehen wir zu den Inhalten der Anastasia-Büchern und verschweigen diese nicht.

Ach ja, wir sind aber auch nicht ganz so koscher, wie wir uns darstellen. Als Anhänger von Eintracht Frankfurt, einem Verein mit Sektencharakter, ist Moto nicht immer vorurteilsfrei gegenüber der Minderheitengruppe von sogenannten Bayern-Fans und auch Lisa fördert mit ihrem Engagement bei der reinen Frauengruppe Flötenspektakel nicht gerade die Geschlechterverständigung. Zudem neigen wir dazu allen Menschen, insbesondere unseren Freunden und Familie, positive Gedanken zu versenden.

Also seid wachsam, in wie weit ihr Euch von uns was auf die Nasen binden lasst, sonst esst ihr eines Tages nur noch Grass mit Blättern und wohnt in einer Erdhöhle. 😉

Im diesen Sinne wünschen wir Euch allen einen stressfreien und harmonischen Jahresausklang mit einem guten Rutsch ins Neue Jahr 2018!

Eure Lisa & Euer Moto

Erste Übernachtung in der Jurte/ Zwangsbejagung Ade

Ganz ehrlich, unsere erste Nacht in der Jurte war nicht das Highlight unserer Familienlandsitzerlebnisse. Durch den vielen Regen und die undichte Isolierung war es innen recht feucht geworden und es roch modrig. Wir waren definitiv im falschen Film. Wir konnten zwar in der Nacht gleich einen Ofen installieren, aber richtig warm wurde es nicht. Die kalte Luft blies durch die Löcher in der Jurte und durch unsere Schlafsäcke. Es waren die besten Voraussetzungen für eine romantische Nacht zu zweit bei Kerzenlicht, um die Familienplanung voranzutreiben. Zudem hatte in der Woche die Behörde sich die Mühe gemacht persönlich  anzurufen und uns mitzuteilen, dass wir aufgrund einer Anzeige eines Jägers, die Jurte wieder abbauen dürfen. Sei’s drum. Trotzig und naiv wie wir sind haben wir uns eingeredet, dass wir wieder eine gute Gelegenheit haben uns abzuhärten und so getan als würden wir die Nacht gemütlich durchschlafen.

Irgendwie hat das tatsächlich geklappt und das Blatt wendete sich schneller als gedacht. Mit Hilfe eines zweiten Ofens konnten wir am nächsten Morgen die Temperatur so erhöhen, dass wieder ein angenehmes Raumklima entstand. Später wurden auch die Löcher innovativ mit Korkplatten abgedichtet. Nachdem wir die Jurte gesäubert und mit den vorhandenen Möbeln wohnlich gestaltet hatten, konnten wir gleich Lisas Vater Jürgen, Bruder Jonas, seine Lebenspartnerin Lydia und deren Tochter Olive als unsere ersten Jurtengäste empfangen. Nachdem wir ein leckeres Vorweihnachtsmahl mit Durian, Obstsalat, Grünkohlchips, diversen Rohkost-Salaten, Kürbissuppe und alkoholfreien Punsch verspeist hatten, haben wir unsere erste Jamsession mit Querflöte und Gitarre veranstaltet. Es wurde sowohl beim Essen als auch bei der Musik improvisiert und unser sehr kritischer VIP-Gast Olive hat das mit Wohlwollen und einem kleinen Tanz gewürdigt.

Anschließend gab es eine kleine Tour über das Gelände sowie einen Spaziergang zur Ronneburg. Wobei wir wieder wegen Zeitknappheit nicht die Ronneburg erreichten. Genauso wie vor über 20 Jahren als Lisa und Jonas mit deren Mutter Anke zum ersten Mal die Burg besichtigen wollten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ach ja, hier noch was zu den Jägern. Deren freundliche Anzeige hatte netterweise dazu geführt, dass wir uns mehr mit dem Thema auseinandersetzen mussten. Damit unsere fürsorglichen Naturliebhaber sich nicht mehr über die Jurte ärgern müssen, haben wir uns entschlossen den Jagdpachtvertrag zu kündigen und unser Grundstück zu befrieden. Wir wollen denen mehr Freizeit mit der Familie gönnen und auch deren Gewissensdruck nehmen, ständig die unschuldigen  Bambis und Wildschweinchen auf unserem Grundstück abschießen zu müssen. Falls ihr gern wissen möchtet warum und wie man die Jäger von deren Arbeitsbelastung befreien kann, schaut mal auf diesen Link.

Da das geklärt ist, sind wir auch wieder zuversichtlich, dass wir die Jurte dauerhaft auf unserem Grundstück stehen lassen dürfen, um für unsere landwirtschaftspezifischen Tätigkeiten im bio-veganen Obst- und Gemüseanbau gerüstet zu sein. Als Mitglieder der Bio-Veganen Solidarischen Landwirtschaft Rhein-Main e.V. haben wir gute Chancen diese und weitere landwirtschaftliche Baumaßnahmen genehmigt zu bekommen.

Nach dem ganzen Trubel genießen wir nun Weihnachten mit unserer Patchwork-Familie und mit, durch das Arbeiten in der freien Natur, gestärkten Sinnen und lassen uns von unseren Erst- und Zweit-Mamas & -Papas verwöhnen. 🙂

Wir wünschen Euch allen eine wunderbare Weihnachtszeit!

Eure Lisa und Euer Moto

Die Jurte steht!

Viele kleine Umstände sowie eine Mischung aus Zweckoptimismus und das Vertrauen in gewisse Fügungen hatten dazu geführt, dass wir uns für den Aufbau unserer Jurte den eher ungewöhnlichen Termin am 2. Advent entschieden hatten. Die gebrauchte Jurte haben wir bei Gabi und Andi, zwei ganz lieben Biobauern in Oelde, für sehr faire 1350 Euro gekauft. Um sicher zu gehen, hatten wir ganz viele Leute um Hilfe gebeten. Dankbarerweise haben wir sehr viel Unterstützung erhalten. Schon in Vorfeld hatte Gerhard Ohl in seiner offenen Werkstatt mit uns die Ausbesserungen an der Jurte durchgeführt und dabei extra Überstunden gemacht. Dank seiner Expertise und Fähigkeiten konnten wir rechtzeitig einen Brandschaden an der Dachkrone und die Holzwürmer in der Tür beseitigen. Lisas Familie aus Telgte schenkte uns viele wichtige Werkzeuge und Utensilien. Lisas Oma hatte uns zudem noch mit jede Menge leckerem Selbstgebackenen versorgt.

Trotz der vielen Vorkehrungen ließ es sich nicht vermeiden, dass der Jurtenaufbau ein abenteuerliches Erlebnis wurde. Unsere Unerfahrenheit und viel Schnee stellten uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Dank der großen Unterstützung unserer Helfer waren wir aber auch immer wieder in der Lage diese zu meistern. Georg, ein erfahrener Gartenlandschaftsbauer, kam schon früh am Morgen als Erster und richtete u.a. den Boden aus, den wir zuvor zu knapp kalkuliert hatten. Er stattete uns großzügig mit allen wichtigen Gerätschaften aus und blieb tapfer bis zuletzt. Lisas Vater Jürgen war voller Tatendrang und sorgte zudem dafür, dass wir uns am Feuer wärmen und mit heißen Getränken sowie Essen stärken konnten. Bei Minustemperaturen waren alkoholfreier Punsch und das vegane Chili von Lisas Stiefmama Doro wundersame Energielieferanten. Thomas, Ehemann von Lisas Jugendfreundin Melanie, packte kräftig beim Schleppen der schweren Bodenplatten an und dokumentierte nebenbei mit seiner Kamera den Jurtenbau. Werner Kleefeld und seine wundervolle Frau Angelika vom Deutsch-Mongolischen Kulturverein leiteten uns bis zuletzt beim Jurtenaufbau. Nachdem der Aufbau außerplanmäßig bis in die Dämmerung andauerte, gaben sie uns die nötige Zuversicht. Unverzichtbar war auch die kräftige Unterstützung von unserem Laufkumpanen Matthias von Laufen gegen Leiden e.V., unserem PC-Experten Didi Donner und seiner erfrischend positiv eingestellten Freundin Kathrin und unserer fitten Rohkostfreundin Sonja Watt sowie unserem Hochzeits-DJ Ingo. Zu unserer aller Freude kamen zuletzt noch Feli und Jakob zu später Stunde und ermöglichten uns einen erfolgreichen Endspurt.

Trotz aller zwischenzeitlichen Zweifel, waren wir doch frohen Mutes und es hat tatsächlich geklappt! Die Jurte steht und wir freuen uns darauf demnächst von Euch besucht zu werden. Wir sind glücklich und voller Dankbarkeit für all die Hilfe und Ermunterungen die wir von Euch allen erhalten haben!

 

Unsere Motivationsquellen

Die „Anastasia“-Bücher von Wladimir Megre haben uns die grundlegende Idee und den Anstoß für das Errichten und Gestalten eines Familienlandsitzes gegeben. Zuvor haben uns aber bereits zahlreiche andere Bücher und Filme ermutigt mehr Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen. Dan Millmann’s Bücher vom „friedvollen Krieger“, die „Celestine“-Reihe von James Redfield oder auch die „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch haben uns verdeutlicht, dass in jedem von uns ein enormes Potential steckt, das Dasein positiv zu beeinflussen. Das Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Jean Liedhoff und der Film „Alphabet“ von Erwin Wagenhofer vermittelten uns die Erkenntnis, dass eine erfüllende Elternschaft bereits vor der eigentlichen Zeugung des Kindes mit den entsprechenden Vorbereitungen beginnen kann. Ralf Otterpohl mit „Das Neue Dorf“ und der Film „Tomorrow“ von Dion/Laurent haben wiederum gezeigt, dass es bereits viel mehr Lösungen für unsere ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme gibt als uns bewusst war. Die intensive praktische Auseinandersetzung und Erfahrungen mit der veganen Rohkost, Fasten, Meditation, Yoga und weiteren alternativen Gesundheitslehren haben uns wieder das Vertrauen in die körpereigenen Heilungskräfte zurück gegeben. All diese wunderbaren Informationsquellen haben uns die Zuversicht gegeben, dass wir noch viel erreichen können und uns vor nichts fürchten müssen. Unser ganzes Leben ist ein einzigartiger Erkenntnisprozess und wir wollen jeden Moment nutzen uns weiterzuentwickeln, egal wie alt wir sind, egal wie alt wir werden.

Unser erster Übernachtungsgast

Dieses Wochenende hatten wir mit Andreas schon unseren ersten Übernachtungsgast der uns gleich fleißig bei der Landsitz-Gestaltung geholfen hat. Geschlafen haben wir ganz einfach: Andreas im Campingwagen und wir im Zelt. Freitag abends und Samstag vormittags haben wir uns gemeinsam noch schön gemütlich bei einer Feuerstelle am Bauwagen mit röhköstliche Leckereien und mit anregenden Gesprächsthemen gestärkt. Danach haben wir angefangen unseren Aufstellplatz für die Jurte zurechtzugraben. Nebenbei haben wir unseren ersten Kirsch- und Nussbaum sowie paar Topinampur und Basilikumsträucher gepflanzt, die wir von einer ganz lieben Bäuerin aus Rosenfeld geschenkt bekommen hatten. Andreas, vielen Dank für Deinen Besuch! Komm bald wieder! Wir freuen uns auf viele weitere Besucher! 🙂

 

Jurtenaufbau am 2. Advent

Am 2. Advent wollen wir unsere mongolische Jurte aufbauen und wären für jede Hilfe dankbar! Könnt auch gern mit der ganzen Familie kommen. Man kann hier in der Gegend einen schönen Winterspaziergang machen oder auch den Weihnachtsmarkt auf der nahegelegenen Ronneburg besuchen! 🙂  http://www.burg-ronneburg.de/historischer-weihnachtsmarkt/

Hier die Eckdaten:
Termin: am 10. Dezember (Sonntag)
Zeitraum: zwischen 9 und 17 Uhr
Bitte mitbringen:
– feste Arbeitsschuhe/Gummistiefel (könnte matschig werden)
– warme und regenfeste Bekleidung (es gibt da leider noch keine Aufenthaltsräume)
– Arbeitshandschuhe
– etwas zum Essen und zum Trinken (für den Fall, dass unsere Grundversorgung nicht ausreicht..)
Falls vorhanden wäre noch hilfreich: Schaufel/Spaten, Besen, Leiter, Taschenlampe, Feuerzeug, Holzspende für Lagefeuer/unseren Ofen, Hammer, Säge u.ä. Werkzeug

Aufgaben die auf Euch warteten 😉
– Begradigen der Bodenfläche mit Schaufel und Spaten
– Tragen, aufsetzen und kehren der Bodenplatten
– Aufstellen und Verschnüren der Wandgerüste
– Aufrichten des Daches und einstecken der Dachholme
– Aufsetzen und Verschnüren der Tücher und Filze für Dach und Seitenwand
– Anbringen des Ofen und einsetzen des Schornsteins
– Pflanzen stutzen
– …

Waldgarten- und Schlemmer-Blog

Wir haben uns entschlossen ein Stück Land zu kaufen, um dort ein Permakultur-Waldgarten aufzubauen. Durch die Wiedererschaffung eines weitgehend natürlichen Lebensraumes für Pflanzen und Tiere sowie einer selbstverantwortlichen ökologischen Lebensmittelversorgung wollen wir unseren Beitrag für die Nachhaltigkeit leisten.

Nach intensiver Internetsuche haben wir uns recht bald und intuitiv für ein Grundstück in Mittelgründau/Hessen entschieden. Die zuvor als Pferdekoppel genutzte Landwirtschaftsfläche von fast 1,5 Hektar haben wir für rund 60.000 Euro erworben. Schritt für Schritt wollen wir über die Jahre hinweg hier einen Permakultur-Waldgarten entstehen lassen. Auf einem Viertel der Fläche sollen Bäume, Sträucher und mehrjähriges Gemüse wachsen. Weitere Flächen sollen für eine bio-vegane Landwirtschaft genutzt werden. Ein lebendiger Zaun aus Bäumen und Sträuchern soll in ovaler Form den Großteil der Grundstücksinnenfläche eingrenzen. Für ein natürliches Gleichgewicht von Flora und Fauna soll auch ein Teich für Amphibien und Wasserpflanzen entstehen. Für die Winterversorgung sind die Errichtung eines größeren Gewächshauses, eines Erdkellers sowie eines Dörrhäuschen geplant. Damit wir die intensiven und zeitaufwendigen Gartenarbeiten vor Ort gut bewältigen können, werden wir dort bald eine Jurte aufbauen, eine Komposttoilette aufstellen und den bereits vorhandenen Bauwagen renovieren, um für jede Witterungslage gewappnet zu sein. Bei all unseren Projekten wollen wir soweit wie möglich natürliche und biologisch abbaubare Materialien verwenden, viel mit Händen und entsprechend wenig mit Maschinen arbeiten. Um den eigenen Energie- sowie Wasserverbrauch zu optimieren, wird Stück für Stück ein autarkes regeneratives Strom- und Wasserversorgungssystem aufgebaut.

Derzeit suchen wir nach einer Wohnmöglichkeit in der Nähe. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass sich bald die Gesetzeslage ändert und wir dauerhaft auf unserem Familienlandsitz leben dürfen. Wir werden stets darauf achten, dass wir die rechtlichen Rahmenbedingungen und örtlichen Begebenheiten beachten. Für ein harmonisches und verständnisvolles Miteinander wollen wir mit den Menschen aus der Gemeinde und Umgebung kommunizieren und kooperieren. Wir würden gern unsere Erfahrungen mit all den Menschen teilen, die Interesse am Aufbau eines Waldgartens haben oder bereits damit angefangen haben. Da wir beide hauptberuflich als Lehrer tätig sind, wollen wir unser neu erworbenes Wissen mittels Exkursionen, Workshops oder Ähnlichem an Schülerinnen und Schüler weitervermitteln.

Um unser Vorhaben schriftlich zu dokumentieren und um uns zusätzlich zu motivieren, starten wir ab heute diesen Blog. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr ab und zu mal hier reinschaut! 🙂

Eure Lisa und Euer Moto

P.S.: Nebenbei werden immer wieder mal Rezept-Ideen von Lisa reingestellt. Dieser findet Ihr bei „Lisas Schlemmer-Blogs“! 🙂